Unsere Gemeinde 2013 in der hiesigen Presse:

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                    (Ab 1.1.2008 gemeinsames Zeitungsportal von Westfälischer Rundschau  und Westfalenpost)

 

 Neue Jesusfigur eingetroffen   I   Heilige drei Könige mit Lampenfieber  I  Prinz erfüllt sich KIndheitstraum  Christliche Gemeinde kauft Zentrum Hl Geist  I Gemeindemitglieder von St. Marien berührt die Not der Menschen in der Welt  I    Nachdenkliches zum Neujahrsempfang der Propsteigemeinde  I  Kolpingsfamilie Schwelm Zwischen Auftrag und Wandel  I  Familientag in St. Marien  I  ein Orgel spielender Aktivposten  I  Marienhospital wird geschlossen  I  Lohnverzicht statt Kündigung I  Tuff geht mit Propst in den Ruhestand  I  Schwelm Helau! Kochlöffel-Geschwader stürmt Kolpinghaus  I  Dicke Sause im Kolpinghaus  I 
 zur Rücktrittserklärung von Papst Benedikt:
St. Marien begrüßt die neuen Gemeindemitglieder  I  Auf zur Eiersuche I Das Publikum sang leise mit I
Doppelkopfturnier für einen guten Zweck
 Erstkommunion für insgesamt 44 Jungen und Mädchen  I  Nachfolger von Propst H.D. Janousek wird Norbert Dudek I  Großer Tag für Kinder aus Schwelm bei Erstkommunion I  
Neuer Propst trifft alten Propst  I  Am 25. Mai letzter Gottesdienst in der Kapelle  I 
 Nasse Istrumente und eine geflutete Bühne I Sie haben uns Mobilität geschenkt  I 120 Jahre Kindergarten St. Marien  I

Diese jungen Menschen schickt der Himmel  I Silbernes Dienstjubiläum von Kreisdechant H. D. Janousek I
Die Last der Jahre entrümpelt  I  Das Sakrament der Firmung  I  Die grüne Kolonne I
Wieder Vandalen an der St. Marien Kirche Kirche  I  Treff im Prälaten-Garten  I  Heilig Geist bleibt weiter Kirche
Ökumenischer Gottesdienst der Dacho und der 13 Nachbarschaften  I  Ein Wiedersehen und Kennenlernen in der Gemeinde
Seltene Treffen machen Appetit auf mehr  I  Der Hochgenuss zum silbernen Jubiläum  I  Schöpfung großarti interpretiert
katholisches Personalkarussel nimmt heftig Fahrt auf  I  Dankeschön für viele Helfer
Auf einem guten Weg zu einer großen Gemeinde  I  Heute Abend Chorkonzert in St. Marien  I  
Gräberregung auf dem Friedhof Oehde  I  Kerzen sind für immer gelöscht  I
 In 15 Jahren Leid und Freud erlebt
Marionettentheater weist den richtigen Weg   I   Kein Propst war so lange in Schwelm  I
Großartige Persönlichkeit" zu Gast in Schwelm  I   Elisabeth Völkel singt seit einem halben Jahrhundert in St. Cäcilia  I
Für königliche Besuchstour gerüstet  I  Ich weiß gutes Essen zu schätzen   I  Beim gemeinsamen SIngen hatte es gefunkt

Pfadfinder haben für jeden die richtige Tanne 

 


Pfadfinder haben für jeden die richtige Tanne
 
 

von  Bastian Haumann
Wenn es doch immer so einfach wäre. Vater und Tochter inspizierten kurz und knapp die fünf verbliebenen Bäume. Und nur einen Wimpernschlag später der Fingerzeig: Der soll es sein. Seit Jahren findet der Weihnachtsbaum-verkauf vor der Marienkirche statt. Und seit Jahren reißen die Schwelmer den Pfadfindern, die sich dort um alles kümmern, die Bäume buchstäblich aus den Fingern. 

Denn am Morgen, früh um 8 Uhr, lagen hier noch 75 Nordmanntannen und Blaufichten bereit. „Wir hatten kaum mehr als drei Bäume nach dem Verkauf über“, erzählt Nils Mittelmann von den Pfadfindern, der sich mit behandschuhten Händen vor unangenehmen Piksern schützt. Die Pfadfinder, insgesamt beteiligen sich 15 von ihnen am Verkauf, haben hier ihre Stammkunden, die schon in aller Früh da sind und vor allem ein Angebot gerne annehmen: „Wir liefern die Bäume nach Hause“, erzählt Mittelmann. „Von den 70 verkauften Bäumen lieferten wir etwa 50 Stück aus.“ Bei dem Verkauf stellten die Pfadfinder vor allem eins fest: Es heiße zwar immer, dass der Weihnachtsbaumkauf Männersache sei. Doch insgeheim haben hier die Frauen die Hosen an. Und: je größer die Auswahl, umso länger die Diskussionen, welcher Baum der passende ist.

Dabei wird oft auch gar nicht der Dichteste, Größte, Geradeste gesucht. „Manche suchen einen Baum für die Ecke oder einen, der nah an die Zimmerwand passt“, sagt der Pfadfinder. Und genau das ist die Sternstunde für die kleinen, verkümmerten Bäume mit viel zu wenig Zweigen. Die Pfadfinder halten es übrigens praktisch. Da sie direkt an der Quelle sitzen, kaufen sie ihre Bäume direkt vor Ort. Nils Mittelmann verzichtet in diesem Jahr aber, obwohl er findet, dass ein geschmückter Baum eigentlich zu jedem Weihnachtsfest gehört. „Ich bin über die Feiertage aber kaum zu Hause, da lohnt es einfach nicht.“ Besonders angenehm finden die Pfadfinder die entspannte Atmosphäre während des Verkaufs. Von Weihnachtsstress sei kaum etwas bei den Leuten zu merken. „Nur wenige wirken gehetzt. Die meisten sind aber total entspannt.“

 
Beim gemeinsamen Singen hatte es gefunkt

Verheiratet seit einer kleinen Ewigkeit: Am Donnerstag hatten Angelika und Norbert Schefczyk ihre Diamantene Hochzeit. „Doch heute vor 60 Jahren brachten wir nur das Amtliche hinter uns“, sagt Norbert Schefczyk. Der 29. Dezember ist für das Ehepaar ein viel wichtigerer Tag. An einem Dienstag gaben sie sich 1953 in Berlin vor dem Altar das Jawort.

In Berlin lernten sie sich kennen, beim gemeinsamen Singen im Kirchenchor. Kurze Zeit waren sie Arbeitskollegen. Er als Finanzexperte, sie als Chefsekretärin in einem Berliner Gummiwerk. Bis Norbert Schefczyk ein Stellenangebot bei „Pass & Sohn“ in Schwelm annahm, dann in die Verwaltung des Petrus-Krankenhauses wechselte und Angelika Schefczyk ihre Arbeit aufgab, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Das Diamantehepaar hat zwei Töchter, die in Berlin zur Welt kamen, und einen Sohn, ein Kind der Kreishauptstadt. Zur Familie gehören auch zwei Enkelkinder. „Nur im Herzen bleiben wir wohl immer Berliner“, geben sie zu.

Doch sie haben sich in Schwelm eingelebt, dort ein Haus gebaut, treffen sich oft mit guten Freunden. „So halten wir uns auf Trapp.“ Der Chormusik blieben die beiden über die vielen Jahre treu, auch in Schwelm. Noch heute sind sie Mitglied in einem der örtlichen Chöre. Und sie tanzten gerne. Sie haben das bronzene, silberne und goldene Tanzabzeichen. Doch damit nicht genug: Norbert Schefczyk war, solange es um Zahlen und Buchhaltung ging, ein Hans Dampf in allen Gassen. Er übernahm die Buchhaltung in einem Heim für psychisch Erkrankte und war Rendant, also Rechnungsführer, in der Kirchengemeinde St. Marien. „Dafür bekam ich das Ehrenzeichen des Bistums Essen“, erzählt er stolz. Einen Ausgleich dazu fand er nicht nur beim Tanzen und Singen, sondern auch bei der Gartenarbeit. Früher habe er natürlich noch viel mehr selbst im Garten gemacht. Heute greife er gerne auf die Hilfe eines Gärtners zurück. Doch wie genau bleibt man eigentlich so lange glücklich verheiratet, wie die beiden? „Ich musste immer nachgeben“, scherzt Norbert Schefczyk.
Bastian Haumann

 

Ich weiß gutes Essen zu schätzen  

17.12.2013 | 10:31 Uhr Bernd Richter

Pfarrer Heinz Ditmar Janousek kocht mit Unterstützung von Anja Amonat, Diätassistentin und hauswirtschaftliche Leiterin (Küche, servicve, Wäscherei) im Marienstift.Foto: Bernd Richter Schwelm. Und weiter geht es mit dem „Drei-Städte-Menü", das unseren Lesern auch als Anregung für den heimischen Festschmaus über die kommenden Feiertage dienen soll. Nachdem der indische Pater Roy von der italienischen Mission in Gevelsberg als Vortisch Mango- und Avocado-Chutney mit Nan broat und Riesengarnelen eher etwas exotisches empfiehlt, folgt nun der eher bodenständige, in die kalte Jahreszeit passende heiße Tipp von Propst Janousek. Der katholische Priester plädiert für Grünkohl mit Mettenden und Salzkartoffeln auf den Tisch

Fachlicher Beistand fürs KochenIn

Fragen des guten Essens macht Heinz Ditmar Janousek so schnell niemand etwas vor. Wenn es allerdings um die Zubereitung von leckeren Menüs geht, bedient sich der frischgebackene Pensionär gerne externer Fachkompetenz. Für unsere Leser hat sich der Prälat vertrauensvoll an Anja Amonat gewandt. Die gelernte Diätassistentin leitet den hauswirtschaftlichen Bereich im Seniorenstift St. Marien, zu dem natürlich auch die Küche gehört und zeichnet täglich für 120 Mahlzeichen verantwortlich. Nicht nur die Bewohner des Altenheims, sondern auch die Gäste der Tagespflege und des offenen Mittagstisches wissen die Kochkünste der Kölnerin zu schätzen. „Sie kocht gut", weiß Pfarrer Janousek aus eigener Erfahrung. Denn seitdem der Priester vor drei Monaten das Pfarrhaus am Marienweg geräumt hat, wohnt er in einer der drei Wohnungen ganz zuoberst des Marienstifts. „Ich esse überhaupt gerne und weiß gutes Essen zu schätzen, was man mir auch ansieht", outet sich Pfarrer Heinz Ditmar Janousek mit einem Schmunzeln selbst. Dabei weiß er sowohl die mediterrane, als auch die rustikale Küche zu schätzen. „Grünkohl ist sein Lieblingsgericht", pflichtet Ilona Blauw bei. Die letzten fünf Jahre hat die Frau mit namibischen Wurzeln den heute 68-Jährigen als Haushälterin umsorgt. „Eine Frau im Haus gibt einem Haus immer eine wohnlichere Atmosphäre", spricht Pfarrer Janousek aus Erfahrung. Außerdem koste Kochen Zeit und die habe er lieber der Gemeinde gewidmet.

Begnadeter Tortellini-Koch

Die eigenen Erfahrungen als Hobby-Koch liegen für den Priester schon etliche Jahrzehnte zurück. Damals sei er als Begleiter mit einer Jugendfreizeit in Südfrankreich unterwegs gewesen. „Wir waren in Taizé und da gab es ganz schreckliches Essen. Auf einem Rastplatz haben wir erst mal Halt gemacht und ich habe Tortellini gekocht. Von diesen Tortellini schwärmen die Teilnehmer heute noch -- wahrscheinlich, weil sie riesigen Kohldampf hatten und nicht, weil sie so gut waren", scherzt Heinz Ditmar Janousek.Pfarrer Janousek hat für dieses Jahr übrigens bereits seinen Grünkohl mehr als auf. Bei seiner Verabschiedung von der Gemeinde im Kolpinghaus gab es Grünkohl und beim  traditionellen Treffen zu Nikolaus mit seinem Amtsbrüdern im Marienstift Anfang Dezember stand ebenfalls Grünkohl auf den Tisch. Apropos Essen: für unbeabsichtigte Heiterkeit sorgte Matthias Wittwer in seiner Dankesrede zur Verabschiedung in der Marienkirche. Nach den fetten Jahren, kämen nun die mageren Jahre, habe das Kirchenvorstandsmitglied gesagt. „Alles in der Kirche lachte und Herr Wittwer hat zunächst gar nicht verstanden, warum gelacht worden ist. Es wahr unabsichtlich komisch", so ein zu Scherzen aufgelegte katholischer Geistliche im Gespräch mit unserer Zeitung, der auch schon mal übers sich selbst lachen kann.

 

Für königliche Besuchstour gerüstet

10.12.2013 |  Schwelm

Kostüm- und Liederprobe bei den Sternsingern St. Marien. (Foto: Christian Werth Schwelm.)

Die edlen Gewänder und prunkvollen Kronen glänzten ebenso wie die Kinderaugen. Rund 30 Kinder schlüpften im Jugendheim St. Marien schon einmal probeweise in die Rolle der Heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar.

;Mit Feuereifer kostümierten sich die diesjährigen Sternsinger entsprechend königlich. Außerdem studierten sie mit Gitarren-Begleitung von Markus Pabst die Lieder „Stern über Bethlehem" und „Weihnachtsstern" ein.

Die 30 kleinen Könige bereiteten sich so auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe am ersten Wochenende des Jahres vor. Denn am 3. bis 5. Januar werden die Sternsinger in mehreren, drei bis fünf Kinder umfassenden Gruppen durch Schwelm ziehen und in der Innenstadt Spendengelder sammeln. Geschäfte, Kindergärten und Altenheime erhalten dann königlichen Besuch.

Gesammelt wird für Flüchtlingslager in aller Welt. Um sich darauf einzustimmen und den Nutzen der Aktion zu erfahren, sahen die Kinder während der Probe einen Film über Flüchtlingskinder im ostafrikanischen Malawi. „Die Kinder sollen sehen, wo die Spenden hingehen. Schließlich ist es eine Aktion von Kinder für Kinder", erklärt Sternsinger-Leiterin Petra Pabst von der katholischen Kirchengemeinde.

Begleitet wird sie bei ihrem langjährigen Projekt von zahlreichen Eltern, die Probetag und Sammelaktion tatkräftig unterstützen. An dem Sternsinger-Projekt beteiligen sich sowohl kath. als auch evangelische Kinder. Christian Werth Für königliche Besuchstour gerüstet

 

Elisabeth Völkel singt seit 50 Jahrent in St. Cäcilia

Kirchenchor zeichnet im Rahmen des Stiftungsfestes treue Mitglieder aus. Neue Stimmen gesucht

Schwelm. Der Kirchenchor St. Cäcilia feierte in der Vorabendmesse zum ersten Advent sein Stiftungsfest im Seniorenstift St. Marien.  Die Feier begann mit einem festlichen Gottesdienst in der Hauskapelle, welchen der Chor mit Werken von Bach, Mozart und Hammerschmidt musikalisch gestaltete. Im Anschluss traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein in der Begegnungsstätte des Hauses.

Im Laufe des Abends wurden auch langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Chor geehrt: Elisabeth Völkel für 50 Jahre, Angelika Walbersdorf für 40 Jahre, Britta Schlingel für 25 Jahre und Christian Zahn für zehn Jahre Mitgliedschaft. Die Ehrungen nahm der Diözesanvorsitzender des Cäcilienverbandes, Klaus Kottenberg, vor.

Um auch in Zukunft stimmgewaltig auftreten zu können, sucht der Kirchenchor Frauen und Männer, die Spaß am Singen haben. Der Chor probt regelmäßig dienstags von 20 bis 21.30 Uhr im Pfarrsaal von St. Marien und freut sich über neue Gesichter.

 

Großartige Persönlichkeit" zu Gast in Schwelm

Chilenischen Erzbischof Fernando Chomali Garib als Botschafter für Adveniat willkommen geheißen

Schwelm. Hoher Besuch für die katholische Propsteigemeinde St. Marien. Der chilenische Erzbischof Femando Chomali Garib präsentierte in Schwelm die Kirche von ihrer weltoffenen Seite. Nach Mitgestaltung der Heiligen Messe zeigte sich der Geistliche aus Concepcion besonders volksnah und aß mit einigen Gemeindemitgliedern im Pfarrsaal St. Marien zu Abend.

Ein Abend der Begegnung.

Der 56 Jährige stellte sich dabei den Fragen der rund 20 Katholiken, die die besondere Möglichkeit des katholisch-kulturellen Austausches nutzten und bei einer familiären Zusammenkunft Wissenswertes über das Land Chile, seine Einwohner und Kultur erfuhren. Darüber hinaus erzählte der vielseitige Erzbischof von seinem Leben, dass er sehr viel reise und von Beruf Ingenieur sei.

Im Gegenzug bildete sich der Geistliche über die deutsche Kultur und auch die Schwelmer Gemeinde weiter. Kommuniziert wurde auf Englisch oder aber auch mit Hilfe von Übersetzerin Monika Lauer-Perez, die auch die Predigt vom Spanischen ins Deutsche übersetzte.

Hintergrund Chomalis Kommen ist das Spendenprojekt „Adveniat", für das der Geistliche Botschafter ist und zwei Wochen lang quer durch Deutschland zu diversen Anlässen wie kirchlichen Festen oder auch Schulbesuchen reist.

Für diese Organisation sammeln die katholischen Gemeinden traditionell in den Weih-nachtsgottesdiensten, wobei die einem anderen Land in Lateinamerika zu Gute kommen. Da die hiesige St. Marien Gemeinde besonders spenden freudig ist, kommt Schwelm regelmäßig in den Genuss hohen Besuchs von Übersee. Chomali bedankte sich in der vorangegangenen Messe vor rund 60 Besuchern für das hohe Spendenaufkommen und erklärte, welchen Menschen der finanzielle Segen zu Gute kommt.

Für Kinder und Jugendliche

Entsprechend des diesjährigen „Adveniat"-Mottos „Hunger nach Bildung" richten sich die Hilfsaktionen überwiegend an die Unterstützung von Kindern und Jugendliche. In Chile seien besonders viele Jugendliche perspektivlos, weil sie vielfach aus armen Familien stammen und sich keine Bildung leiste könnten, führte Chomali aus.

Um dem entgegenzuwirken, würden die Spendengelder in kircheneigen Schulen und Universitäten fließen. Außerdem würde man Rassismus bekämpfen und benach-teiligte Gruppen wie die Eingeborenen „Indigene" unterstützen.

„Das neoliberale System des Landes hat die Menschen egoistisch und unsolidarisch gemacht. Wir müssen wieder lernen zu teilen statt zu wetteifern", mahnte der erfri-schend zugängliche Erzbischof, dessen eigene Diözese zu den ärmsten Regionen des Landes gehört.

Auch für Probst Heinz Ditmar Janousek, für den es selbst die vorletzte Messe als Propst gewesen ist, war die Begegnung mit Chomali eine besondere Begegnung. „Er ist eine großartige Persönlichkeit. Das war heute ein Erlebnis der Weltkirche", lobte Janousek.

 
Kein Propst war so lange in Schwelm

Schwelm.
Ein auf Wiedersehen das zu Tränen rührt – und doch ist es kein endgültiger Abschied. Sonntag war nicht nur der Christkönigssonntag und der letzte Tag im Kirchenjahr, sondern gleichzeitig auch der Abschiedstag des langjährigen Propstes Heinz Ditmar Janousek der Gemeinde St. Marien 

Fast 23 Jahre hat Propst Janousek in St. Marien gepredigt, gearbeitet und gewirkt und war für die Katholiken im ganzen Südkreis zuständig. Doch nun geht er in den wohl verdienten Ruhestand.

„Janousek hat mit seiner Amtszeit in Schwelm Geschichte geschrieben“, sagte der 1. Vorsitzende des Gemeinderats, Heinz Georg Thier, in seiner Ansprache nach einem fulminanten Festgottesdienst anlässlich des Christkönigssonntags. „Er hat seit der Neugründung nach der Reformation 1682 die längste Amtszeit hier in St. Marien innegehabt.“

Aber Janouseks Geschichte zeichnet sich nicht nur durch die längste Amtszeit in der Schwelmer Gemeinde aus. Vielmehr erinnern sich die Leute gern an die Dinge, die er getan und wie er sie umgesetzt hat.Tränen in den Augen„Als Janousek 1991 hier begann, habe ich mich zuerst gefragt, ob er strafversetzt worden ist oder ob er freiwillig hierher kam“, erinnert sich der Stellvertreter des Kirchenvorstands, Matthias Witwer. „Unsere Gemeinde war damals sehr schwierig. Heute weiß ich: Er liebt Herausforderungen.“

 Diesen Herausforderungen hat sich der heute fast 70-jährige Propst regelmäßig gestellt. Gemeinsam mit dem Namen Heinz Ditmar Janousek erinnern sich die Gemeindemitglieder an die bewegten Zeiten des Marienhospitals, den Abschied von Heilig Geist, die Sanierung der Glockenaufhängung und ganz besonders die Entstehung der Großpfarrei. Die Gemeinde hat den Propst als einen Mann mit Humor, Witz, Geselligkeit, als guten Zuhörer, als Glaubensvermittler und als Freund kennengelernt. Für die Kleinen aus dem Kindergarten St. Marien war Janousek immer ein gern gesehener Gast und so war es für den scheidenden Propst ein ganz besonderes Geschenk, dass sie ihm zwei Abschiedslieder sangen. Nach dem ersten Lied wischten sich ein paar Besucher aus den Reihen eine Träne aus dem Augenwinkel.Gemeindeschiff sicher gesteuert

Die Leiterin des Kindergartens, Nicole Wegner, erinnerte sich gern an eine Situation als Janousek auf den Spielplatz kam: „Die Kinder kamen zu mir und riefen: Wir haben Besuch von Gott!“ Oft sei er spontan im Kindergarten vorbeigegangen und nicht nur er habe die Kinder, sondern sie auch ihn ins Herz geschlossen.

So sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel zu Recht: „Ein größeres Geschenk als die Zuneigung der Kinder kann Ihnen an diesem Tag keiner mehr machen.“ Aber nicht nur die Zuneigung der Kinder war Janousek in all den Jahren gewiss. Durch seine Arbeit als Seelsorger, als päpstlicher Ehrenkaplan, Kreisdechant und als Propst haben ihn auch die Gemeindemitglieder zu schätzen gelernt.

„Auch wenn wir mit dem Gemeindeschiff auf stürmischer See und bei Gegenwind gefahren sind, hat unser wachsamer Kapitän uns immer sicher um die Klippen gesteuert“, sagte Thier.

Der Schwelmer Bürgermeister Jochen Stobbe sprach in seiner Rede auch im Namen der Ennepetaler und Gevelsberger Stadtoberhäupter: „Wir haben Sie immer als fairen und engagierten Partner erlebt, der durch seine Ruhe und Zuverlässigkeit vom ersten Tag an unser Vertrauen geweckt hat.“

Auch wenn Janousek nun in den Ruhestand geht, wird er vorerst noch als Priester in besonderen Diensten ehrenamtlich in der Gemeinde St. Marien weiterarbeiten. Die Tätigkeit in der Seelsorge wird weiterhin in Janouseks Hand bleiben und auch bei der Scholar und dem Kolpingchor wird er weiter dabei bleiben.

Janousek zieht nun ins Marienstift am Oberloh und, so sagte Stobbe: „Er ist immer erreichbar, und so schnell lassen wir ihn nicht los.“ „Die Gemeinde war dein Leben“, sagte Thier, „und sie bleibt es, nur anders.“

Der neue Propst, Norbert Dudek, nimmt seine Arbeit am 1. Januar 2014 auf.

 
Marionettentheater weist den richtigen Weg

Schwelm.  von Janice Holtz

Eine große Menschenmenge kommt am Freitagabend aus der katholischen Kirche St. Marien und fast alle schlagen den gleichen Weg ein, als hätten sie sich abgesprochen.   -  

Sie haben sich abgesprochen, denn es ist die „Nacht der offenen Kirche“. Sechs Gemeinden in Schwelm haben sich für diesen Abend zusammengeschlossen, um ihre Gemeinschaften einander vorzustellen und gemeinsam zu beten.

Unter verschiedenen Schwerpunkten hat jede Gemeinde etwas Besonderes für die anderen organisiert. 140 Gäste rücken näher zusammen„In unserer Gemeinde haben wir die Einrichtung der katholischen Kirche vorgestellt“, sagt Probst Janousek. Dazu gehören das Zeichen des Kreuzes, der Altar und das Tabernakel mit der Eucharistie.„In dem zylindrischen Tabernakel wird die Eucharistie aufbewahrt. Damit ist Gott immer gegenwärtig in unserer Kirche“, erklärt Probst Janousek über einen Lautsprecher in der Marienkirche, bevor ein passender Bibelvers zu dem Tabernakel und der Eucharistie verlesen wird.

Von dort aus, schlägt die Menschenmenge den Weg in die Markgrafenstraße zur City Church ein. Auf dem Weg schließen sich wieder ein paar weitere Teilnehmer der Kirchennacht an. Den Weg von der Straße in die City Church weisen ein paar Teelichter auf dem Boden.In dem großen Saal müssen die rund 140 Gäste etwas näher zusammenrücken und nicht alle finden einen Sitzplatz. Die Mitarbeiter der City Church haben für die Gäste ein Marionettentheaterstück eingeprobt. Darin geht es um den faulen Sklaven Onesimus, der seinen Herrn bestohlen hat und fortgelaufen ist, um frei zu sein. Über viele Umwege trifft er auf Paulus, dem er nach einer Weile seine ganze Geschichte beichtet. „Vielleicht kann Jesus dir einen Teil der Last von den Schultern nehmen“, rät Paulus dem Sklaven und dieser erzählt Jesus seine ganze Geschichte. Trotzdem sieht er am Ende auch ein, dass er zu seinem Herrn zurück und sich entschuldigen muss.

„Ich freue mich über die gelebte Allianz in den unterschiedlichen Gemeinden, wie man sie auch in unserem Marionettentheaterstück erleben konnte“, sagt ein Mitarbeiter der City Church, bevor alle Besucher zum nächsten Punkt des Weges laufen: Der Freien evangelischen Gemeinde in der Kaiserstraße. Dort gibt es einen kleinen Imbiss.

„Jedes Jahr ist jemand anderes an der Reihe etwas zu essen oder einen besonderen Programmpunkt vorzubereiten“, sagt Heike Dürhold von der evangelischen freikirchlichen Gemeinde am Westfalendamm.„In den vergangenen Jahren habe ich die Kirchennacht immer mitorganisiert und weil alle erzählt haben, wie toll es ist, wollte ich dieses Mal gerne mitgehen“, sagt Dürhold, die es ganz besonders toll findet, dass die Wegstationen nicht aufeinander aufbauen und es so jedem frei überlassen bleibt, wie weit er den Weg mitgeht.Nach einer kleinen Stärkung geht es zum Westfalendamm, wo ein neu zusammengesetzter Gospelchor auf die Besucher wartet, der an diesem Abend Premiere hat. „Wir haben in der Zeitung und sogar bei Facebook zu einem Gospelchor aufgerufen“, sagt Dürhold, „Jeder, der Lust hatte, konnte sich dem Chor anschließen.“ So hat der Chor an diesem Abend die neu einstudierten Gospellieder vorgetragen und auch dieser Chor unterstreicht die gelebte Allianz der Gemeinden.Die vorletzte Anlaufstelle war die Christliche Gemeinde Bergstraße unter dem Motto „Wegen Umbau geöffnet“, bevor die, die den ganzen Weg durchgehalten haben, sich für ein Taizégebet in der Christuskirche versammelt haben, um die offene Nacht der Kirchen gemeinsam und mit Gott abzuschließen.

 

Gemeinde St. Marien trauert

Hans-Jürgen Hartje 69-jährig verstorben

Schwelm,  Die Propsteigemeinde St. Marien trauert um ihren langjährigen Küster Hans Jürgen Hartje, der im Alter von 69 Jahren verstorben ist. Am Donnerstagmorgen wurde er auf dem Friedhof Oehde beigesetzt.

Über 20 Jahre hat er den Küsterdienst in der Marienkirche versehen, sie war „seine" Kirche, er kannte jeden Winkel und konnte zu jedem Kunstwerk der Kirche eine Erklärung geben. Er hat sich weit über seine berufliche Verpflichtung in der katholischen Gemeinde engagiert: er war Kommunionhelfer im Gottesdienst und lange Jahre Vorsitzender der Kolpingsfamilie, war bis zu seinem Tod Mitglied des Gemeinderates und dort Vorsitzender des Festausschusses und hat bis zu seiner Erkrankung hauptverantwortlich die Pfarr- und Gemeindefeste ' organisiert.

Die „Rentnerband", Männer, die sich mit viel Engagement an vielen Stellen der Gemeinde einsetzen, hat er mit initiiert und organisiert. Die Gestaltung der „neuen" Krippe der Marienkirche geht weitgehend auf seine Ideen zurück, die er dann mit der Rentnerband in die Tat umsetzte. Wenn etwas unklar war, hieß es fast immer: Hans-Jürgen fragen. Das al-les geschah aus seiner tiefen Glaubensüberzeugung Lebensüberzeugung heraus und aus seiner großen Liebe zur Kirche und zu unserer Gemeinde.

„Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie, die von seinem frühen Tod betroffen ist. Wir werden Hans-Jürgen Hartje ein ehrendes Gedenken bewahren", schreiben Prälat Heinz Ditmar Janousek und Heinz-Georg Thier, Vorsitzender des Gemeinderates, in einem Nachruf.

 
In 15 Jahren Leid und Freud erlebt

 

 

Klinikgeschäftsführer Dr. Marc Baenkler (l.) wünscht Diakon Michael Nieder alles Gute für seine neue Aufgabe als Leiter der kath. Gemeinde Herz Jesu in Ennepetal.Foto: privat

Schwelm.
Da musste er erst einmal nachrechnen: Auf Anhieb konnte  Michael Nieder, Diakon der katholischen Kirchengemeinde St.  Marien, gar nicht sagen, wie viele Jahre er als  Krankenhausseelsorger im heutigen Helios-Klinikum Schwelm  gearbeitet hatte. 15 Jahre waren es schließlich, „15 Jahre, in  denen ich viel erlebt habe und auf die ich gerne zurückblicke“,  betont der 57-Jährige

Neue Zeit in Ennepetal.

Nun brechen für ihn neue Zeiten an: Michael Nieder übernimmt als sogenannter „Diakon mit Koordinierungsaufgaben“ die  Leitung der Gemeinde Herz Jesu in Ennepetal und wird dort mit  einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent tätig sein. „Wir  wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft, aber wir werden Sie  auch vermissen“, betonte Klinikgeschäftsführer Dr. med. Marc  Baenkler bei der Verabschiedung. Es waren vor allem die  Menschen - Patienten, Besucher und Mitarbeiter -, die für  Michael Nieder seine Arbeit in der Krankenhausseelsorge  ausmachten. „Es gab unzählige gute Gespräche, die einem auch persönlich viel geben“, so der Diakon. Ein Gespräch ist   hm ganz besonders in Erinnerung geblieben: „Als ich vor  Jahren einmal zu einem Patienten kam, freute der sich ganz  besonders, mich zu sehen. Hinterher stellte sich heraus, dass  er auf den Elektriker wartete und mich für diesen hielt. Wir  haben uns aber dennoch sehr gut unterhalten“, schmunzelt
Michael Nieder im Rückblick.

Er hat auch das Klinikum in seiner  Entwicklung begleitet: „Als ich hier angefangen habe, war dies  ein grauer Klotz mit einem grauenvollen Teppich in der  Eingangshalle. Es gab zum Beispiel auch keinen  Abschiedsraum für trauernde Angehörige. Heute ist dies alles  zum Glück ganz anders“, erzählt Michael Nieder weiter.Für ihn  steht nun noch eine Reise ins Bistum Hongkong an, dem  Partnerbistum des Bistums Essen, zu dem auch die hiesigen  Gemeinden gehören. Am 1. Dezember 2013 wird sich Michael  Nieder dann seinen neuen Aufgaben widmen. Seine Stelle soll  nachbesetzt werden. Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden  die Patienten weiter - wie bisher auch - von der  Gemeindereferentin Barbara Palm-Scheidgen (katholisch) und  Pfarrerin Anne Braun-Schmitt (evangelisch) betreut.

 
Kerzen sind für immer gelöscht
Von Bastian Haumann

Schwelm. - Der kleinen Kapelle des Marienhospitals ist ihre Geschichte auf dem  ersten Blick nicht anzusehen. Doch seit Samstag gehört sie dazu: zur Geschichte
Seit 120 Jahren fanden hier Gottesdienste statt. „Doch nun soll sie durch das Dekret  des Bischofs von Essen profaniert werden – sie ist kein heiliger Ort mehr“, begrüßte  Heinz Ditmar Janousek, Propst von St. Marien, die Besucher des  Wortgottesdienstes. 

„In dieser Kapelle haben viele Kranke und ihre Angehörigen  Trost gesucht und Kraft gefunden, ihr Schicksal zu tragen“, erzählte Janousek den  Besuchern, die zahlreich erschienen sind. Sitzplätze reichten nicht aus .die Plätze
reichten nicht, viele mussten sich mit einem Stehplatz im Eingangsbereich begnügen.  Eine alte Dame flüstert leise: „Das hier war mein zweites Zuhause, 20 Jahre habe ich  hier ehrenamtlich gearbeitet.“

Der Mann neben ihr drückt ihr kurz die Hand. Die  Dame stellt sich später als Anneliese Prange vor, der gute Geist des Marienhospitals.  An der Kapelle hängen viele ihrer Erinnerungen. „Mein Sohn wurde hier getauft“,  erzählte sie. Dass es sie nun nicht mehr geben werde, sei ein komisches Gefühl. An  jedem Freitag (außer wenn sie krank oder im Urlaub war), fast 20 Jahren lang, hat  Anneliese Prange die katholischen Patienten des Marienhospitals besucht,
nachfragt, ob sie am Samstag zum Gottesdienst in die Krankenhauskapelle möchten,  ob sie die Hl. Kommunion im Zimmer empfangen möchten oder ob sie die Hl. Messe  am Fernseher verfolgen möchten.

In guter, wohl auch melancholischer Erinnerung  werden auch viele ehemaligen Messdiener die Kapelle behalten. Propst Janousek:  „Viele Männer erzählen mit leuchtenden Augen davon, wie sie als Jugendliche in den  Jahren nach dem 2. Weltkrieg hier in der Kapelle, morgens in alle Früh, als  Messdiener dienen durften und nachher mit den Ordensschwestern ein gutes  Frühstück bekamen. “

Die Einrichtung der Kapelle, wie Tabernakel, Altar oder  Marienstatue, werden eine neue Heimat finden, einiges verbleibt in Schwelm. Der  Kirchenvorstand werde entscheiden. „Und nun hat die Geschichte dieses Hauses  und die Kapelle, die auch eine Glaubensgeschichte und eine Geschichte christlicher  Nächstenliebe war, ein Ende“, schloss Heinz Ditmar Janousek, mit einem  gemeinsamen Gebet.

„Es tut richtig weh“Der Wortgottesdienst endet schließlich in  Stille, während der Propst die zwei brennenden Kerzen löschte. Beim Gehen sagte  eine Frau etwas zu Anneliese Prange: „Man kann es sich gar nicht vorstellen – es tut  richtig weg!“

 
Gräbersegnung auf dem Friedhof

Mit einer Friedhofsandacht in der Trauerhalle auf der Oehde gedachten die Katholische Gläubigen gestern Nachmittag ihrer Angehörigen.

Die Schola Cantorum sorgte für die musikalischen Gestaltung der Feier.

Im Anschluss an das Totengedenken segneten Propst HD. Janousek und Kappann Ogrodowczyk die mit zahlreichen Lichtern geschmückten
Gräber

   

 

 
 
 
Heute Abend Chorkonzert in St. Marien

FOTO: BERND RICHTER

Mit Verspätung kamen gestern Abend die Gäste aus Schwelurs Partnerstadt Fourqueux in der Kreisstadt an. Um 8.30 Uhr waren sie morgens mit dem Bus in Richtung  Schwelmaufgebrochen - und prompt in den Feierabendstaus gelandet. Die  Schwelmer Freunde bereiteten den 26 Chormitgliedern einen herzlichen Empfang.

Im Verlauf des heutigen Samstags werden die offiziellen Gäste des  Choraustausches, wie der Bürgermeister, in der Kreisstadt ankommen. Heute Abend  um 18 Uhr wird der Chor Saint-German-en-Laye gemeinsam mit der Schola  Cantorum die Vorabendmesse in der Marienkirche gestal ten und anschließend  ein kleines Konzert geben. Der Eintritt ist frei.
 
Auf einem guten Weg zu einer großen Gemeinde

Mitglieder aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal kamen zum ersten Herbstfest von St. Marien im Kolpinghaus zusammen
Von Janice Holtz

Schwelm. Gemeinsam eine Gemeinde sein - die Propstei bestehend aus den Pfarrereien St.Marien aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal sind schon seit einigen Jahren eine  Gemeinschaft und um das zu vertiefen, haben die Gemeinden am Samstagabend ihr erstes .  gemeinsames Herbstfest gefeiert.
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Es gebe kaum einen besseren Weg, als sich durch gemeinsames Essen und Feiern näherzukommen und besser kennenzulernen, so der Tenor der Gäste: „Bisher haben wir nur auf religiösem Gebiet zusammengearbeitet“ sagt der 1. Vorsitzende des. Gemeinderates Schwelm, Hans Georg Thier. Gemeinsam haben sie ihre Gemeinden und Kirchen besichtigt oder ein Maifest gefeiert. „Jetzt wollen wir diesen gemütlichen Rahmen nutzen, damit unsere Gemeinden sich auch  privat näher kommen", sagt der Vorsitzende.

Zu dieser privaten Zusammenführung waren  ungefähr 190 Leute ins Kolpinghaus gekommen. Auch die italienische Mission aus Gevelsberg und die kroatische Gemeinde aus Ennepetal waren zu diesem gemeinsamen  Fest nach Schwelm angereist.
„Fünf Gemeinden und sieben Nationalitäten haben sich heute in diesem Raum versammelt -Italiener, Kroaten, Voerder, Milsper, Engelbertianer, Frauen und Schwelmer“ begrüßte Thier  alle Gäste mit einem Lachen. „Viele haben die Grenzen ihres eigenen Kirchenturmsschatten  verlassen, um hierhin zu kommen.
Aus diesem Anlass hatten die 1. Vorsitzenden der jeweiligen Gemeinderäte der Gemeinden  Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal ein unterhaltsames Programm ausgedacht, an dem  alle Gemeinden ihren Anteil hatten.
Als erstes erfüllte eine Kindertanzgruppe der italienischen Mission mit ihrer fröhlichen Musik  und fantasievollen Tanzschritten das Kolpinghaus, bevor die ältere Generation mit ihren  traditionellen italienischen Trachten einen Folkloretanz auf der Bühne zum Besten gab.

Propst Janousek war begeistert

Im weiteren Programm warteten Sketche, ein Strumpfhosentanz und noch weitere  unterhaltsame Überraschungen auf die große Gemeinde. Auch Probst Heinz Ditmar  Janousek war begeistert von dem Abend: „Es ist wirklich voll und die Leute sind bunt  zusammengewürfelt. So haben wir es uns vorgestellt."

 
Dankeschön für viele Helfer

Tag des Ehrenamts in der Mariengemeinde. Kaffee und Kuchen für Helfer
Von Janice Holtz

Schwelm. Die 72-Stundenaktion der Pfadfinder, das Frauenfrühstück der  Frauengemeinschaft oder die Gesangseinlagen des Kirchenchores während der  Messen - die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Propsteigemeinde St. Marien sind  schon seit langer Zeit ein wichtiger und fester Bestandteil in Schwelm
Aus diesem Grund hatte der Gemeinderat St. Marien allen Mitarbeitern, die ihre  Freizeit in Verbänden, Vereinen oder Gruppen der Gemeinde widmen, „Danke"  gesagt. Bei einem gemütlichen Kaffee- und Kuchennachmittag im Saal des  Kolpinghauses bestand viel Zeit für Gespräche und Danksagungen.


110 Ehrenamtliche feierten mit
Wie der Vorsitzende des Gemeinderates Heinz Georg Thier bei der Begrüßung  sagte: „Wie eine Maschine, in der kleine und große Räder ineinander greifen, damit  die Maschine läuft, funktioniert auch unsere Gemeinde."
Und die Räder der Gemeinde sind vielzählig. Ob Botendienste für die Gemeindezeitung, die Senioren- oder Familienkreise oder die „Rentnerband", die die Kirche und  alles rundherum in Stand halten; alle sind ein Teil des Ganzen. „Ohne den Dienst der  Ehrenamtlichen, gäbe es viele Lücken und Einiges würde nicht funktionieren", so  Thier und darum ist auch er bestrebt, sich zu bedanken.
Rund 110 Leute aus den unterschiedlichsten Bereichen in St. Marien kamen an  diesem Nachmittag zusammen. Und auf sie wartete ein ganz besonderer Pro grammpunkt. Der Zauberer und Magier Marc Weide aus Ennepetal hatte den  Unterhaltungspart für den späteren Nachmittag übernommen und nicht nur seine Karten und Hüte, sondern auch das Publikum verzaubert.
„Wir sind auf Marc Weide auf merksam geworden, weil er gute Kritiken bekommen  hat und die Show unser Danke an die treuen Seelen der Gemeinde ist", sagte der  Vorsitzende des Gemeinderates, „Denn natürlich sollen die Ehrenamtlichen auch  dazu motiviert werden, weiterzumachen und sehen, dass ihre Arbeit geschätzt wird."
Guido Korfmann ist einer der Ehrenamtlichen und setzt sich engagiert bei den  Pfadfindern ein: „Viele Gemeinden beneiden uns, weil wir einen so großen Kreis an  ehrenamtlichen Mitarbeitern haben", so Korfmann, der selbst immer wieder erstaunt  ist, wie viele freiwillige Gemeindemitglieder sich in St. Marien für Veranstaltungen,  Treffen und Kreise einsetzen.
„Ohne den Dienst der Ehrenamtlichen gäbe es viele Lücken und Einiges würde nicht funktionieren." Heinz Georg Thier Vorsitzender des Gemeinderates St. Marien
Und damit das Schiff „Gemeinde" weiter auf Kurs gehalten wird und  Kindergottesdienste, das Kaffeetrinken nach den Messen oder das Aufstellen von  Tannenbäumen auch weiterhin in der Gemeinde reibungslos funktionieren, hat der  Dankesnachmittag im Kolpinghaus mit Sicherheit ein großes Stück dazu beigetrage
n.
 
Katholisches Personalkarussell nimmt heftig Fahrt auf


Pastor Peter Herberhold (links) gibt die Gemeindeleitung an Diakon Michael Nieder ab.
Marcus Steiner  verlässt Ennepetal  02.10.2013  von Stefan Scherer 

Das Personalkarussell in der Propsteigemeinde Schwelm nimmt bald heftig Fahrt  auf. Konsequenzen hat dies von der Propststelle bis hinunter in die einzelnen Kirchengemeinden der Städte Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal mit ihren 18.500  katholischen Christen.
Der 30. November wird der letzte Arbeitstag von Heinz-Ditmar Janousek als Propst sein.  Zum 1. Dezember wird Pastor Peter Herberhold sein Amt so lange übernehmen, bis Norbert  Dudek am 12. Januar 2014 die Stelle als Propst antritt. Herberhold selbst wird jedoch in  Ennepetal aus persönlichen Gründen kürzer treten. Dies verkündete der Geistliche am
Sonntag in den Gottesdiensten. „Ich werde ausschließlich Got tesdienste halten und die  Leitung der Gemeinde Herz Jesu abgeben.
Die fällt dann als halbe Stelle in die Hände von Diakon Michael Nieder. Die andere Hälfte  seiner Stelle wird er weiterhin als Beauftragter des Bischofs von Essen für ständiges Diakonat ausfüllen. Damit endet für Nieder auch die Zeit als Krankenhausseelsorger. „Diese Stelle wird neu ausgeschrieben", sagt Propst Janousek. Hierfür wird ein Gemeindereferent mit Spezialausbildung gesucht, der die Hälfte seiner  Arbeitszeit im Helios-Klinikum und die Hälfte in der Klinik Königsfeld verbringt.
Während Peter Herberhold im Ennepetaler Pfarrhaus von Herz Jesu wohnen bleibt, wird in  Pfarrhaus St. Johann Baptist in Voerde bald eine Wohnung frei. Denn Gemeindereferent  Marcus Steiner wird nach zehn Jahren am 17. November verabschiedet und tritt eine Stelle als Gemeindeleiter in Bochum an. Auch diese Stelle wird neu ausge schrieben. Der oder die  Neue soll sich zu 50 Prozent Ennepetal und zu 50 Prozent Gevelsberg widmen, wo diese  Stelle bereits seit Langem vakant ist. „Das Pfarrhaus inklusive Bücherei wird weiter genutzt  werden", sagt Janousek, der die Rotation so begründet: „Unsere Propstei trifft nun eine  Personalsituation, die anderer seit Jahren haben. Es wird enger
."

 
„Schöpfung“ großartig interpretiert

01.10.2013
Schwelm von Sabine Horstmann

Bei wunderbarem Wetter füllte sich die Kirche St. Marien in Schwelm mit Zuhörern, die sich  auf die Aufführung von Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ freuten. Sie wurden nicht  enttäuscht: Regionalkantor Ulrich Isfort gelang mit den drei Solisten, dem Kourion-Orchester  Münster und seiner „Schola Cantorum“ zu deren 25-jährigen Bestehen eine herausragende  Aufführung.
Haydns farbenreiche Komposition über die Erschaffung der Welt faszinierte die Hörer vom  Beginn an. Das Orchester meisterte die Tonmalerei der „Erschaffung der Welt“ aus dem  Chaos dynamisch und nuancenreich. Die Streicher spielten vom gehauchten Piano bis zu  rasanten Läufen einheitlich, lebendig und akzentreich. Die Entstehung des „Lichts“, der  Sonnenaufgang, die Szene mit der Erschaffung der Tiere, die in schneller Folge Klang- und  Farbwechsel verlangten, setzte das Orchester präzise und klangschön um. Hervorzuheben  sind auch die Soli der Querflöten, Oboen und Klarinetten, sowie Fagotte.

Ulrich Isfort führte  als Dirigent sicher durch das anspruchsvolle Werk. Meditativ, kraftvoll oder strahlend und  glanzvoll: Unter seiner Führung bekommt die reiche Tonmalerei der Haydnschen  Komposition klangvolle Farbenpracht.Die Schola Cantorum sang engagiert, präzise und mit  guter Diktion. Der Chor folgte dem enthusiastischen Dirigat ihres Leiters mit großer  Aufmerksamkeit und sang auch in den polyphonen Teilen ausgewogen und dynamisch  differenziert. Die Chorstücke waren somit als Lobpreis am Ende eines jeden  Schöpfungstages ein besonderer Höhepunkt.

Die Gesangssolisten mit Ja-Young Park  (Sopran), Thomas Iwe (Tenor) und Thomas Herberich (Bass) waren in der Dynamik gut  aufeinander abgestimmt und konnten auch als Terzett überzeugen.Die Sopranistin Ja-Young  Park bestach das Publikum mit ihrer schönen leichten Höhe, Thomas Iwe sang mit schöner  Tenorstimme sicher und klar, Thomas Herberich als Rapael und als Adam beeindruckte mit  seiner ausdrucksstarken, farbenreichen Stimme und Gestaltung. Langer Beifall als DankIm  Schlusschor ergänzte die Altistin Andrea Dannehl das Solistentrio. „Vollendet ist das große  Werk“! Das Publikum dankte mit langem und herzlichem Beifall und „Standing Ovations“ für  diese beglückende Aufführung, die damit ein besonderes Zeichen in der Kulturlandschaft der  Stadt Schwelm setzte. Die Zuhörer werden dieses Klangerlebnis nicht so schnell vergessen.

 
Der Hochgenuss zum silbernen Jubiläum der Schoa Cantorum.

Die Vorfreude ist groß, die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Endlich kann er kommen,  der lang ersehnte große Auftritt: Die beliebte Schola Cantorum St. Marien Schwelm feiert ihr  25-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum hat sich der Chor etwas Besonderes einfallen  lassen: das große Jubiläumskonzert steigt am Sonntag, 29. September um 17 Uhr in St.  Marien.

Doch bevor Joseph Haydns Werk „Die Schöpfung“ zu Gehör kommt, lohnt  sich auch ein Blick zurück auf die bewegte Geschichte der Schola. 50 starke Stimmen1988  gründete sich in St. Marien eine gregorianische Choralschola, um dem damaligen Kantor  einen 100-prozentigen Beschäftigungsumfang zu ermöglichen.

Nach anfänglichen  Schwierigkeiten probte man zunächst mit Frauenstimmen Gregorianik. Zögerlich kamen  wenige Männerstimmen dazu, sodass schließlich auch leichte mehrstimmige Sätze  gesungen werden konnten. In den ersten fünf Jahren gab es an der Marienkirche gleich drei  Kantorenwechsel: Johannes Herrig, Stephan Wahl und schließlich 1993 Kantor Ulrich Isfort.

Die musikalische Qualität des Chores nahm nun stetig zu. 1999 fusionierte der damalige  Jugendchor mit der Schola Cantorum. Heute singen fast 50 Mitglieder in dem Chor und  regelmäßig kommen neue Interessierte dazu. Das abwechslungsreiche Repertoire umfasst  die ganze Bandbreite der Kirchenmusik: Von der Gregorianik bis zur Klassik, über die  Romantik bis in die musikalische Moderne.
Und selbstverständlich kommt die Geselligkeit in  dieser Gemeinschaft nicht zu kurz; dafür sorgen Freizeitaktivitäten und  Probenwochenenden. Die Schola Cantorum suchte sich immer neue musikalische  Herausforderungen: Mozarts prachtvolle Orchestermessen für den Salzburger Dom, Haydns  „Große Hochämter“, darunter die Nicolaimesse, Nelsonmesse, Paukenmesse,  Theresienmesse, Mozarts Requiem und 2012 schließlich Johann Sebastian Bachs  bedeutende „Johannes-Passion“, alles kostbare Werke der Kirchenmusik, die zum  Weltkulturerbe gehören. Oratorium „Die Schöpfung“Die traditionellen großen Konzerte des  Chores gehören zum festen Bestandteil der Kulturlandschaft der Kreisstadt.

Die  Orchesterhochämter an Weihnachten füllen die Marienkirche oft bis zum letzten Platz. 2013  begeht der Chor sein 25-jähriges Jubiläum. Dafür hat Kantor Ulrich Isfort ein besonderes  Werk der Kirchenmusik ausgesucht: Das Oratorium „Die Schöpfung“ des Wiener Klassikers  Joseph Haydn (1732-1809) für Solisten, Chor, großes Orchester und Cembalo. Ein  musikalisches Highlight zum Jahr des Glaubens. Haydn machte in den 1790er Jahren zwei  Reisen nach England und erlebte dort die großartige Oratorientradition der bedeutenden  Werke Händels. Dort hörte er zum ersten Mal den „Messias“ mit 2.000 Sängern und war so  überwältigt, dass auch er – überzeugter Katholik - ein großes Werk der Kirchenmusik in  Deutsch komponieren wollte. Dieses Werk war 1799 so erfolgreich, dass es einen Siegeszug  durch ganz Europa machte. Haydn gelingt es auf faszinierende Weise mit Chor, Solisten und  Instrumenten, den Schöpfungsbericht aus dem Buch Genesis eindrucksvoll  nachzuzeichnen.Löwengebrüll, Wale, Meerungeheuer, zahlreiche Tiere und Naturereignisse  werden in diesem populären Werk dargestellt. In den Kompositions- und  Instrumentationstechniken war er schon damals seiner Zeit weit voraus. Die symphonische
Besetzung umfasst alle Instrumente des Orchesters.
Haydns großartige Musik ist ein  Hochgenuss für die Zuhörer. Die Schola Cantorum und ihr Dirigent Kantor Ulrich Isfort, der in  diesem Jahr 20 Jahre Kantor in Schwelm ist, freuen sich auf dieses besondere Konzert!

 
Seltene Treffen machen Appetit auf mehr

Schwelm
 
Beim Frauenfrühstück in St. Marien geht es auch mal um Fußball
 Schwelm. Samstagmorgen 9.30 Uhr: Was kommt einem da besser gelegen als ein gutes
Frühstück? Ein Frühstück mit Freundinnen und guten Bekannten.
Zweimal im Jahr veranstaltet die Frauengemeinschaft (KFD) in St. Marien ein so genanntes „Frauenfrühstück" und es treffen sich Frauen allen Alters aus der Gemeinde im Pfarrsaal zum gemeinsamen Frühstücken, Plaudern und Zusammen sitzen. „Überwiegend kommen Frauen, die auch in unseren Gruppen und Verbänden aktiv sind", weiß eine der Organisatorinnen Petra Pabst.

Geld fließt in die Lachsplatte

Doch wer denkt, bei diesem Frühstücksgeplauder werden alle Klischees bedient und die  Gespräche kreisen nur um die Kinder, die besten Rezepte und den neusten Staubsauger, der hat weit gefehlt.
„Unsere Treffen dienen zum allgemeinen Austausch - man kennt sich hier und natürlich  geht es auch um ganz normale Frauenthemen", verrät Pabst. Wenn man aber an einem  der vier voll besetzten Tische im Pfarrsaal sitzt, merkt man schnell, hier sind auch ganz andere Themen wichtig.
„Am Samstag gehe ich ins Stadion und gucke mir das Fußball spiel Schalke 04 gegen Bayern München an", erzählt eine weitere Organisatorin, Doris  Hens, ihrer Sitznachbarin Birgitt Leithold und verwickelt sie gleich in ein Gespräch, welche  der beiden Mannschaften wohl am meisten Tore schießen wird. Zwischendurch stehen  ein paar Frauen immer mal wieder von ihren Plätzen auf und streifen an dem reichhaltigen  Frühstücksbuffet vorbei.

Drei Frauen aus dem Organisationsteam haben alle Einkäufe für diesen Vormittag  erledigt. „Jede der Frauen weiß, was gerne gegessen wird und was wir für das Buffet be nötigen - wir sind ein eingespieltes Team", so Pabst. Auch die Gäste des Frühstücks wissen  das zu schätzen. Und aus diesem Grund steht auf einem der Tische eine Spendenbox,  die zum Ende des Frühstücks gut gefüllt ist. „Oftmals haben wir einen Überschuss an Geld,  von dem wir neue Tischdecken oder kleine Blumenvasen kaufen können", so Pabst.
 
An diesem Vormittag hat das Geld vom letzten Frühstück für eine große Lachsplatte gereicht. Für die Frauen ist das Frühstück im halbjährigen Abstand  immer etwas ganz besonderes. „Wenn wir das öfter veranstalten würden, würde es den  Reiz verlieren", sagt Leithold, denn es ist wie ein großes Kaffeekränzchen im Pfarrsaal.

Aus allen Ecken hört man Gelächter, Ausrufe wie: „Hast du schon gehört?" oder  leises Gemurmel. Auch wenn das Frauenfrühstück schon einen festen Frauenstamm hat, freuen sich die  Organisatorinnen immer über neuen Zuwachs an Neuzugezogenen oder anderen Gemeindemitgliedern. „Es erfordert immer Mut neu in eine Gruppe zu kommen und Anschluss  zu finden", sagt Hens. So kommt es, dass manche nur einmal zum Frauenfrühstück  kommen, während andere für immer bleiben.
 

Ein Wiedersehen und Kennenlernen in der Gemeinde  

17.09.2013
Foto: Katrin Böcker

Über 200 Gäste, leckerer Kaffee und Kuchen, gute Stimmung bei einem tollen Programm – Michael Nieder, Diakon bei St. Marien und Vorsitzender der Vinzenz- und Elisabeth-Konferenz, verbuchte die beiden Seniorennachmittage von St. Marien als absoluten Erfolg. Neben Altbewährtem, dem gemütlichen Zusammensitzen, Klönen und Volkslieder singen, hatten sich die Organisatoren dieses Mal etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie luden einen Bauchredner ein.

Schwelm.
Genau 881 Mitglieder über 70 Jahren hat die Gemeinde St. Marien angeschrieben. Circa 235 kamen. „Mit dieser Bilanz sind wir sehr zufrieden", freut sich Michael Nieder. „Wir haben eigentlich in jedem Jahr so viele Gäste."
Die Seniorennachmittage seien jedes Jahr ein Höhepunkt im Gemeindeleben von St. Marien. Von Anfang 70 bis Anfang 90: Keine Altersgruppe ließ sich das gemütliche Kaffeetrinken mit Begleitprogramm entgehen.Natürlich waren viele bekannte Gesichter dabei, Leute, die regelmäßig an Gemeindeveranstaltungen teilnehmen. Doch auch einige Neulinge durften Michael Nieder und seine acht ehrenamtlichen Helfer begrüßen: Meist kürzlich nach Schwelm Gezogene, die sich nun im Gemeindeleben integrieren möchten. Und: Einige der Senioren kommen nur zu einer dieser Nachmittage im Jahr – klar, dass es viel zu erzählen gibt, wenn man nach so langer Zeit alte Bekannte wiedersieht. Dementsprechend gut war auch die Stimmung. Sängerin Christa Könner ließ mit Volksliedern die Jugend der älteren Herrschaften wieder aufleben. Bauchredner Michael Walta aus Essen dagegen sorgte mit seiner Puppe für viele Lacher – obwohl zwischendurch auch Gäste, Organisatoren und die Helfer vom Roten Kreuz für den einen oder anderen Scherz auf ihre Kosten herhalten mussten. Mit einem Augenzwinkern nahm er außerdem die Beziehung zwischen Männern und Frauen aufs Korn.
Die Vinzenz- und Elisabeth-Konferenz ist jedes Jahr für die Organisation der Seniorennachmittage zuständig. Sie versteht sich als Pfarr-Caritas, die Menschen in Krisensituationen unterstützt – alles nur möglich dank der Hilfe von Ehrenamtlichen. „Wir haben aber Probleme, Nachwuchs zu finden", sagt Michael Nieder ganz deutlich.
Die Gruppe der Ehrenamtlichen sei mittlerweile relativ alt. Dennoch bleibt die Konferenz kontinuierlich am Ball. Als eine von vielen Kooperationen mit der Caritas steht als nächstes der große Caritas-Basar vom 16. bis 17. November an. Selbstverständlich geht der Erlös an den guten Zweck.

 

 

Ökumenischer Gottesdienst der Dacho und der 13 Nachbarschaften 

Mit einem ökumenischen Gottesdienst läuteten die Nachbarschaften den Heimatfestsamstag ein. Unter dem Geläut der Christuskirche und der Marienkirche versammelten sich die Vertreter der 13 Schwelmer Nachbarschaften auf dem Kirchplatz an der Bahnhofstraße. Dort wurden sie von Propst Heinz Ditmar Janousek und Pfarrer Uwe Rahn (Ev. Kirchengemeinde) begrüßt. Anschließend zogen die Vereine, die ihre Fahnen mitgebracht hatten in die Marienkirche ein. Mit dem Chor der Nachbarschaften wurde der Gottesdienst musikalisch eröffnet.

Foto: Bernd Richter

 

Heilig Geist bleibt weiter Kirche

von  Bastian Haumann

Am Mittwoch fand die offizielle Übergabe der Heilig-Geist-Kirche, die sich auf denm Gelände Sedanstraße 10-14 befindet, durch die Propsteigemeinde St. Marien an die Christliche Gemeinde Bergstraße 7 statt.

Im Bild v.l.: Günter Röllinghoff (Gemeindeleiter der Gemeinde Bergstraße), ehemaliger Propst Heinz Ditmar Janousek, Andreas Herhaus (Gemeindeleiter der Gemeinde Bergstraße; in der Hand hält er ein notarielles Schreiben), Matthias Wittwer (stellvertretender Vorsitzender der Propsteigemeinde St. Marien), Thorsten Chruszcz (Jugendreferent der Gemeinde Bergstraße).
Foto: Bastian Haumann

Schwelm.
Noch fehlen die Möbelstücke und der Farbgeruch steigt einem in die Nase. Aber: Die letzte Schraube sitzt und es ist alles unter Dach und Fach. Das Pfarrheim an der Sedanstraße ist bezugsfertig. In Zukunft macht sich Thorsten Chruszcz hier breit, Jugendreferent bei der Christlichen Gemeinde Bergstraße.vtbox();

Drei Bauabschnitte vorgesehen


Und die neuen Räumlichkeiten – die auch für Seminare und Kleingruppen genutzt werden sollen – sind für die freie evangelische Gemeinde auch bitter nötig. „Denn in der Bergstraße platzen wir aus allen Nähten", sagte Gemeindeleiter Andreas Herhaus. Da kam der Termin am Mittwochabend gerade Recht. Matthias Wittwer, stellvertretender Kirchenvorstand der katholischen Kirchengemeinde Propstei St. Marien und Propst Heinz Ditmar Janousek übergaben ganz offiziell ihr ehemaliges Gemeindezentrum an die freie evangelische Gemeinde.Das Kaufverfahren zwischen der freien evangelischen Gemeinde und der katholischen Gemeinde geriet Anfang des Jahres ins Rollen, nachdem sich die Propstei St. Marien in 2010 von ihrem Gemeindezentrum trennen musste – die laufenden Kosten waren nicht mehr zu stemmen. Mit der Sanierung des alten Pfarrheims fangen die Arbeiten für die Mitglieder der Gemeinde Bergstraße aber erst an. „Das war unser erster Bauabschnitt", erzählte Herhaus. Zwei weitere werden folgen. Die Kirche wird auf Vordermann gebracht – Elektrik, Heizung, Sanitäranlagen. „Wir hoffen, die Arbeiten Ende des Jahres abzuschließen." Im dritten Bauabschnitt soll ein Pavillon mit Toiletten und einer Küche entstehen. „Aber das ist erst für 2014 geplant", sagte Herhaus. Es sind die kleinen Sonderwünsche, die sich die Gemeinde erfüllen möchte. „Denn schließlich feiern wir auch gerne mal Gemeindefeste."

 Das erste Fest steht unmittelbar bevor. Zur Einweihung des neuen alten Pfarrheims findet am 7. September zwischen 12 und 15 Uhr ein Trödelmarkt samt Grillnachmittag statt. Für Kinder steht dann eine Hüpfburg bereit und sie können ihre Zeit bei weiteren Kinderaktionen vertreiben.Mit den neuen Besitzern des ehemaligen katholischen Gemeindezentrums zeigten sich auch die Vertreter der katholischen Kirchengemeinde Propstei St. Marien zufrieden. „Wir sind froh, dass die Kirche und das Gemeindezentrum Heilig Geist weiterhin als Ort des christlichen Glaubens und der Glaubensverkündigung dient", sagte Propst Heinz Ditmar Janousek bereits im Januar gegenüber unserer Zeitung. Es sei schön, dass auch die katholischen

Gemeindemitglieder eingesehen haben, dass sich die Propstei von den Gebäuden trennen musste. „Auch, wenn es uns allen schwer fiel." Doch selbst das Bistum in Essen zeige sich mit dem Nachmieter zufrieden, ergänzte Matthias Wittwer. Und noch eine gute Nachricht: Die Diakonie bleibe vorerst erhalten, versicherte Andreas Herhaus.

Der Dank ging noch an zwei weitere, die an den Verhandlungen maßgeblich beteiligt waren, aber bei der offiziellen Übergabe nicht persönlich anwesend sein konnten: Bruno Radau und Ralf Melzer.

 

Treff im Prälaten-Garten

Pfarrer Heinz Ditmar Janousek begründete vor 15 Jahren das Erfolgsrezept. Propst wird am 24. November Verabschiedet

Von Janice Holtz

Bild von links: Pastoralassistent Bernd Fallbrügge,
CDU Bundestagskandidatin Cemile Giousouf, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Heinz Georg Thier und
stellvertr. Bürgermeisterin Christiane Sarto
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Schwelm. In den vergangenen vier Wochen gab es für viele Mitglieder der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien einen festen Treffpunkt: der Prälaten-Garten am Freitagabend.

Freitag fand das vorletzte Treffen für dieses Jahr statt und der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Heinz Georg Thier ist begeistert von der Resonanz, die die Treffen auch in diesem Jahr gefunden haben.

Treffpunkt der Gemeinde

Der Propst Heinz Dietmar Janousek hat vor rund 15 Jahren den PrälatenGarten und die Treffen erfunden. „Im Sommer gilt der Garten als Treffpunkt in einem lockeren Umfeld", sagt Thier, „Es werden Kontakte geknüpfte oder auch vertieft." Immer wieder kommen auch lokale Prominente dorthin.

An diesem Abend war die Bundestagskandidatin der CDU, Cemile Giousouf, anwesend und auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor, ebenfalls CDU, hatte  sich ebenfalls auf den Weg in den Pfarrgarten an der Gemeinde am Marienweg gemacht. „Man kann sehen, dass diese Treffen eingefahrene Veranstaltungen sind", freut sich Thier.

Für die Vorbereitungsarbeiten und die Verpflegung der Freitagabende sind immer wieder andere Gruppen der Gemeinde zuständig. Bei diesen Treffen wird nicht geknausert. „Wir verlangen keine direkte Bezahlung für die Getränke oder die Würstchen, aber hier steht eine Schatztruhe, in die jeder so viel Geld reinwerfen kann, wie er will", erklärt Thier das System. Der Reinerlös der Abende geht an ein Projekt für Straßenkinder in Buenos Aires. Diese Verbindung mit Brasilien ist aus einer langen Freundschaft zwischen Pater Theodoro Timpte und Propst Janousek entstanden.

„Das Projekt ist einmal angefangen worden und jetzt läuft es sehr gut weiter und ein guter Nebenzweck ist, dass wir hier unsere Kontakte pflegen können", freut sich der Erste Vorsitzende und auch an diesem Freitagsitzen wieder rund 100 Leute an den Tischen und unterhalten sich, genießen das gute Wetter und das Essen.

Natürlich sind auch diese Treffen vom Wetter abhängig, aber Thier erzählt, dass es oft eine Gruppe aus rund 30 Leuten gibt, die auch bei dem schlechtesten Wetter in den Prälaten-Garten kommen. Ganz nach dem Motto: Nur die harten kommen in den Garten.

Auch wenn Propst Janousek im November in den Ruhestand geht, wird der Prälaten-Garten weiterhin in seiner vollen Blüte genutzt werden.

„Über die Jahre hat sich hier alles eingespielt und wir veranstalten regelmäßig Feste in diesem Garten", so Thier und er ist sich sicher, dass es im Interesse jedes Pastors liegt, dass so eine Nutzungsmöglichkeit im Grünen bestehen bleibt.

Mittagsbrunch zu Erntedank

Dreiviertel des Jahres sind nun schon fast vorbei. Der Gemeinderat plant noch einen Mittagsbruch zum Erntedankfest, bevor am 24. November das große Fest zur Verabschiedung von Propst Janousek stattfinden wird. „Die Vorbereitungen laufen schon und wir setzen momentan all unsere Kräfte in die Organisation des Festes", sagt der Erste Vorsitzende. Erfreulich für die Gemeinde ist, dass es auch ein neues Gesicht in St. Marien gibt: den Pastoral-Assistenten Bernd Fallbrügge. Er sammelt praktische Erfahrungen für seine theologische Tätigkeit in der Gemeinde

 

Wieder Vandalen an der St. Marien Kirche -

05. 08..2013  Schwelm Rungschau
Propst Heinz Ditmar Janousek hat so langsam die Nase voll. Mit viel Liebe und großer Mühe richten er und seine zahlreichen hauptberuflichen wie ehrenamtlichen Mitarbeiter das Umfeld der St.-Marien-Kirche ansehnlich her, und immer wieder randalieren Unbekannte dort. In der Nacht zum Samstag war es wieder einmal so weit.: Unbekannte Vandalen tobten sich diesmal vor dem Pfarrhaus am Marienweg aus. Schändeten Unbekannte kurz nach Weihnachten noch das Wegkreuz am Pfarrhaus, so haben die respektlosen Täter jetzt die Blumen aus den Töpfen vor dem Pfarrhaus gerissen und einen großen tönernern Blumentopf völlig zerschlagen. „Dass die Blumen aus den Töpfen gerissen wurden, war schon fast an der Tagesordnung, aber jetzt haben die Täter ganze Arbeit geleistet. Schade, dass immer wieder das freundliche Bild unserer Stadt und die Privatinitiativen der Bürger so mit Füßen getreten werden", sagt Heinz Ditmar Janousek.

 

Westfalenpost am 9.7.2013

Die Grüne Kolonne

Mehrmals Im Jahr rückt die Kolonne dem Grün rund um die katholische Marienkirche ordnend zu Leibe. Unkraut will ge­zupft werden, die Bäume und Sträucher beschnitten werden und manchmal auch neues Le­ben gepflanzt werden. „Leider finden wir immer wieder viel Müll in den Sträuchern und Beeten“ bedauert Michael Ort­hen. Gemeinsam mit Theodor Lahmer und Zvonko Udovicic räumt er an der Marienkirche auf. „Wir treffen uns in unregel­mäßigen Abständen und jeder, der mag, kann mitmachen“, lädt er potenzielle Mitgärtner ein. Theodor Lahmer beteiligt sich seit dem vergangenen Jahr an der grünen Aktion, denn der Se­nior arbeitet gerne im Gärten und hat rund um die Marienkir­che den Schnitt der Hecken und Bäume übernommen. Einen großen Container werden die drei Männer noch füllen bis es zur Belohnung eine heiße Sup­pe im Pfarrhaus gibt.

 

Das Sakrament der Firmung

Das Sakrament der Firmung spendete Weihbischof Franz Vorrath am Wochenende in der Marienkirche in Schwelm folgenden jungen Katholiken: Matteo Battista, Si-mona Battista, Alexander Beck-Ferreira, Dominik Biehl, lnken Biermann, Luisa Dembowski, Ann Kristin Fasel, Diego Fernandez, Jessica Ferrara, Nicole Flor-kowski, Josefine Förster, Florian Göbel. Außerdem firmte der Weihbischof Davide Gordon, Lara Gorholt, Miriam Gradic, Denis Gutkowski, Robin Heringer, Lukas Hix, Felix Hochstrate, Laura Lenart, Felix Liesendahl, Lisa Mittelmann, Nico Raab, Denis Adam.Sendobry, Tomislav Simic, Daniel Stodolski, Dominik Stodolski, Caroline Thomas, Piet Wachter, Dominik Wilkesmann, Hanna Ziebs.

 

Die Last der Jahre entrümpelt

Während sich Schwelm herausputzte, mistete auch die Katholische Gemeinde in der Marienkirche aus. Der Keller unterhalb der Kirche, das Büro der Gemeindereferentin und der Saal des Jugendheimes wurden von dem befreit, was sich im Laufe der letzten Jahren angesammelt hatte. Küster Michael Schmidt war mit den Helferinnen und Helfern aus der

Gemeinde aktiv im Dreieck zwischen Kirche, Büro und Saal. Der bestellten Container mit einem Fassungsvolumen von elf Kubikmetern war schnell befüllt. Schätze aus den letzten Jahrzehnten förderten die Entrümpler nicht zu Tage. „Es sind eher Dinge aus den letzten zehn Jahren, und wenn wir Kirchenschätze im Keller finden würden, dann würde mich das

erschrecken, denn das hieße ja, dass wir keine Organisation haben", erstickt Küster Michael Schmidt die Hoffnung auf außergewöhnliche Fundstücke. Übrigens: Die alten Tische und einige Stühle aus dem Pfarrsaal erleben bald eine neue Nutzung in den Räumen des Gemeindezentrums der Heilig-Geist-Kirche

 
Silbernes Dienstjubiläum von Kreisdechant H. D. Janousek

Schwelm. 25 Jahre Kreisdechant – das sind 25 Jahre wechselhafte Geschichte der Kirche im Bistum Essen, die Heinz Ditmar Janousek mitgeprägt hat. Am Samstag feierte der Propst sein Dienstjubiläum.

Kreisdechant Heinz Ditmar Janousek feierte sein silbernes Dienstjubiläum:
Auf dem Foto von links: Weihbischof Franz Vorrath, daneben Heinz Ditmar Janousek,
dann den Weihbischof Franz Grave und zuletzt Bischofsvikar Dr. Hans-Werner Thönnes.
Foto: Janice Holtz

 

Vor seiner Priesterweihe hatte der nun 68-Jährige den Beruf des Drehers erlernt. Nachdem er ein Abendgymnasium besucht und sein Abitur nachgeholt hat, hat Janousek dann in Bochum und Freiburg Theologie studiert. „Ich wollte damals Priester werden, weil mich die Botschaft Jesu begeistert hat“, erinnert sich Janousek, „Außerdem habe ich vorbildhafte Priester kennengelernt und wollte auch so werden.“

Mit 43 Jahren fand für Janousek dann ein prägendes und zugleich überraschendes Ereignis statt. Er wurde von Kardinal Hengsbach zum Kreisdechanten ernannt. „Für die damals älteren Herren im Kreis war dies eine Überraschung, die übrigens damals so alt waren wie ich heute“, erinnert der Propst sich mit einem Lächeln, „Heute wird man schon mit 41 Jahren Kreisdechant.“

Unter Bischof Hubert Luthe wurde Janousek Sprecher der Kreisdechanten. Auf die Bitte von Luthe hin hat Papst Johannes Paul II. Janousek zum Monsignore ernannt. „Das war für mich eine sehr große Ehre“, sagt der Jubilar.

Für den Kreischdechanten waren die Jahre geprägt von Auf- und Umbruch – auch vor dem Hintergrund schwindender finanzieller Ressourcen in der Kirche. In seine Zeit fiel der weitere Ausbau des Gemeindeverbands und die Neuordnung der katholischen Kindergärten. „Zu dieser Zeit haben wir die Ehe-, Lebens- und Familienberatung ins Leben gerufen und das Katholische Forum Hattingen/Schwelm gegründet“, erzählt der Jubilar. Im Wirkungskreis des Bistums Essen bewegte sich was.

Doch die Entwicklung der Kirche in den letzten Jahren gehe laut Janousek nicht immer nur in eine gute Richtung. „Es gilt, Abschied von der ,Volkskirche’ zu nehmen und uns darauf einzustellen, dass wir als Katholiken in einer pluralen Gesellschaft leben und als Kirche im Volk eine gesellschaftliche Gruppe unter anderen sind“, zitiert Heinz Janousek Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck.

Dann kam die Zeit der Strukturreform im Bistum Essen und die Gemeindeverbände wurden aufgelöst. Dies ist auch die prägendste Zeit in den 25 Jahren als Kreisdechant für Janousek.

„Ich war immer ein glühender Verfechter des Erhalts der Gemeindeverbände und durch die Auflösung ging ein Stück Zusammenhalt und Identität des Kreisdekanates verloren“, bedauert Janousek. Trotzdem verfolgte er stets sein Ziel: Die Kirche dahin führen, dass sie bei den Menschen ist und deren Freude und Hoffnungen teilt und ihnen eine Lebensperspektive gibt.

Für das silberne Jubiläum ist auch eine alte Freundin von Janousek in die Kreisstadt angereist. „Es war mir ein Bedürfnis heute dabei zu sein“, sagt Marianne Schniering. „Ich kenne Herrn Janousek schon seit vielen Jahren und habe ihn immer um sein Organisationstalent und seine Offenheit zu den Menschen bewundert.“

Ende des Jahres geht Propst Janousek in den Ruhestand und zieht in das Marienstift in Schwelm. Dann endet seine Zeit in der Gemeinde St. Marien und im Bistum Essen als Kirchendechant.

Janice Holtz

 

 
120 Jahre Kindergarten St. Marien

Schwelm. 120 Jahre Kindergarten St. Mariensind wahrlich ein Grund zum Feiern. Und einen schöneren Rahmen dafür hätten sich die Kinder, Eltern und Gäste wohl kaum wünschen können.

Das Außengelände der Kindertagesstätte platzte aus allen Nähten, durch die Luft flogen bunte Seifenblasen und die strahlende Sonne tat ihr Übriges. Im Mittelpunkt des Festes stand die Interkulturalität. „Wir haben 95 Kinder, 53 von ihnen kommen aus 16 verschiedenen Ländern“, erzählt Leiterin Nicole Wegner nicht ohne Stolz. „Das Fest wollen wir nutzen, um andere Kulturen besser kennenzulernen.“ Während des bunten Open-Air-Gottesdienstes mit Diakon Michael Nieder präsentieren die Kinder ein Theaterstück unter dem Motto „Reise um die Welt“. Mit gebastelten Kostümen laden sie die Zuschauer zu einem Ausflug in verschiedene Länder ein. Auch das Buffet, das die Eltern angefertigt haben, ist – selbstverständlich – international: Pizza, Reis, Salate, türkische Spezialitäten – alles ist dabei. Viele Gäste haben den Weg in den Kindergarten gefunden: Peter Wenzel, Geschäftsführer des KiTa Zweckverbands im Bistum Essen, Bürgermeister Jochen Stobbe, Leiterinnen und Leiter verschiedener KiTas und Schulen aus Schwelm sowie ehemalige Mitarbeitende. Alle nutzen im Laufe des Tages die Gelegenheit für den Austausch.

Auf einem Bazar können die Gäste Gebasteltes, Marmelade & Co. erstehen, welche die Eltern mit ihren Kindern im Vorfeld des Jubiläums angefertigt/gekocht haben. Der Erlös kommt dem Förderverein der Einrichtung zugute. Im Mittelpunkt stehen die Kinder: Highlight ist eine orientalische Tanzgeschichte, die der Nachwuchs gemeinsam mit der KiTa Heilig Geist einstudiert hat. Davor und danach können sie sich an verschiedenen Spielestationen vergnügen oder sich von Clown Otti unterhalten lassen.

Malte Schwietering

 
Jubiläum

Kindergarten St. Marien feiert 120. Geburtstag

31.05.2013 | 

Schwelm. Von der Kinderverwahrschule zum Familienzentrum. Der Katholische Kindergarten St. Marien hat sich in den vergangenen 120 Jahren stark verändert, und das spiegelt sich nicht nur im Namen der Einrichtung wider. Tausende Kinder kamen und gingen, das Kita-Gebäude wurde immer größer und bunter und auch die pädagogischen Konzepte veränderten sich. „Das wichtigste ist aber, dass die Atmosphäre stimmt, sich die Kinder wohl- und ernst genommen fühlen“, erklärt Claudia Granes.

Für die Erzieherin spielt aber auch die kirchliche Ausrichtung eine große Rolle. „Wir wollen für die Kinder den Glauben erfahrbar machen.“ Auch wenn die Einrichtung seit etwa 2006 nicht mehr zur Pfarrgemeinde St. Marien gehört und dem Kita-Zweckverband des Bistums Essen angeschlossen ist — die Nähe zur katholischen Gemeinde ist spürbar.

Nähe zur Kirche

Das belegen die unzähligen Gottesdienste, die gemeinsam gefeiert werden, die Besuche im Seniorenstift, bei den vielen feierlichen Anlässen, bei denen Kinder und Gemeinde zusammenkommen. Das nächste Fest steht bereits in wenigen Tagen an. Am Samstag, 8. Juni, wird der 120. Geburtstag der Kindertageseinrichtung gefeiert. Los geht es um 12 Uhr mit einem Wortgottesdienst, danach beginnt ein buntes Programm, für das die Kinder bereits seit Wochen üben.

95 Jungen und Mädchen besuchen heute die Einrichtung, ungefähr so viele, wie bereits schon vor 120 Jahren, als eine Ordensschwester aus Paderborn die sogenannte Kinderverwahrschule St. Marien gründete. In den ersten Jahren war die Einrichtung in einem Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße/Marienweg untergebracht. So lange, bis es am 3. März 1945 durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Dann kam die Kita an der Südstraße unter, am 12. September 1955 wurde sie am Marienweg 5 neu eröffnet. 1978 wurde der Erweiterungsbau eröffnet. Mit einer eigenen Turnhalle, Küche und Gruppennebenräumen. 16 Jahre später wurde auch der Dachboden ausgebaut. Pädagogische Konzepte benötigen eben Platz, und auch die Zahl der Gruppen wurde von drei auf vier erhöht, damit mehr Raum für die Betreuung des Einzelnen ist.

Pünktlich zum Jubiläum ist übrigens der nächste Umbau abgeschlossen. Der U3-Bereich hat einen neu gestalteten Schlafbereich und einen renovierten Waschraum erhalten. Seit sechs Jahren können auch Kinder unter drei Jahren die Einrichtung besuchen.

Programm von 12 bis 17 Uhr

„Im Laufe der Zeit haben sich eben auch die Anforderungen an die Betreuung verändert“, weiß Claudia Granes. Dazu gehöre unter anderem der U3-Ausbau. Die Erzieherin ist seit 1991 in der Einrichtung, hat miterlebt, wie immer mehr Kooperationspartner dazu kamen, die Kita-Kinder immer mehr die eigenen vier Wände verlassen, vorschulische Erfahrungen sammeln.

Dazu gehören Besuche bei der Polizei, der Feuerwehr, beim Bäcker, Grundschulen oder dem Kinderschutzbund, zählt Claudia Granes auf. Seit zwei Jahren bildet die Kita St. Marien gemeinsam mit der Einrichtung Heilig Geist das Katholische Familienzentrum Schwelm.

Den Schwerpunkt setzt die Einrichtung auf Sprache und Integration. „Wir bieten Kurse für Kinder und Eltern an, machen zahlreiche Projekte“, erklärt Claudia Granes. Denn eine Kita sei mittlerweile viel mehr als eine Kinderverwahrung. Und davon sollen sich die Besucher am Samstag, 8. Juni, überzeugen. Nach dem Gottesdienst mit Propst Janousek, der um 12 Uhr beginnt, zeigen die Kinder, was sie schon alles draufhaben. Jede Gruppe präsentiert ein Land, führt einen Tanz auf, zeigt ein besonderes Spiel. Dazu wird ein internationales Buffet aufgetischt, Clown Otty wird für gute Laune sorgen und beim Basar gibt es selbst gefertigte Seife, Kerzen oder Marmeladen.

Carmen Thomaschewski

 

Sie haben uns Mobilität geschenkt

Schwelm.

Die 89 Bewohner des Seniorenstifts St. Marien und die 40 Gäste der dortigen Tagespflege freuen sich über einen neuen Bus. Er ist mit einer Hebeeinrichtung ausgestattet, so dass sechs der insgesamt neun Plätze von Rollstuhlfahrern belegt werden können. Die erste Reise hat er auch schon hinter sich. Am Samstag ging es für einige der Senioren nach Bochum-Stiepel zur Wallfahrt. Das ist ein Luxusschlitten. Er gefällt uns total gut. Die Bewohner sind begeistert und sehr glücklich über das Geschenk", freute sich Einrichtungsleiterin Sandra Rietz bei der offiziellen Indienststellung des Fahrzeugs. Das Seniorenstift am Oberloh hatte zu einer kleinen Einweihungsfeier eingeladen. „Sie haben uns keinen Bus geschenkt, sondern Mobilität", bedankte sich Thomas Behler, Geschäftsführer der Contilia Senioren.Service GmbH als Trägerin der Einrichtung, bei der Hans-Grünewald-Stiftung.

Die Stiftungs-Beiratsmitglieder Peter Erne und Gerd Westermann waren ebenso in das Haus an der Friedrich-Ebert-Straße gekommen wie auch die Vertreter des Aufsichtsrats des St. Marien Seniorenwerks, Ralf Melzer und Matthias Wittwer und Bürgermeister Jochen Stobbe.

Die Anschaffungskosten von insgesamt 45.000 Euro hat komplett die Hans-Grünewald-Stiftung übernommen. Für das Kuratorium der Stiftung gut angelegtes Geld, wie Peter Erne meinte. „Auch dem Evangelischen Feierabendhaus haben wir einmal einen Bus gesponsert." Bürgermeister Jochen Stobbe lobte das Engagement der Hans-Grünewald-Stiftung. „Wir freuen uns als Stadt darüber, dass wir diese Stiftung innerhalb unserer Mauern haben und das sie mit ihrem Geld viel Gutes tut."

Bevor schließlich der grill freigegeben wurde und die Bewohner und Gäste sich mit Würstchen stärken konnten, schritt Kaplan Benedikt Ogrodowczyk zu Tat, und wünschte den Nutzern des neuen Busses allzeit gute Fahr, sprach ein Gebet und segnete das Fahrzeug. Bürgermeister Jochen Stobbe durfte anschließend mit einer Schere die Schleife durchschneiden, mit der das Fahrzeug geschmückt war und das Fahrzeug symbolisch seiner Bestimmung übergeben.

Bernd Richter

 

 

Nasse Instrumente und eine geflutete Bühne

27.05.2013 Von Janice Holtz
Schwelm. Die Musik des Gemeindefests in St. Marien ist am Samstagabend wortwörtlich ins Wasser gefallen. Nach einem heftigen Regenguss musste die Band „Clearwater“ ihre Instrumente wieder von der Bühne abbauen, denn die Bühne stand zu Teilen unter Wasser.

Also gab es keine Live-Musik und es musste nach der Abendmesse ein Notfallplan her. Die Organisatoren des Gemeindefests reagierten schnell. Ein Mitglied der Gemeinde, der sich öfters um Musik bei Veranstaltungen kümmert, bot an, das Fest mit Musik zu versorgen und so begleiteten bekannte Klänge aus Pop und Rock aus den Lautsprechern den Abend.

Aufwärmen im Pfarrsaal

Nach der Abendmesse waren viele der Gemeindemitglieder noch geblieben, aber die meisten hatte es wieder nach Hause gezogen. „Wir haben mit einem geringeren Andrang aufgrund des Wetters und des Fußballspiels gerechnet“, erklärte Mitorganisatoren und Pfarrgemeinderatsvors. Heinz-Georg Thier.

So versammelten sich viele Mitglieder der Gemeinde, Bekannte und Freunde unter den überdachten Ständen und trotzdem dem Regen. Katja Korfmann war in der Abendmesse und bleibt auch danach erst mal auf dem Pfarrgelände: „Auch wenn die Band nicht auftritt geht es hier ja darum, zusammenzusitzen und gemeinsam den Abend zu genießen.“ Draußen auf dem Gelände versorgte der Grillstand die Besucher und im Gebäude hielt eine Cafeteria im Pfarrsaal mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee für jeden etwas bereit.

„Wir dachten, wer nicht ständig stehen möchte, kann sich im Pfarrsaal mal hinsetzen“, so Thier, „Das wurde das ganze Wochenende dankend angenommen – der Raum war oft gut gefüllt.“

Aber es gab nicht nur Essensstände und Musik, sondern auch für die Kleinen der Gemeinde eine Hüpfburg, eine Rollenrutsche und am Sonntag einen Schmied. „Der Schmied bringt alle Sachen, die er braucht, mit und die Kinder können dann schmieden, was immer sie wollen“, erzählte Thier mit einem Lächeln. Das hat schon die letzten Jahre großen Zuspruch gefunden, also ist es auch in diesem Jahr mit in das Programm aufgenommen worden.

Am Sonntagnachmittag fand die Auslosung der Tombola statt, bei der es hochwertige Preise wie zwei Tablet-PC oder eine Surround Anlage von Radio Becker zu gewinnen gab.

Auch wenn die Enttäuschung über den ins Wasser gefallenen Auftritt der Band groß, war, so wurde bis Sonntagnachmittag doch noch in Gemeinschaft gefeiert.

 

von Bernd Richter und Bernd Oesterling

Schwelm.  Mit der Schließung der Abteilung „Innere Medizin“ des Marienhospitals geht auch eine 120-jährige Geschichte christlicher Nächstenliebe in Schwelm zu Ende. Das Krankenhaus mit christlichen Wurzeln stellt nicht nur seinen Akutbetrieb ein (wie berichtet), sondern die Mariengemeinde verabschiedet sich auch von der liebgewonnenen Tradition, regelmäßige Gottesdienste samstags in der Krankenhauskapelle für die Patienten zu feiern. Pastor Reinhard Lauer wird am Samstag, 25. Mai, um 9 Uhr dort den letzten Gottesdienst halten.

Erfolgsbilanz des Fördervereins

„Die Kapelle wird aber bis auf Weiteres für Patienten offen bleiben“, sagt Propst Heinz Ditmar Janousek auf Nachfrage unserer Zeitung. Es ist zwar der Krankenhausbetrieb eingestellt worden, aber die Wuppertaler Orthopädie-Praxis und die radiologische Praxis werden weiter hin im Marienhospital ihrer Tätigkeit nachgehen. Wie es nach der endgültigen Schließung des Hauses weitergeht , ist noch nicht entschieden. „Das Inventar der Kapelle gehört der katholischen Kirchengemeinde Schwelm. Was dann damit geschieht, müssen wir noch überlegen“, so Pfarrer Janousek weiter.

Mit dem „Aus“ für das Marienhospital nach rund 35 Jahren hat auch der Verein „Freunde und Förderer des Marienhospitals Schwelm“ seine Geschäftsgrundlage verloren. „Wir warten darauf zu erfahren, was mit dem Haus passiert. Wenn sich keine Nachfolgeeinrichtung mit einem kirchlichen Träger findet, den wir satzungsgemäß unterstützen könnten, wird der Verein aufgelöst“, zieht Schriftführerin Marlies Oelze enttäuscht Bilanz. Schatzmeister Bernd Melzer wollte sich von unserer Zeitung nicht in die Kasse schauen lassen und keine aktuelle Zahlen nennen. „Das noch vorhandene Geld liegt fest, die Spendengelder aus dem Jahr 2013 werden an die Spender zurückgezahlt“, so das Vorstandsmitglied im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dabei war die Bilanz bisher eine Bilanz des Erfolges. Rund 1,3 Mio. Euro hat der Förderverein zum Wohle der Patienten in das Krankenhaus investiert. Ein kleiner Rückblick in die Geschichte: 1978 hatten sich die Freunde und Förderer formiert, um den damaligen Schließungsabsichten des Traditionshauses einen Strich durch die Rechnung zu machen. Seinerzeit mobilisierten sie den Widerstand der Schwelmer Bürger. Mit 10 000 Unterschriften der Unterstützer im Gepäck stemmten sie sich bei der Landesregierung in Düsseldorf erfolgreich gegen das „Aus“ des Marienhospitales. Eine Erfolgsgeschichte begann. Denn mit der Unterstützung des Fördervereins gelangen Modernisierung und Neuaufstellung des Krankenhauses. Mit dem Klinikverbund St. Antonius fand sich ein neuer Träger, der vom benachbarten Wuppertal aus das Marienhospital in seinem Bestand sicherte und ausbaute. Der Förderverein unterstützte den Ausbau mit Geldern für die Aufzugsanlage über die Cafeteria, Mobiliar, medizinischem Gerät bis hin zu den elektronischen Desinfektionsgeräten für Beschäftigte und Besucher. Zuletzt waren es 100.000 Euro für die neue Notfallambulanz, die 2011 flossen.

Keine betriebsbedingte Kündigungen

Ungeachtet des zwischenzeitlichen Trägerwechsels, die Cellitinnen in Köln hatten den ins Wanken geratenen Klinikverbund St. Antonius in Teilen übernommen, blieben die Schwelmer Freunde ihrem Engagement treu. Umso bestützter war der Förderverein dann, als Ende Januar 2013 die Krankenhausschließung in Schwelm bekannt wurde.

Vom Ende des Marienhospitals sind ca. 100 Mitarbeiter betroffen. Jeweils etwa ein Drittel von ihnen wird vorerst im Marienhospital verbleiben, ein weiteres Drittel zu anderen Einrichtungen des Verbundes wechseln und das restliche Drittel das Unternehmen – aus welchen Gründen auch immer – verlassen. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut Auskunft der Geschäftsleitung nicht ausgesprochen worden.

 

Neue Impulse für Gemeindeleben
Neuer Propst trifft alten Propst

 von Bernd Richter

Schwelm. Neuer Propst trifft alten Propst: Seiner künftigen Wirkstätte stattete jetzt Pastor Norbert Dudek einen Besuch ab. Der junge Priester, der zum 1. Januar 2014 neuer Propst der Propstei St. Marien Schwelm-Gevelsberg-Ennepetal wird, ließ sich von Monsignore Heinz Ditmar Janousek Kirche, Kapelle und Pfarrhaus zeigen. Das Treffen diente der Weichenstellung für den Generationswechsel im Pfarrhaus.

„Das Pfarrhaus wurde das letzte Mal vor gut 30 Jahren renoviert", sagt Pfarrer Janousek, zurzeit noch Propst in Schwelm. Die Räume brauchen einen neuen Farbanstrich, die Badezimmer sollen auf heutigen Standard gebracht werden. Damit das alles rechtzeitig gelingt, wird der Prälat im September umziehen. Im Seniorenstift an der Friedrich-Ebert-Straße wartet eine 55 Quadratmeter große Wohnung auf ihn – mit einem grandiosen Blick über Schwelm.

Mitte Dezember will Norbert Dudek von Mülheim-Styrum in die Kreisstadt umziehen.

Jetzt wurden auch die Kalender abgeglichen. Mitte Januar 2014 soll die offizielle Einführung des neuen Propstes über die Bühne gehen. Die Mariengemeinde freut sich auf ihren neuen Oberhirten. „Nachdem ich in der Abendmesse verkündet habe, wer mein Nachfolger wird, gab es in der Kirche spontanen Beifall", erzählt Propst Janousek. In Schwelm ist Norbert Dudek kein unbeschriebenes Blatt. Als Diakon war er 1995 und 1996 in der Kreisstadt tätig. Zuletzt hielt er 2012 die Fastenpredigt in der Marienkirche.

Von seinem Amtsnachfolger verspricht sich Propst Janousek sowohl die Fortsetzung der bewährten Arbeit als auch neue Impulse für das Gemeindeleben. „Damit meine ich besonders die Bereiche, die ich in den vergangenen Jahren vielleicht so nicht im Blick hatte", sagt der 68-Jährige ein wenig selbstkritisch. Mit Dudek gemein hat Propst Janousek die Liebe zum Karneval. Als Kölner Dreigestirn und Rocker-Trio standen sie in ihren gemeinsamen Jahren in Schwelm in der Bütt. Trotz aller Gemeinsamkeiten sieht Janousek dennoch einen kleinen, nicht ganz ernst gemeinten Unterschied: „In meine Klamotten passt er aber noch nicht rein."

Teetrinker Norbert Dudek freut sich auf seine neue Aufgabe. „Ich komme gern nach Schwelm, doch mit dem Pfarrersein muss ich mich erst noch vertraut machen."

Damit meint der gebürtige Kölner nicht den seelsorgerischen Part seiner Berufung, sondern eher den verwaltungstechnischen Teil seiner neuen Aufgabe. Bisher zählte seine Gemeinde in Mülheim-Styrum 3500 Mitglieder. Jetzt hat er es mit 18.500 Katholiken in drei Städten zu tun. „Ich übergebe ein gut bestelltes Haus mit funktionierenden Strukturen", ist sich Janousek sicher, dass sein Amtsnachfolger keine Probleme haben wird.

Die katholische Gemeinde in Mülheim-Styrum ist eine Gemeinde mit im besten Sinne gemeinten Ruhrgebietscharme. „Es ist eine Arbeiterstadt mit multi-kulturellem Charakter. Dort leben einfache, sehr gastfreundliche Menschen", sagt der 45-jährige Dudek über seine bisherige Pfarrei. Mit dem neuen Propst zieht auch sein Dudelsack

um. Den hatte der Geistliche übrigens schon, als er Diakon in Schwelm war. Damals musste er allerdings noch mit seinem Amtsvorgesetzten Pfarrer Janousek einen Kompromiss in Sachen Proben machen. Nur von 12 bis 12.30 Uhr war das Dudelsackspiel im Pfarrhaus erlaubt.

 

 

Großer Tag für Kinder aus Schwelm bei Erstkommunion

Weißer Sonntag in der Propsteigemeinde

Schwelm. 28.04.2003

 

 

 

 

 

 

 

Festlich geschmückt präsentierte sich am Sonntag der Innenraum und das Umfeld der Marienkirche. In der Propsteigemeinde fand der zweite und letzte Teil der Erst-kommunionfeier statt.

Folgende Mädchen und Jungen wurden von Propst Heinz Ditmar Janousek zum ersten Mal an den Tisch des Herren geführt: Sebastian Bilecki, Hendrik Danz, Alexandra Dreier, Natalie Jagla, Leonhard

Kopp, Charleen Leinberger, Mathias Lohbeck, Leonie Neutenkötter, Roshan Partheepan, Marialuna Tallarico, Alessio Battista, Luis Birkholz, Sophie Bulert, Leonard Heinz, Melanie Joy Hörster, Gunnar Korioth, Tiziana-Romina Pinkowski, Fabio Leon von Oepen, Annika Bertram, Maximilian Isfort, Angelina Kreuzer, Maximilian Mihali, Mia Plavcic, Fiona Schön, Jonathan Felix Uelwer und Charlotte Ziegler. ber

 

Nachfolger von Propst H.D. Janousek

wird  Norbert Dude
k


29.04.2013  Schwelm/Ennepetal/Gevelsberg.
von Bernd Richter

 

Norbert Dudek heißt der neue Propst an Sankt Marien. Bischof Franz-Josef Overbeck hat den 45-jährigen Geistlichen mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Nachfolger von Heinz Ditmar Janousek bestimmt. Mit dieser Nachricht überraschte der Noch-Amtsinhaber am Wochenende die 18.500 katholischen Christen nach den Gottesdiensten in den Städten Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm. Die Mitglieder des Kirchenvorstands wurde vom ihm am Donnerstag informiert, Janousek selbst hatte die Neuigkeit vor 14 Tagen erfahren.

Für Propst Janousek endet sein aktiver Dienst am 30. November 2013. Am Christkönigssonntag, dem 24. November, wird er um 16 Uhr mit einem Gottesdienst in der Marienkirche in Schwelm und einer anschließender Feier im Kolpinghaus in den Ruhestand verabschiedet. Das Amt des Kreisdechanten wird Janousek aber noch über den Jahreswechsel hinaus bis zur Neuwahl ausüben.

Es gibt aber noch weitere Personalien aus der Propsteigemeinde St. Marien zu berichten. Kaplan Benedikt Ogrodowczyk wird im Januar 2014 Schwelm verlassen und – nach seiner voraussichtlichen Wahl – Geistlicher Leiter der KJG (Katholische Junge Gemeinde) im Bistum Essen und Beauftragter für die Ministrantenpastoral im Bistum Essen werden. „Es wird voraussichtlich keinen neuen Kaplan geben, aber wir sind voller Hoffnung, dass ein Pastoralreferent einen Teil der Aufgaben von Kaplan Ogrodowczyk übernehmen wird", so Monsignore Janousek.

Der in Schwelm wohnende Pastor Reinhard Lauer wird morgen in den Ruhestand versetzt und als „Pastor im besonderen Dienst" weiter Aufgaben in der Pfarrei übernehmen. Die erst einmal letzte Personalie betrifft die Gemeindereferentin Petra Gewert. Auch sie wird ihren Dienst – nach fünf Jahren – am Dienstag in der Propsteigemeinde St. Marien beenden und in gleicher Funktion Gevelsberg in Richtung Sprockhövel und Haßlinghausen verlassen. Die vakante Stelle in Gevelsberg soll aber wieder besetzt werden.

Der neue Propst Norbert Dudek ist für die Gläubigen in Schwelm kein unbeschriebenes Blatt. Die Kreisstadt und die dort lebenden Menschen kennt der neue Propst bereits aus seiner Zeit als Diakon in Schwelm 1995 und 1996. „Ich war ganz glücklich, als ich den Namen meines Amtsnachfolgers hörte. Mit dieser Entscheidung kann ich ganz gut leben", so Propst Janousek im Gespräch mit unserer Zeitung. Noch gern erinnert sich der scheidende Propst an den gemeinsamen Auftritt mit seinem Amtsnachfolger im Schwelmer Karneval. Als Kölner Dreigestirn standen damals Kaplan Lohoff, Pfarrer Janousek und Diakon Dudek als Prinz, Bauer und Jungfrau in der Bütt. Zu seiner Priesterweihe bekam Norbert Dudek 1997 von der Schwelmer Mariengemeinde einen prachtvoll gearbeiteten Messkelch geschenkt. „Der kommt jetzt wieder nach Schwelm zurückt", scherzt Janousek.

Norbert Dudek wurde 1968 in Köln geboren und ist im Sauerland aufgewachsen. Theologie studierte er in Bochum und Erfurt, nach seiner Priesterweihe 1997 war er Kaplan in St. Mariä Geburt Mülheim und geistlicher Leiter der KJG im Bistum Essen. 2004 wurde Norbert Dudek zum Pastor in St. Mariä Rosenkranz in Mülheim-Styrum, einem Stadtteil mit vielen sozialen Problemen und multi-kultureller Bevölkerung. Aus dieser Zeit weiß Dudek, dass Kirche Neues wagen muss, wenn es kein flächendeckendes katholisches Milieu mehr gibt. 2009 wurde Dudek Stadtjugendseelsorger in Mülheim und Beauftragter des Stadtdekanats Mülheim für den islamisch-christlichen Dialog. Der neue Propst reist gern mit dem Fahrrad und spielt Dudelsack.

Bernd Richter

 

Donnerstag, 25. April 2013

Erstkommunion für insgesamt 44 Jungen und Mädchen

Insgesamt 44 Mädchen und Jungen feiern in diesem Jahr in der Propstei St. Marien in Schwelm ihre Erstkommunion. Das Sakrament wird an zwei Sonntagen gespendet. Am vorherigen Sonntag traten folgende Kinder das erste Mal zum Tisch des Herrn

(Bild): Francesco Caputo, Vanessa Constantin, Jennifer Devald, Ina Fuchs, Victoria Gajek, Olivia Maria Kowalski, Sandra Caterina Laquintana, Maurice Mick, Rebecca Salber. Katechetinnen: Frau Isfort, Frau Rüther. Kira-Sophie Bald, Nicole Brul, Christopher Fork, Moritz Hasenack, Lena Hehemann, Kim-Michelle Markus, Felix Matschke, Luis Wagner, Karina Weigand Katechetinnen: Frau Matschke, Frau Rüther.

Am kommenden Sonntag um 9.30 Uhr findet der 2. Termin statt.

Foto: Bernd Richter

 

Doppelkopfturnier für guten Zweck

Missionskreis St. Marien unterstützt Arbeit in Ghana mit 300 Euro

Von Janice Holtz

Schwelm. Die Karten werden ausgeteilt - zehn für jeden der vier Spieler und los geht's. Ziel des Doppelkopfspiels im Normalspiel: mehr als 120 Punkte erreichen. Der Gewinner des Turniers stand allerdings schon zu Beginn des Tages fest: die Menschen in Ghana. Der Missionsreis der Mariengemeinde unterstützt mit den Einnahmen nämlich die Missionsarbeit in Afrika.

Auch Anfänger willkommen

Um Spiel, Spaß und Sieg ging für die Doppelkopfspieler im Pfarrsaal. Das Kartenspiel ist variantenreich, entsprechend viele Wege können zum Sieg führen - man muss sie nur kennen. Beim 3. Doppelkopfturnier in St. Marien durften alle teilnehmen. Es spielte keine Rolle, ob Spezialisten jede Woche in einer kleinen Runde spielen oder Anfänger an den Start gehen, die noch nie ein Doppel-kopfblatt in der Hand gehalten haben.

,Wir zeigen Spielern, die Doppelkopf noch nicht können, wie es geht und worauf sie achten müssen und freuen uns natürlich, dass immer wieder neue Spieler zu uns finden", erklärte einer der Organisatoren Karlheinz Schattschneider. Das steigere die Konkurrenz und den Reiz.

Bisher hat die Mariengemeinde das Turnier zweimal ausgerichtet

und so durften die Ausrichter an diesem Nachmittag viele bekannte aber auch neue Gesichter willkommen heißen, mit denen es dann in zweimal 16 Spielen um alles ging. Das dauerte seine Zeit.

,Wir haben vier Stunden fürs Spielen, Essen und Spaßhaben eingeplant und verlängern - je nachdem, wie das Spiel es verlangt", sagte Mitorganisator Matthias Wittwer. Das Los entschied über die Zusammensetzung der Spielgruppen.

Dass das ganze Zocken auch einem guten Zweck dient, ist für die Organisatoren ganz klar. Jeder Spieler bezahlte ein Startgeld von sechs Euro und für jedes Spiel mussten die Teilnehmer auch einen Einsatz geben. Die Frauen der Teilnehmer sorgten für Kaffee, Waffeln und herzhafte Kost.

Einer der Spieler war Konrad Kramer. Der Schwelmer nutzt jede sich ihm bietende Gelegenheit, um Doppelkopf zu spielen und war nun schon zum zweiten Mal in St. Marien dabei. „Bis jetzt läuft alles gut, aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben", sagte Konrad Kramer mit einem Lachen.

1. Platz für Norbert Bruchmann

Am Ende des Tages gab es einen knappen Gewinner. Norbert Bruchmann siegte mit einem Punkt Vorsprung vor Karlheinz Schatischneider. Auf den dritten Platz spielte sich Paolo Ferrera und auch die Kasse klingelte ordentlich. 300 Euro ha-ben die Spieler erwirtschaftet. Das Doppelkopfturnier ist eben ein großer Gewinn für die Missionsarbeit und St. Marien.

 

Das Publikum singt leise mit

Kolping-Chor und Akkordeon Club 67 sorgen für einen schönen Tag

Von Bastian Haumann

Schwelm. Singen macht Spaß, hält gesund, vertreibt Wolken. Zumindest mag es den Zuhörern im Kolpinghaus so vorgekommen sein. Für den Sonntag hatte der Kolpingchor unter der Leitung von Ludger Janning zur Frühjahrsmatinee geladen. Verstärkung bekam der Chor durch den Akkordeon Club 67. Und je länger die Sangesbrüder ihre Lieder schmetterten, je länger die Musiker des Akkordeon Clubs spielten, desto mehr lugte die Sonne hinter den Wolken hervor, auch wenn das versprochene tolle Frühlingswetter draußen zwischenzeitlich auf sich warten ließ.

Die Welt der Schlager

Chor und Club wechselten sich auf der Bühne mit dem Musizieren ab und die Überschriften im Programmheft gaben einen Vorgeschmack auf das, was die Zuhörer, die kaum einen leeren Platz an den langen Tischreihen frei ließen, zu erwarten hatten.

Zackiges beispielsweise bestand aus Liedern wie „Feuert los", „Graf Zeppelin" oder der SportpalastPolka. Die drei Stücke, die der Akkordeon Club zum Besten gab, waren bei den Märschen einzuordnen. Im Programmteil „Aus warmen Ländern" fiel die Wahl der Akkordeonspieler auf La Bamba oder Sicillia.

Der Kolpingchor übernahm Programmteile mit der Überschrift „Die Welt der Schlager" oder auch „Alkohol (und seine Folgen)", mit „Ich weiß ein Fass, ein kleines Malheur" oder „O du lieber Augustin". Die Reihenfolge war kaum zufällig gewählt, sondern stand symbolisch für das Fortschreiten eines fröhlichen Tages

Die Wahl der Stücke , der Wechsel zwischen Chor und Akkordeon Club, das alles wusste zu gefallen. Bekannte Lieder sangen einige an den Tischen leise mit, bevor sie ihren Applaus spendeten, den  sich  die Musiker redlich verdient hatten

Zum Abschluss des Konzerts musizierten alle zusammen und verabschiedeten sich bei ihren Gästen mit dem Lied "Dankeschön und aufWiedersehn"

 

Bild von Birgit Rüssing  -  Bericht von Christina Makarona

Schwelm - Es war eine Schändung, die nicht nur bei der katholischen Kirchengemeinde Entsetzen aus-löste: Kurz vor dem Jahreswechsel hatten Unbekannte über Nacht das Wegkreuz, das zwischen Pfarrhaus und dem Hintereingang der katholischen Kirche St. Marien stand, aus dem Schutzhäuschen herausgerissen und zerstört. Ein Teil des Korpus und der Kopf waren geklaut worden, die Arme abgebrochen. Nun wurde die Figur des Jesus Christus in einer feierlichen Stunde wieder aufgebaut. „Ich freue mich, dass das Wegkreuz wieder vollständig ist", sagt Propst Heinz Ditmar Janousek.

Mit der Feier des Palmsonntags begingen die Christen den Beginn der Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu. Traditionell werden in der katholischen Kirche Buchsbaumzweige gesegnet, die dann in den Wohnungen hinter das Kreuz gesteckt wer-den. „Als Zeichen des österlichen Sieges Jesu", so der Propst. Vor der feierlichen Palmweihe vor dem Wegkreuz hinter der Marienkirche und dem Einzug in die Marienkirche konnte er am vegangenem Sonntag schließlich den neuen Christuskörper des Kreuzes segnen.

„Der Christuskörper des über 100 Jahre alten Kreuzes war in der Nacht zum 29. Dezember 2012 murwillig zerstört worden. Der oder die Täter konnten nicht ermittelt werden" bedauerte der Pastor. Die Polizei ging damals von einer Sachbeschädigung aus, zumindest ermittelte nicht nach religiösen Hintergründen.

Das Kreuz selber ist mehr als 100 Jahre alt gewesen und stand bis zur Aufgabe des Grabes der Familie Müller auf dem Oehder Friedhof. Es wurde 1908 für die Gruft des Katasterdirektors Friedrich Müller gefertigt.

Die Familie hatte es St. Marien zum Gedenken an den einstigen Chefarzt des Marienhospitals, Franz Müller, gestiftet. Das Marienhospital hatte bis zum Jahre 1950 zur katholischen Kirchengemeinde gehört, bevor es ausgegliedert wurde.

„Das Kreuz wurde Ostern 2001 aufgestellt", berichtete Janousek nach der Schändung vor drei Monaten. „Aber man hat das Gefühl, es habe immer hier gestanden." Für ihn stand fest, dass eine neue Christus-Figur angebracht werden sollte. Nun schmücken frische Blumen das Schutzhäuschen, es deutet nichts mehr von der Zerstörung 2 von vor drei Monaten. „Das Wegkreuz kann den Vorübergehenden nun wieder Trost und Zuversicht schenken", freut sich Propst Heinz Ditmar Janousek.

 

 

Auf zur Eiersuche

Nach der Familienmesse am kommenden Ostersonntag um 11 Uhr in der katholischen Probsteigemeinde St. Marien  schickz Probst Heinz Ditmar Janousek die Mädchen und Jungen auch in diesem Jahr wieder auf die Suche nach Ostereiern, die rund um die Kirche und dem Pfarrhaus versteckt sein werden. Die Symbolik des Eies ist vom Theologen gedeutet worden. Für die Christen ist das Ei auch Sinnbild des Lebens aus dem Scheinbar Toten. So wird das Ei zu einem der wichtigsten Symbole der Auferstehung. Das Archivbild oben  entstand beim Start der Ostereiersuche im jahre 2009

 

 

St. Marien begrüßt neue Gemeindemitglieder

Damit Neuzugezogene sich schnell heimisch fühlen, veranstaltet die Katholische Kirchengemeinde St. Marien mehrfach im Jahr ein Treffen, um Kontakte zu knüpfen und die Gemeinde vorzustellen.

Damit Neuzugezogene sich schnell heimisch fühlen, veranstaltet die Katholische Kirchengemeinde St. Marien mehrfach im Jahr ein Treffen, um Kontakte zu knüpfen und die Gemeinde vorzustellen. Rund 200 Einladungen hat der Gemeinderat an katholische Haushalte in Schwelm geschickt und alle neu zugezogenen Bürger in den Pfarrsaal St. Marien eingeladen.

Positive Resonanz

.Wir sind froh, wenn von diesen 200 Einladungen 20 angenommen werden., sagt der Vorsitzende des Gemeinderates Heinz-Georg Thier, .nicht alle fühlen sich mit der Kirche verbunden aber von denen, die hierher kommen, erhalten wir immer eine sehr positive Resonanz..Vor vielen Jahren war es üblich, dass die Gemeindemitglieder von Tür zu Tür gingen und die Einladungen ausgesprochen haben, aber da dieses Prozedere sehr aufwändig war und den Gemeindemitgliedern viel Ablehnung entgegen gebracht wurde, hat sich ein gemeinsames Mittagessen nach der Sonntagsmesse zum Treffpunkt für Neuhergezogene etabliert. Wir wollen in einem gemütlichen Rahmen zeigen, was in unserer Gemeinde so los ist. Dazu gehören unsere Gottesdienste, der Kindergarten und die Gesangs- und Jugendvereine., zählt Thier auf. Alle diese Angebote sollen den Leuten Anlaufpunkte bieten und ihnen  helfen,sich in der erst einmal fremden Stadt heimisch zu fühlen. Familie Ziaja ist aus dem Saarland nach Schwelm gezogen und die 15-jährige Tochter Annika und ihre Mutter Jeanine haben das Angebot der Gemeinde dankend angenommen: Wir waren im Saarland sehr aktiv im Vereinsleben und weil wir hier bisher noch keinen Anschluss gefunden haben und sich erst alles finden muss, sind wir sehr froh, dass wir hier erste Kontakte knüpfen können., erklärt Jeanine Ziaja. Denn so ein Umzug bedeutet nicht nur sich von seinem örtlichen Umfeld zu lösen, sondern auch von Freunden und Bekannten. .Ich bin eineinhalb Jahre beruflich nach Wuppertal gependelt und nur am Wochenende die drei Stunden nach Hause zurückgefahren, so ist es für uns alle eine große Erleichterung, dass wir nun gemeinsam den Stadtwechsel gewagt haben., sagt Ziaja, denn für sie war es immer klar, dass sie nicht gegen den Willen ihrerTochter umziehen würde.

Menschen an die Hand nehmen

.Nach meinem Hauptschulabschluss hat der Umzug in eine neue Stadt gepasst, da auf jeden Fall ein Schulwechsel angestanden hätte . wir bereuen es nicht, dass wir jetzt in Schwelm wohnen., beteuert Annika Ziaja. Die 15-Jährige besucht nun ein Berufskolleg in Wuppertal, pflegt aber immer noch den Kontakt ins Saarland. Bei einer guten Gulaschsuppe stellte Propst Heinz Ditmar Janousek den Gästen die Verbände, Veranstaltungen und Angelegenheiten der Gemeinde St. Marien vor. .Die Leutefühlen sich persönlich angesprochen und sind oft froh darüber, dass wir sie in der neuenStadt an die Hand nehmen., sagt Thier mit einem Lächeln.

 

 


Kreisdechant Dietmar Janousek Dietmar Janousek
,
 
höchster katholischer Würdenträger im EN-Kreis.

zur Rücktrittserklärung von Papst Benedikt:

Von Kurt Bein

FOTO: MAKARONA

Über den Rundfunk Kanal des Vatikans hatte am Montag Kreisdechant Dietmar Janousek von der Ankündigung erfahren,
dass Papst Benedikt XVI.  am 28. Februar von seinem Amt zurücktreten will.
Janousek, der höchste katholische Würdenträger im Ennepe-Ruhr-Kreis, erklärte zu dem für die katholische Weltkirche ungewöhnlichen Vorgang auf Anfrage:
.Ich zoll’ unserem Kirchenoberhaupt für diese bestimmt nicht leicht gefallene Entscheidung meinen vollen Respekt." Dass ein Papst zu seinen Lebzeiten aus diesem Amt der Weltkirche ausscheidet, ist seit dem frühen Mittelalter nicht mehr vorgekommen. Von seiner Statur her, sei der 85jährige Papst keine kräftige Erscheinung. Die Anstrengungen des Amtes zehrten körperlich und geistig an einem Menschen. In seiner Rücktrittserklärung habe sich Papst Benedikt zu diesem Kräfteverlust bekannt, betont Dietmar Janousek.
Er erinnert daran, dass der deutsche Papst während seiner Besuche in Deutschland umjubelt gewesen sei.
.Allerdings ist er auch verun glimpft und vielfach in eine falsche Ecke gestellt worden", sagt der Dechant.
 Für das Bistum Essen befürchtet Dietmar Janousek durch den Rücktritt negative Auswirkungen.
Das Bistum warte auf die Ernennung eines neues Weihbischofs.
Durch die jetzt eingetretene Situation werde sich aller Voraussicht nach die Ernennung verzögern.
Frage: Wer könnte neuer Papst werden? Janousek: .Schon bei der Wahl von Benedikt,
 im Jahr 2005, wurde über einen Kandidaten aus Dritt-Welt-Ländern gesprochen."

 


Dicke Sause im Kolpinghaus

Von Lara Unglaube

  Wer nicht unbedingt ein Kölsch direkt vor Ort braucht, der kann auch hier bleiben zum Karneval feiern. Am Samstag bewiesen die Kolpings mit ihrer
Karnevalsprunksitzung im Kolpinghaus wieder einmal, was .dicke Sause. bedeutet. Die Stimmung war bereits um 20 Uhr 11, närrischer Zeit,ganz schön oben auf der Spaßskala..

So begann der Einzug, und die verkleideten .Karnevalsfreunde. an den fünf Tafeln  warteten gespannt auf die Rede des Prinzenpaares zum diesjährigen Motto Ägypten.. Wem das nicht lyrisch genug war, der sollte sich die Aufforderung Kolpingnarren, es ist soweit, wir starten die Pharaonenzeit. zu Herzen genommen haben. Das sollte am Samstag jedenfalls nicht die einzige Reimerei gewesen sein. Man stelle sich das Prinzenpaar sowie den Elferrat, der das närrische Parlament im Karneval abgibt, recht .pharaonenmäßig. und nofretetengleich. vor.

Närrische Bühnenshow

Während der Elferrat in die Gesetze des Karnevals einführte, leiteten Prinzessin Julia I und Prinz Matthias II närrisch die .Bühnenshow. ein, die von Gruppen der Gemeinde Sankt Marien und der generationsübergreifenden Kolpingtruppe jedes Jahr auf die Beine gestellt wird: .Sebastian der Starke, wird hart bestrafen, im Saal das Gequake.. Ob Prinz Matthias Kolping damit wohl die Frau im Publikum mit den Teufelshörnern gemeint hat, sei dahin gestellt. Diejenigen, die sich von den dreisten Gedichten nicht abschrecken ließen, dürften bei den darauffolgenden Performances aller Altersklassen und bei erstklassiger Bewirtung wirklich Freude gehabt haben. Die .Regenbogenfische., sprich 13 Mädels in - hihi - weißen Pullis, zeigten unter der Leitung von Meike Peters-Decker und Giusi Lo Grasso ziemlich zu Anfang ihr tänzerisches Können und heizten die Narrenanhänger ganz schön ein. Weniger jung und weniger attraktiv, dafür wesentlich erfahrener, zeigte sich ungeniert der Kolpingchor zu 25 Mann, und sang zum Akkordeon und dem Applaus aus voller Kehle. Gar nicht schlecht . Leiter Ludger Janning hat den Gesangsverein sichtlich im Griff, und das bei gar nicht so langer Vorbereitungszeit.

Mitaktiver Michael Decker erklärt: .Drei bis vier Wochen wird in etwa geprobt. Das ist Karneval aus eigenen Reihen, der jetzt seit 1954 besteht. Die Ideen sind natürlich alle Eigenkompositionen. Außerdem sind alle Generationen vertreten, das ist doch schön.. Das fanden auch die Karnevalisten unterhalb der Bühne und lachten sich beispielsweise bei Worten des Präsidenten Martin Heringhaus, der zum 20. Mal durch den Abend leitete und auch als Vorsitzender der Kolpingfamilie fungiert, ins Fäustchen. Darauf folgte ein super Auftritt der Katharina-Gruppe KFD und die Mädchengruppe Krosse Krabben, die wohl allein schon wegen des Namens ordentlichen Applaus einheimste, zeigte was sie tanztechnisch drauf hat.

Das Pastoralteam brachte ordentliches Gelächter hervor, musikalisch wurde es mit 21- bis 23-Jährigen .Quietschewürmern., die bereits seit langer Zeit gemeinsam etwas .Närrisches. hervorbringen. Na klar, dass am Samstag bei so viel Energieverbrauch auch für den notwendigen Energieschub gesorgt werden musste. Wirt Johann Hacker nimmt den Stress locker: Ja, die ganze Familie ist eingespannt. Macht aber Spaß.. Bei so netter Atmosphäre durften dann auch die letzten .Acts. des Abends nicht fehlen, bevor bis in die Morgenstunden gefeiert wurde.

 Auf die Bühne traten noch die .Playbackshow. mit Richard Christopher Planke, Johannes Spitz und Sebastian Polder sowie .Glatze ohne Mütze. auf. Letzteres war von Christian Beckmann und Bastian Thier inszeniert worden. Christian Beckmann als Handpuppe . in der Tat lustig anzusehen. Um die Stimmung noch einmal richtig auf den Höhepunkt zu bringen, tanzten .Les Dames Barbues., die bärtigen Damen, Klamauk zu Oldies, und schafften somit den Übergang zum großen Finale, bei dem alle Gruppenmitglieder noch einmal auf die Bühne stiegen.

Regina Duwe ist begeistert: .Für Schwelm ist der Karneval im Kolpinghaus einzigartig und brillant. Es hat schon kölsche Adern.. .Auch soziale., weiß Michael Decker noch zu erwähnen: .Am Freitag gab es eine Veranstaltung zugunsten Behinderter, die sehr gut ankam.. Die Karnevalsprunksitzung war jedenfalls wieder ein voller Erfolg. Hut ab vor den Kolping-Aktiven, die am Sonntag alle noch einmal zum Marienstift loszogen, um den Senioren den Frohsinn ins Haus zu bringen. Wasbleibt da noch zu sagen außer .Helau.?

 


Schwelm Helau! Kochlöffel-Geschwader stürmt Kolpinghaus

Die Frauen der KFD schunkelten sich warm. Der Katharina-Kreis nahm die Jecken mit ins Krankenhaus
FOTOS : THEO SCHMETTKAMP   -  BERICHT CHRISTIANE LANWEHR

Schwelm,. Donnernd erhebt sich die Klatsch-Rakete. Wieder und wieder fegt sie durch den
Saal und bringt auch den letzten Stuhlhocker hoch von seinem Sitz. Weiberfastnacht ist das
Kolpinghaus Hoheitsgebiet der KFD: .Schwelur Helau. St. Marien Helau", donnert es durchs
Gemäuer - wer am dollen Donnerstag Karneval in Schwelm feiern möchte, ist hier genau
richtig: Ein zweieinhalb stündiges Programm, Musik und Tanz bringen die Gäste auf Trab
.

160 Weiber außer Rand und Band

Rufen die Katholischen Frauen Deutschlands aus St. Marien zum Jecken- Treiben, geht es
hoch her im Saal. So viele wollen kommen, dass die Karten mehr als einmal verkauft werden
könnten. 160 jecke Weiber finden schließlich Platz, alte, junge, bunt kostümiert erleben einen
munteren Abend mit viel Musik und vor allem Auftritten, die mit viel Liebe und Humor vorbereitet wurden.

.Das war eine tolle Sitzung", hielt die KFD-Vorsitzende, Angelika Piepenbrink fest. .Und
das alles mit eigenen Leuten", lobte sie ihre Mannschaft. In der Tat: Ob Judith-, Katharinaoder
Teresa-Gruppe - umnur einige zu nennen - wer behauptet, Schwelm sei karnevalistische
Diaspora, hat diesen Abend nicht miterlebt. Leicht und lebendig moderiert von
Sitzungspräsidentin Angelika Meissner ging es um die Aufarbeitung des .Pflegenotstand",

Gedanken einer Kirchgängerin am Sonntag oder aber eine Bibelauslegung der weiblichen
Art - Frohsinn und Leichtigkeit den Ablauf. Dazu ein .Gastauftritt" bestrumpfter Männer - eingelungener Coup.

Wenn Stimmung und Ausgelassenheit den Siedepunkt erreicht haben, ist es traditionell Zeit,
die Stimmung überkochen zu lassen: Betritt das Pastoralteam die Bühne, kennt der Jubel
keine Grenzen. Tatsächlich übertreffen sich die Akteure um Propst Janousek an Einfallsreichtum,
Fantasie und Selbstironie:Wer wollte nicht schon immer mal den Pastor als
Tutanchjanou" sehen, stilecht gewandet und hoheitsvoll nickend. Umgeben war er vom Hofstaat
bestehend aus Kantor Ulrich Isfort, Kaplan Benedikt Ogrodowczyk, Diakon Michael
Nieder und Küster Michael Schmidt. Sie gaben das fabelhafte Fußvolk des mächtigen
Herrschers ab, Pfarrsekretärin Birgit Rüssing eine feine Hofdame.

So endete der offizielle Teil einer Veranstaltung, die es nun bereits im 60. Jahr gibt, mit
donnerndem Applaus. Aus kleinen, privaten Anfängen erwuchs mit den Jahrzehnten eine
Veranstaltung, die professionelle Vergleiche nicht zu scheuen braucht.
Schwelm Helau. St. Marien Helau. KFD Helau! Bis zum nächsten Jahr

 


TUFF geht mit Propst in den Ruhestand


Schwelm  -  von Christiane Lanwehr

 Es klingt ein bisschen wehmütig. .Er gehört doch zu mir., sagt Heinz-Ditmar Janousek und lächelt versonnen. Versunken in Erinnerungen.  Wie das so ist, wenn etwas Schönes zu Ende geht. Wie das so ist, wenn man Abschied nimmt.  Und Abschiede stehen Propst Janousek in diesem Jahr,  das sein letztes als Propst von St. Marien sein wird, viele bevor. Ein erster Abschied ist am Sonntag  ab 11 Uhr. Da kommt er zum letzten Mal in die Marienkirche mit Tuff, seinem Tuff, dem flauschigen  Plüschhund, der sprechen kann. Wobei es nicht so wirklich traurig zugehen wird. Eher lustig, sehr lustig.
Es ist schließlich Karneval. Da wird sogar in der Kirche gelacht.

Und wie. Voll wird es sein, wie sonst nur zu hohen Feiertagen. Und wie an diesen sind viele Menschen
 besonders gekleidet. Doch nicht im feinen Festtags-Zwirn laufen sie auf, sondern viele Kinder sind verkleidet als Piraten, Prinzessinnen, Cowboys und Indianer.
Clowns mischen sich unter die Gottesdienst-Besucher ebenso wie Polizisten und Astronauten. Sehen wollen sie Tuff. Der hält, geführt von des Pastors Hand,
ein Zwiegespräch mit dem 68-Jährigen über Gott und die Welt. Tabus gibt es keine, sehr gerne hackt Tuff auf seinem Herrchen herum. Immer wieder geht es
um dessen Gewicht, ums Zölibat, ums Aussehen des Kaplans, um Fußball . eigentlich alle bekommen ihr Fett weg.Das Manuskript stammt aus Janouseks Feder. Ist Tuff also sein Anderes Ich, das sich Dinge zu sagen traut, die er sonst nicht aussprechen würde? Das denkt er nicht.
Das Ganze soll keine Karnevalsveranstaltung sein., betont der Pastor. .Ich möchte immer auch Katechese machen. In diesem Jahr geht es um Karneval, die Fastenzeit
und den Sonntagsgottesdienst. Es geht um Gottvertrauen., stellt er die Themen vor, die er erklären möchte. Das alles verpackt mit reichlich Selbstironie und Witzen, die auch mal über die katholischen Stränge schlagen. Dabei findet er es nicht schwierig, Humor in die Kirche zu tragen . und dabei die Freude am Glauben zu vermitteln. Spontan einen Witz parat hat er nicht? .Wir üben das am Samstag., sagt er. Dann ist Tuffs Stimme angereist. Julius Hartje, ältester Sohn des ehemaligen Küsters, leiht
sie ihm und kommt eigens dafür in die alte Heimat. Er übernimmt Tuffs Antworten, zu sehen ist er dabei nicht, so dass der Eindruck entstehen könnte, der Pastor
beherrsche das Bauchreden. Was Tuff sicher zu einer vorlauten Bemerkung verleiten würde. Von wegen Bauch und so....Er ist wieder ganz schön frech., verrät Janousek. Genau das wollen sie aber hören. Unruhig wird das erste Bellen des kleinen Freundes erwartet. Laut wird dann
gelacht werden im Gotteshaus, Szenenapplaus wird es ebenso geben wie zum Abschluss begeistertes Klatschen. Von Jung und Alt. Was doch eher selten ist in
diesem Rahmen und den Altgedienten natürlich freut. Schon zu Kaplan-Zeiten, in Mülheim-Dümpten in den 70er Jahren, ist er mit einem Hund aufgetreten.
Damals musste er noch um Erlaubnis fragen, sein Pastor hatte arge Zweifel, so dass er sogar seinen Urlaub verschob, um dem Spektakel beizuwohnen. Vor 17 Jahren hatte Tuff seinen ersten Auftritt in Schwelm. Wobei Auftritt nicht das richtige Wort ist, denn es soll .keine Büttenrede. sein. Um Erlaubnis muss
Janousek schon lange niemanden mehr fragen. Tatsächlich, Tuff gehört zu ihm. Und geht wohl mit ihm in den Ruhestand. Abschiedsvorstellung also für Tuff. Abschiedsvorstellung für den Pastor. Da laufen manchem nicht nur vor Lachen die Tränen.

 

 

Lohnverzicht statt Kündigung


Schwelm/Wuppertal.
von Bernd Richter

Insgesamt 90 Mitarbeiter, die sich auf ca. 70 Vollzeitstellen verteilen, sind von der Schließung des Marienhospitals zum 30. Juni 2013 betroffen.

Das bestätigte gestern die Sprecherin der Geschäftsführung des Klinikverbunds  St. Antonius und St. Josef, Adelheid May, auf Nachfrage unserer Zeitung.
 Die gute Nachricht in der schlechten:
Der Krankenhausträger, zu dem seit 2009 auch die Schwelmer Klini gehört, will durch kreative Arbeitsmodelle alle Mitarbeiter weiter beschäftigen.
Unser Ziel ist es, unbedingt betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, so Adelheid Mayweiter. Gelingen soll das zum einen durch die natürliche Fluktuation im Verbund, zumanderen durch Verzicht der Mitarbeiter auf Arbeitszeit und Lohn. Wir appellieren an dieserStelle an die Solidarität der Mitarbeiter, gab die Sprecherin der Geschäftsführung den Wegvor. Unternehmensführung und Personalvertretung haben bereits gestern ihreVerhandlungen aufgenommen. Das Erarbeiten eines Sozialplans werde allerdings nichtGegenstand der Gespräche sein, betonte Adelheid May. Wir sind eine Klinikgruppe, die sichchristlicher und katholischer Werte verpflichtet sieht, sagte sie unserer Zeitung.
Neben dem Standort in Schwelm wird der Klinikverbund auch sein Krankenhaus in Velbert-Neviges voraussichtlich zum Jahreswechsel 2013/2014 schließen. Von dieser Maßnahmesind weitere 90 Mitarbeiter betroffen.Dr. Bruno Kurth, Stadtdechant Wuppertal und Vertreter der Gesellschafterversammlung,sprach sich für die Stärkung des Standorts Wuppertal aus. Die Entscheidung ist schmerzlichfür Schwelm und Neviges, aber für Wuppertal ist das gut. Die Stimmung unter denMitarbeitern des Klinikverbunds bezeichnete er als gut, die Blicke seien nach vorne gerichtet.
Endlich herrscht Klarheit.
Begründet werden die Standortschließungen mit Verlusten in Millionenhöhe. Die sind von2009 bis Ende 2012 zwar von 14,3 Millionen Euro auf 8 Millionen Euro zurückgegangen.Doch ohne die Aufgabe von Standorten sieht der Verbund keine Möglichkeit wirtschaftlich zuüberleben. Um die positive Entwicklung weiter fortzusetzen, sollen die Angebote derKlinikverbunds zukünftig an den drei Wuppertaler Standorten in Elberfeld (Krankenhaus St.Josef, St. Anna-Klinik) und Barmen (Petrus-Krankenhaus) konzentriert und dort weiter ausgebaut werden. Adelheid May spricht nach vorsichtigen Schätzungen von geplanten
Investitionen von 3 bis 4 Millionen Euro in das St. Josef-Krankenhaus und einem Bettenausbau von 168 auf 210 Betten. Mitte des Jahres sollen die Planungen abgeschlossen sein.
Das Marienhospital verfügt über 95 Betten. Die Geschäftsführung spricht von einer Auslastung in den letzten Jahren von durchschnittlich 60 Prozent. Die Vergleichszahlen für das Petrus-Krankenhaus betragen 85 bis 90 Prozent, St. Josef 75 Prozent und St. Anna 70 Prozent. ?Rund 30 Prozent der Patienten im Marienhospital kommen schon jetzt aus Wuppertal, sagt Adelheid May.


Marienhospital in Schwelm wird geschlossen

 

Schwelm.

Für die Mitarbeiter des Marienhospitals und auch die Bürger in Schwelm

war gestern ein schwarzer Tag. Auf einer Personalversammlung verkündete die Geschäftsführung des Klinikverbund St. Antonis und St. Josef das

Aus für das traditionsreiche Krankenhaus inmitten der Stadt. Von der Standortaufgabe sind etwa 50 bis

60 Vollzeitarbeitsstellen betroffen. Zum 30. Juni 2013 wird der Standort Schwelm geschlossen, bestätigte gestern Wolfgang Peetz,

 


EIN ORGEL SPIELENDER AKTIVPOSTEN


Schwelm.

von Bernd Richter

 

Es gibt nur wenige Menschen, die Orgel spielen können. Und sicherlich noch

weniger, die von sich behaupten können, einmal einen waschechten

Kammersänger auf dem Tasteninstrument begleitet zu haben. Bernarde

Everdingkann beides für sich in Anspruch nehmen. Die 82-jährige Schwelmerin hat

einmalRudolf Schock an der Orgel begleitet. Eine Autogrammkarte mit

persönlicherWidmung ist heute noch in ihrem Besitz. Frau Everding mit besten Dank

für die guteBegleitung, hatte ihr der 1986 in Düren verstorbene lyrischer Tenor in

schönsterSchreibschrift attestiert.

Doch mit dem Talent zum Orgelspiel allein wird man der Person von

BernardeEverding nicht gerecht. In ihrem langen Leben hat die Katholikin sich stets

für ihren

Glauben und ihre Mitmenschen eingesetzt. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Heinz-

Georg Thier hatte sie auf dem Neujahrsempfang der Propsteigemeinde St. Marien

gemeinsam mit weiteren Aktivposten ausgezeichnet. Prälat Heinz Ditmar

Janousek,Propst an St. Marien, sprach ihr in dankbarer Anerkennung für 65 Jahre

Orgelspielin St. Marien, Hl. Geist und wieder St. Marien, wie auf der überreichten

Marien-Ikonenachzulesen ist, den Dank der Gemeinde aus.

Die Musik begleitet Bernarde Everding ihr ganzes Leben lang. Franz

Fürstenberg,Organist in St. Marien, ist ab 1939 der Klavierlehrer von ihr. Durch ihm

kommt sie

drei Jahre später auch zum Orgelspiel. Frag mal deine Mutter, ob du

Orgelspielenlernen darfst. Ihr seit ja immer in der Kirche, fragt er die damals

Elfjährige. DemInstrument blieb sie ein Leben lang treu. Sie spielt Orgel in der

Kirche, auf Geheißvon Kaplan Lütteke im Schwelmer Frauen- und später auch

Männergefängnis (auch

das gab es einmal in der Kreisstadt), begleitet den Kirchenchor der

EvangelischenGemeinde Gevelsberg in den Nachkriegsjahren, vertritt den

Organisten Paul Stumpein St. Marien, spielt bei standesamtlichen Trauungen und

Hochzeiten in der Marienkirche, greift bei Trauerfeiern auf dem Friedhof Oehde auch

für die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm in die Tasten und wird erstmals mit

Dienstvertrag 1964 Organistin in der neuen Kirche Hl. Geist.

Mitgründerin der Lila Damen

Als zweifache Mutter findet sie auch noch Zeit, sich in verschiedenen Gruppen

innerhalb der Gemeinde zu engagieren. 1947 gründet Bernarde Everding die erste

Barbaragruppe, 1964 die zweite Gruppe in Heilig Geist. Auf Wunsch von Pastor

Lütteke ruft sie 1960 den Jungmütterkreis ins Leben, leitet zwischendurch als 1.

Vorsitzende die kfd und legt den Grundstein für den Weihnachtsbasar in Hl. Geist.

Als gelebte Ökumene fast noch ein Fremdwort ist, gründet Bernarde Everding 1979

gemeinsam mit Frau Plücker von der Freien ev. Gemeinde in der Kaiserstraße die

noch heute existierende evangelisch-katholische Krankenhaushilfe Lila Damen.

Erst 1995 gibt die stets vor Energie sprühende Frau die Leitung in jüngere Hände ab.

Dass sie auch einmal Nein sagen kann, beweist Bernarde Everding 1979 in einem

Schreiben an den Pfarrgemeinderat Heilig Geist. Dort wird sie mit immer mehr

Arbeitsaufträgen versorgt, so dass sie einen Schlussstrich ziehen muss. Ihren

nachvollziehbaren Austritt aus dem Gremium begründet sie gleich mit einer nicht

enden wollenden Aufzählung der Ämter, für die sie in der Gemeinde steht.

?Ich hab das immer gerne gemacht, habe in der Zeit viele nette Leute kennen

gelernt, resümiert Bernarde Everding. Dem pflichtet auch Ehemann Franz-Josef

Everding bei. Der 82-jährige ehemalige Posthauptsekretär war selbst ein Aktivposten

in der Gemeinde, spielte auch 17 Jahre als Klarinettist in der Schwelmer

Feuerwehrkapelle. Wir haben das nur für Ihn gemacht. Das zu sagen ist uns wichtig,

sind sich die Eheleute einig und zeigen auf das Kreuz an der Wand.

Von Bernd Richter

 


Familientag in St. Marien


von Jacqueline Stork

Munter tollen die Kinder durch den Pfarrsaal der Propsteigemeinde St. Marien. Es ist

bereits der fünfte Familientag, den die katholische Kirchengemeinde

veranstaltet. Und wie in den Jahren zuvor, gibt es auch diesmal ein Thema, unter

dem das Treffen steht: ?Reise um die Welt in Anlehnung an die Abenteuer von

Sophies Kuschelhasen Felix, der Star einer Kinderbuchserie.

Eingeläutet wurde der Tag, der ganz den Familien gehört, mit einer Familienmesse.

Beim gemeinsamen Brunch konnten sich dann Kinder und Eltern

für den weiteren Nachmittag stärken. ?

Es warten große Aufgaben auf die Eltern und ihre Kinder, lachte Organisatorin

Elisabeth Thier. Gemeinsam mit rund 25 Helfern plante sie den Familientag. ?Das

Wichtige ist, dass Kinder und Eltern bewusst etwas gemeinsam machen, erklärte

Elisabeth Thier das Ziel des Tages.

Globus-Luftballons und bunte Fahnen aller Nationalitäten ließen schnell auf das

Motto des Tages schließen. Besagter Kuschelhase Felix ist auf dem Flughafen

plötzlich verschwunden. Sophie ist natürlich sehr traurig, weil sie ja nicht weiß, wo ihr

geliebtes Stofftier abgebliebenist. Doch dann bekommt sie Post aus

fernen Ländern von Felix, der sich heimlich aus dem Staub gemacht hat, um die Welt

zu entdecken. Er berichtet Sophie von seinen Abenteuern.

Fünf Arbeitsgruppen mit je rund 20 Personen zogen sich für rund zwei Stunden

zurück, um

gemeinsam eine kleine Präsentation vorzuführen. Die Gruppe Amerika entschied

sich den Ureinwohnern zur Ehre Pfeil und Bogen selbst zu basteln. ?Afrika

entwickelte einen eigenen afrikanischen Tanz.

Die Gruppe Mexiko schneiderte sich landestypischen Trachtens.

Auch die Gruppen China und Australien entwickelten landestypische Tänze und

Musik.

Bei den Vorführungen trauten sich auch schon die ganz kleinen Gemeindemitglieder

etwas vorzuführen. Stolz unterstützten die Eltern ihre Kinder dabei.

Danach konnte noch munter durch den Pfarrsaal getobt werden.

Dieser Tag ist immer ein Highlight für die ganze Familie, freut sich Elisabeth Thier.

?Die Eltern sollen ihre Kinder hier nicht einfach abgeben, sondern gemeinsam mit

ihnen etwas unternehmen, so Thier weiter. Dieses Konzept kommt

bei den Eltern gut an. Stefan Koep war in der Gruppe der Mexikaner: Es hat richtig

Spaß gemacht, gemeinsam Trachten zu basteln, meine Kinder

waren begeistert. Auch Claudia Da Silva ist vom Familientag begeistert: ?So lernt

man sich auch innerhalb der Gemeinde viel besser kennen, was den Zusammenhalt

stärkt. Auch das Fazit von Elisabeth

Thier fällt durchweg positiv aus: ?Dieser Familientag ist eine feste Institution

innerhalb der Gemeinde. Es ist ein Tag voller Spaß und Freude für die gesamte

Familie.

 


Kolpingsfamilie Schwelm Zwischen Auftrag und Wandel


Schwelm.


Am Freitagabend eröffnete die Kolpingsfamilie Schwelm als besonderen

Abschluss ihres 150-jährigen Jubiläums in den Ausstellungsräumen

von Schloss Martfeld dieAusstellung Zwischen Auftrag und Wandel.

Basierend auf den Publikationen von Klaus Peter Schmitz, aus der Chronik der

Kolpingsfamilie, der Stadt- und der Propsteigeschichte St. Marien,

hatte ein mehr alszwanzigköpfiges Team von Kolpingmitgliedern in Zusammenarbeit

mit dem stadt- undregionalgeschichtlichen Museum Haus Martfeld

eine umfassende Ausstellung vorbereitet.Auf 60 Tafeln zeigt die Kolpingsfamilie ihre

150-jährige Geschichte, vermittelt ihre Ziele undstellt ihre Aufgaben vor.

Bürgermeister Jochen Stobbe: Mit der Ausstellung ,Zwischen Auftrag und

Wandelbeschreitet die Kolpingsfamilie einen besonderen Weg, sich der

Öffentlichkeit zupräsentieren. Diese imponierende Ausstellung zeigt, wie sehr die

Kolpingsfamilie in dasgesellschaftliche Leben Schwelms eingebunden

ist. Für ihr Engagement und ihren jahrzehntelangen Dienst ganz herzlichen Dank.

Propst Heinz D. Janousek, Präses der Kolpingsfamilie, erinnerte zusammengefasst

an die150-jährige Zeit der Kolpingsfamilie und dankte ebenfalls für

die jahrzehntelange aktive undwichtige Mitarbeit in der Gemeinde.

?Das, was dieses Kolpingteam in kürzester Zeit zu einer Ausstellung

zusammengestellt hat, verdient höchsten Respekt und Anerkennung, lobte

Museumsleiterin Cornelia Hackler die Kolpingsfamilie.

Auch der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Martin Heringhaus, hob noch einmal

dieseTeamarbeit hervor. Gleichzeitig dankte er Cornelia Hackler und ihren

Mitarbeitern für die herzliche Aufnahme im Heimatmuseum und die im wahrsten

Sinne des Wortes tatkräftigeMithilfe. Als Anerkennung überreichte

Martin Heringhaus der Museumschefin einenfarbenfrohen Blumenstrauß.

Ca. 100 Gäste, darunter der stellvertretende Landrat Willibald Limberg mit seiner

Frau, derSchwelmer Bürgermeister Jochen Stobbe, seine Stellvertreterin

und DachovorsitzendeChristiane Sartor, Propst Heinz D. Janousek, Präses der

Kolpingsfamilie, Pfarrer Ernst-Martin Greiling und viele Vertreter aus Politik,

der Kirchengemeinde, aus befreundetenVereinen und viele Mitglieder der

Kolpingsfamilie Schwelm gaben dieser Eröffnung einenwürdigen Rahmen.

 


Nachdenkliches zum Neujahrsempfang der Propsteigemeinde


Ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen für die Gemeinde. Organisatoren

Vorbereitungskreise für die Gottesdienste geehrt


Schwelm. Von Jacqueline Stark

Die Propsteigemeinde St. Marien lud traditionell zu ihrem Neujahrsempfang in den

Pfarrsaal am Marienweg ein. In gemütlicher Atmosphäre bei leckeren Schnittchen

kamen rund 120 Mitglieder der Gemeinde zusammen.

Kreuzschändung: schwerer Frevel"

Heinz-Georg Thier, Vorsitzender des Gemeinderates, freute sich über das zahlreiche

Erscheinen und nutzte die Gelegenheit, allen erst einmal ein gesundes und

gesegnetes Jahr 2013 zu wünschen. Heinz-Georg Thier blickte in seiner Ansprache

auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen zurück.

Trauriger Höhepunkt für die gesamte Gemeinde war dabei die Schändung des

Wegekreuzes zwischen Pfarrhaus und Kirche. Thier verurteilte diese Tat als

schweren Frevel, der weh tut."

Aber der Vorsitzende des Gemeinderates konnte auch an positive Momente des

vergangenen Jahres erinnern. So feierte die Kolpingfamilie ihr 150-jähriges

Bestehen. ?Die Kolpingschwestem und -brüder haben zu jeder Zeit die

Verantwortung für die Gemeinde getragen", zeigte sich Thier sichtlich stolz.

Gleichzeitig blickte er über die Grenzen Schwelms hinaus und informierte über den

Dialogprozess. ,Wie soll die Kirche in Deutschland in der Zukunft aussehen?", stellte

Thier die entscheidende

Frage, auf die kaum jemand eine rechte Antwort weiß. Es wird noch ein dorniger,

langer Weg werden, bis die Marschrichtung feststeht, aber eine Veränderung ist

notwendig." In diesem Sinne forderte er seine Gemeinde auf, tatkräftig

mitzuarbeiten, denn nur so könne die Gemeinde auf Dauer funktionieren.

Bürgermeister Jochen Stobbe forderte Ehrlichkeit, von den Menschen in der

Gemeinde, von den Politikern und von sich selbst. Ehrlichkeit ist die Grundlage

richtiger Entscheidungen", so Stobbe, der sich einen Wandel vom Ich zum Wir"

wünscht. Das geschaffte wertschätzen zu lernen", so der nachdenkliche Appell des

Bürgermeisters, was in Zeiten von Krisen immer seltener wird.

Für die musikalische Untermalung des Neujahrsempfangs sorgte der CVJMPosaunenchor

mit den jungen Musikern Martin Zurnieden, Anna Zurnieden, Simon

Wittwer und Fabian Beuthel. Traditionell wurden auf dem Neujahrsempfang auch

Ehrenamtliche für ihr besonderes Engagement in der Gemeinde geehrt. Heinz-Georg

Thier ehrte folgende Organisatoren der Vorbereitungskreise für die Gottesdienste:

Verena Hahn, Birgit Jessen, Gabi Bruchmann, Christine Lanwehr, Dorit Hols,

Christian Bucher sowie Katja Korfmann.

Thier ehrte ebenfalls das Orgelspiel-Duo Everding und Exner. Die Gemeinde ließ den

Neujahrsempfang gemütlich ausklingen.

 


Gemeindemitglieder von St. Marien berührt die Not der Menschen in der Welt


Katholische Kirche stellt das Gemeindeleben in Zahlen vor - Gläubige spenden

insgesamt über 162 000 Euro

Schwelm. So sah das Gemeindeleben in St. Marien 2012 in Zahlen aus: Es wurden

26 Kinder getauft,

47 Kinder feierten ihre Erste Heilige Kommunion und

25 Jugendliche und 2 Erwachseneempfingen die Firmung.

9 Ehepaare schlossen den Bund des Lebens im Sakrament der Ehe.

20 Gemeindemitglieder traten aus der kath. Kirche aus;

2 Christen wurden wieder aufgenommen und

2 evangelische Christen traten zum katholischen Glauben über. Der Herr rief

61 Gemeindemitglieder zu sich in sein ewiges Reich.

Durchschnittlich 630 Gemeindemitglieder der besuchten sonntags den Gottesdienst -

das sind

ca. 11 Prozent von 5733 Gemeindemitgliedern.

Auch die Not der Menschen in aller Welt berührte die Christen. Sie spendeten für

Adveniat

2011/2012 36174,75 Euro und für Adveniat 2012/2013 bisher ca. 32600 Euro

Die Caritas Winter-Haussammlung brachte bisher 3.500 Euro.

Die Sternsinger sammelten 2012 10.361, 36 Euro und für Misereor wurden

12.898,78 Euro gespendet.

Darüber hinaus gab es für Renovabis 2543,65 Euro und für Missio 3.463, 24 Euro,

sowie für die Diaspora 1.654,59 Euro.

Spendenaktionen für Quilmes (Prälatengarten, Spenden zu Geburtstagen und

Begräbnissen)

und die Kinderkollekte in der Adventszeit erbrachten ca. 38.000 Euro.

Für die Aufgaben der Gemeinde wurden 21.700 Euro gespendet

 


Christliche Gemeinde kauft Zentrum Hl Geist


Schwelm. Von Bernd Richter

Die katholische Kirchengemeinde Propstei St. Marien hat das

ehemaligeGemeindezentrum Hl. Geist an die Christliche Gemeinde Bergstraße

in Schwelm verkauft. Bis zum Jahresende will die Käuferin das einstige Gotteshaus

umgebaut und den Gemeindesitz von der Bergstraße dann an

die Sedanstraße verlegt haben.

Am Freitag wurde der notarielle Kaufvertrag unterzeichnet. Die Propsteipfarrei ist

froh, dass die Kirche und das Gemeindezentrum Heilig-Geist weiterhin als Ort

des christlichen Glaubens und der Glaubensverkündigung dienen, kommentierte

Pfarrer Heinz DitmarJanousek den zustande gekommenen Kaufvertrag.

Verkauft wurde nicht nur die Kirche, sondern auch das Pfarrhaus und das

Gemeindezentrum.

Prälat Heinz. D. Janousek: 

Der Kindergarten ist von dem Verkauf nicht betroffen, die Immobilie ist weiterhin im

Besitz der Propsteipfarrei. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen

vereinbart. Der Verkaufserlös werde laut Pfarrer Janousek dem Substanzkapital der

Kirchengemeinde Schwelm zugeschlagen.

Der Zinserlös aus dem Ertrag wirdaufgeteilt:
40 Prozent bekommt die Kirchengemeinde inSchwelm,

60 Prozent verrechnet das Bistum mit

seinen jährlichen Zuwendungen an

dieSchwelmer Gemeinde. Die Christliche

Gemeinde Bergstraße freut sich, dass sie

nun mehr Möglichkeiten hat, ihr

Gemeindeleben in größeren

Räumlichkeiten zu entfalten.

In den letzten Jahren ist dort dieZahl der Gläubigen stark angewachsen, so dass der

Standort Bergstraße bei Veranstaltungen aus allen Nähten zu platzen

droht. Das Gelände an der Sedanstraße ist rund achtmal so groß wie das an der

Bergstraße.Wir zählen zurzeit 160 Mitglieder. Hinzukommen bei Veranstaltungen

noch Gäste, so ein Sprecher der Gemeinde gestern. In denletzten Jahren sei

besonders die Kinder- und Jugendarbeit ausgeweitet worden.

Das Areal an der Sedanstraße biete beste Voraussetzung für die Gemeindearbeit,

der Standortwechsel erweitere auch die Parkmöglichkeiten.

Im Frühjahr 2013 wird die Christliche Gemeinde Bergstraße damit beginnen, die

notwendigen Umbauarbeiten durchzuführen.

Mit dem Inhaberwechsel haben auch diebisherigen Mieter einen neuen

Ansprechpartner. Zurzeit ist dort noch die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Mark-

Ruhr untergebracht und zwei Wohnungen sind anPrivatpersonen vermietet. Mit den

Mietern werden in den nächsten Tagen Gesprächegeführt, versicherte ein Sprecher

der Christlichen Gemeinde Bergstraße gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das aus Mitte der 1960er Jahre stammende Gemeindehaus an der Bergstraße hat

die Christliche Gemeinde bereits an einen Privatinvestor verkauft, zum Jahresende

muss die Immobilie geräumt sein.Die Christliche Gemeinde Bergstraße kann auf eine

lange Tradition in Schwelmzurückblicken. Ursprünglich wurde sie vor circa 200

Jahren gegründet. 1996 gingen einige Gemeindemitglieder neue Wege und trennten

sich von der Religionsgemeinschaft. In der jetzigen Konstellation gibt es die

Gemeinde Bergstraße seit 1996. Die ehemalige Kirche Hl. Geist wurde von der

Katholischen Kirchengemeinde Schwelm aus Kostengründen im November 2010

aufgegeben.

Damals war von einem Sanierungs- und Instandhaltungsstau von circa 200 000 Euro

die Rede. Am Allerheiligentag hatten sich die Gläubigen von ihrem Gotteshaus mit

einem festlichen Gottesdienst verabschiedet. Teile des Inventars stehen heute in der

polnischen Hl.-Geist-Gemeinde in Zabrze (Hindenburg).

 


Prinz erfüllt sich KIndheitstraum


Schwelm.

Matthias II. Spormann und Julia I. Feldmann ( in der Mitte ), das neue Prinzenpaar

bei der Prinzenproklamation der Kolpingfamilie am 05.01.2013 in der Gaststätte Kolpinghaus

in der August-Bendler-Straße 17 in Schwelm. Das alte Prinzenpaar Kartin Grimme und

RichardChristopher Blanke stehen außen.

Foto:

WAZ Foto Pool / Sebastian Lahmer

Schwelm. Mit einem dreifach kräftigen Schwelm Helau wurde sie am Samstag

besiegelt, die Proklamation des neuen Prinzenpaars der Kolpingsfamilie. Matthias II.

und Julia I. haben einen guten Start mit ihrer humorigen Antrittsredehingelegt und sagten

schwungvoll, wohin die Reise in diesem Jahr geht: Kolpingnarren, es ist soweit,

wir starten die Pharaonenzeit.

Bis sich das Paar auf dieses Motto einigen konnte, muss es wohl diverse

Diskussionen gegeben haben. Vampire, Dirty Dancing oder Grease /

Das würde zwar passen, von der Umsetzung jedoch mies / Und hinzu kam, dass die

Dame fänd toll / wenn die Prinzessin darf aussehen wundervoll,

verriet Prinz Matthias in launigen Reimen. Mit der Zeit der Pharaonen konnte sie sich

anfreunden, Julia Feldmann wird in der Karnevalssession als

königliche Cleopatra mit einem begeisterten Cäsar an ihrer Seite in die Bütt steigen.

Für Matthias Spormann war es ein Kindheitstraum, mal als Prinz die

Kolpingsfamilie zu regieren. Genetisch bedingt offenbar, waren doch seine Eltern

Birgit und Georg schon in Amt und Würden gewesen, vor über 30 Jahren

und gleich zweimal hintereinander. Ihr Spross, inzwischen selber 30 Jahre alt,

bekannte nun freimütig, dass er lange nach der Frau an seiner Seite, mit der er

seinen Traum auch wahr machen konnte, suchen musste. ?Die Suche war lang / die

Reise war hart / da wuchs mir doch fast ein Almöhibart / Doch dann? fand ich sie /

der Kummer war weg / Sie ist sogar ein Karnevalsjeck.

Letzteres hatte Julia Feldmann früher allerdings in der Karnevalshochburg Köln

ausgelebt, sagt sie. Vor der gereimten Proklamation bekamen die Gäste

im stramm gefüllten Kolpinghaus noch Bilder der vergangenen Session zu sehen, in

der sich zum 150. Jubiläum alles ums Motto Starlight Express gedreht

hatte. Startschuss für Kartenvorverkauf Das Prinzenpaar 2012, Richard Christoph

Blanke und Katrin Grimme, verabschiedete sich ebenfalls reimend nach

ihrem Jubiläums-Exzess und versprach den Nachfolgern: Ihr werdet Wunderbares

erleben / und einige Male die Gläser könnt heben.

Sie seien zum Abdanken jedenfalls nur schweren Herzens bereit. Schließlich

entstammt auch Richard Christopher Blanke einer Familie mit

jecken Wurzeln: seine Eltern Monika und Richard Blanke regierten die

Kolpingsfamilie als Prinzenpaar in der Session 1984.

Mit der Prinzenproklamation fiel auch der Startschuss für den Kartenvorverkauf für

die Prunksitzung am Samstag, 9. Februar,

und für den Kinderkarneval am Rosenmontag, 11. Februar. Für Musik bei der

Prunksitzung sorgen wieder die

?Sunwings aus Hattingen, Beginn wird sein um 20.11 Uhr, der Kinderkarneval wird

um 15.11 Uhr losgehen und abends werden wir auch noch Kneipenkarneval

feiern, freut sich Prinz Matthias auf ein paar tolle Tage.

Von Annette Siebert

 


Heilige drei Könige mit Lampenfiebe
r


Schwelm/Düsseldorf.

von Christine Lanwehr

Ja, doch, gaben sie hinterher zu, ein bisschen angespannt waren sie dann doch. Ich

war aufgeregt, gibt Paula Jessen zu. Die Elfjährige sagt es ehrlich und auch

ein bisschen erleichtert, dass der große Auftritt, verfolgt von dutzenden

Fotoapparaten und Kameras, perfekt über die Bühne gegangen ist. Denn für das

Bistum Essen brachten vierSchwelmer Sternsinger den Segen in die Düsseldorfer

Staatskanzlei und wurden dort in der elften Etage hoch über dem Rhein von der

stellvertretenden Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann empfangen.

?Es hat alles gut geklappt, sagt Markus Pabst. Der 19-Jährige begleitete die

jüngeren Könige, neben Paula noch Tobias Kramm (13), Franziska Pumpe (10),

Lowisa Kirschbaum (10), alle aus der Propsteigemeinde St. Marien. Sie haben sehr

schön gesungen und den Segen vorgetragen, berichtet Markus, in jungen Jahren

selber als König aktiv in der Kreisstadt. Aus allen fünf NRW-Bistümern waren

Delegationen an den Rhein gereist, das Essener Bistum schickte Caspars, Melchiors

und Balthasars aus dem Dekanat Hattingen- Schwelm. Das war gut, meinte Tobias

nachher. ?

Alle Leute waren recht entspannt. Nach dem Besuch bei Frau Löhrmann ging es

noch ins Jugendministerium, wo ein Staatssekretär den königlichen Besuch

begrüßte. Kinder sangen im Ratssaal Derweil die Könige in offizieller Mission in der

Landeshauptstadt unterwegs waren, warn ihre königlichen Kollegen in der

Heimatstadt unterwegs. Hier begann der Morgen mit einem

Empfang im Schwelmer Rathaus. Gloria, Gloria, Gloria, öffne die Türen weit. Gloria,

Gloria, Gloria, es ist Sternsingerzeit, sangen die 28 Mädchen und Jungen, die von

Bürgermeister Jochen Stobbe willkommen geheißen wurden. Dabei wurden sie von

Cornelia Kubitzky auf der Gitarre begleitet. Als Lohn spendete der Verwaltungschef,

ebenso wie die Mitarbeiter der Verwaltung, die in den Ratssaal gekommen waren,

um den Auftritt von Caspar, Melchior und Balthasar live mitzuerleben, nicht nur

Applaus, sondern ließen auch die Sammelbüchsen der Kinder klingeln.

Nach diesem Auftritt im Rathaus zogen die königlichen Spendensammler, gestärkt

durch Plätzchen und Getränke, weiter in die Stadt, um traditionell bei den Schwelmer

Geschäftsleuten für die Kinder in der Dritten Welt zu sammeln. Der Schwerpunktland

der diesjährigen Sternsingeraktion ist Tansania. Das Motto lautet Segen sein und

Segen bringen für Gesundheit in Tansania und weltweit. Die Aktion Dreikönigssingen

setzt sich für die Umsetzung des Kinderrechts auf Gesundheit ein in Tansania und

weltweit. Voraussetzung dafür ist eine basisorientierte, allen zugängliche

Gesundheitsversorgung und eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung in Fragen

der Vorsorge, Hygiene und Vermeidung von Gesundheitsrisiken. Hier setzt die Hilfe

der Sternsinger an. Die Sternsinger fördern die Ausbildung von Kinderärzten und

unterstützen Aufklärungsprogramme, die Kinder und Jugendliche für Themen der

Gesundheitsvorsorge sensibilisieren. In Krankenhäusern, Gesundheitsstationen und

ambulanten Diensten helfen unsereProjektpartner kranken Kindern, gesund zu

werden.

 


Neue Jesusfigur eingetroffen


Von Bernd Richter

Pfarrer Janousek bedauert, dass es bisher keine neuen Erkenntnisse zum

Schadenshergang gibt. Wie berichtet, hatten Unbekannte das Wegkreuz aus dem

Jahr 1908 in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 2012 mutwillig Schwelm. Das

durch Vandalismus lädierte Wegkreuz zwischen Pfarrhaus und Kirche St. Marien

wird schon bald wieder komplett sein.

?Wir sind gerade aus Kevelaer zurückgekehrt. Dort haben wir einen neuen Korpus

gekauft, sagte Propst Heinz Ditmar Janousek gestern unserer Zeitung. Die neue, in

dem Wallfahrtsort gekaufte Jesus-Figur besteht aus Kunststoff, ist somit

widerstandsfähiger. Um sie jedoch anbringen zu können, müsse es trocken sein, so

der katholische Geistliche weiter. geschändet. Der gekreuzigte Jesus war mit

brachialer Gewalt herausgerissen und zerstört worden. Die Überreste waren

morgens entdeckt worden. Der Kopf wurde gespalten. Teile von ihm und die Brust

sind trotz intensiver Suche auch im umliegenden Gebüsch nicht wieder aufgetaucht.

Nicht nur für Prälat Janousek ist es unbegreiflich, dass es Menschen gibt, die solch

etwas machen.

Gut getan hat hingegen die Reaktion von Privatleuten aus dem Umfeld der

Mariengemeinde. Reaktionen von Personen des öffentlichen sind aber noch

ausgeblieben. Tief betroffene katholische Christen hätten sofort Spenden für eine

Reparatur des Kreuzes in Aussicht gestellt. Doch die anfängliche Überlegung, die

aus Holz geschnitzte Jesusfigur von einem Restaurator wieder herrichten zu lassen,

ist auch aus Kostengründen wieder verworfen worden. Prälat Janousek: Die Figur

hätte nach Fotos komplett neu angefertigt werden müssen und rund 3000 Euro

gekostet.

Auch die Polizei kann nicht mit neuen Erkenntnissen dienen. Die Ermittlungen laufen

noch, sagte gestern auf Nachfrage Polizei-Pressesprecher Dietmar Trust. Die Spuren

seien gesichert worden. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat hätten geben

konnten, haben sich allerdings noch nicht gemeldet.

In der Stadt hat die Kreuzschändung Bestürzung hervorgerufen. Viele Menschen

haben mich auf die Tat angesprochen, mit Unverständnis auf die Kreuzschändung

reagiert, so Propst Janousek. In seiner Silvesterpredigt hatte er die Schandtat am

Wegkreuz zum Thema gemacht und die Worte des Märtyrers Stephanus zitiert:

?Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.