Unsere Gemeinde 2010 in der hiesigen Presse:

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  (Ab 1.1.2008 gemeinsames Zeitungsportal von Westfälischer Rundschau  und Westfalenpost)

Ballonmassenstart macht auf Sternsingeraktion aufmerksam  I  Winterküche St. Marien : Warme Suppe für Bedürftige  I  Seelheim gute Seele der Gemeinde I 
 Kindergartenleiterin wird verabschiedet  I 
Denkmäler im Herzen geschaffen  I Kommunionsanzug mit Fliege oder Krawatte  I
 
Palmprozession und Passionsspiel der Kinder   I  100 Jahre - KAB braucht langen Atem  I   20 Jahre Seniorenkreis St. Marien  I   
Katholische Frauen wählten ein neues Vorsitzendenteam  I 
Das Pfarrfest rund um die Kirche  I  Fronleichnam  I  Vereine zeigten in Kirche Flagge  I  Ökumenisches Zentrum wird geschlossen

Bandbreite reicht von Gospel bis Requiem  I Kinderbibelwoche   I  Eine prägende Zeit nähert sich ihrem Ende  I  Ein Abschied auf Raten von Hl.-Geist-Kirche  I 
Letzter Gottesdienst der Ev. Kirchengemeinde Schwelm im Ökum. Zentrum Hl. Geist. I  Beim Abschied flossen Tränen  I  Schola Cantorum : Mozarts Requiem  I 
 neue Messdiener-Gewänder  I   Bürgernaher Kardinal zum Anfassen

Bürgernaher Kardinal zum Anfassen

Schwelm. Normalerweise kennt man Kardinäle nur aus dem Fernsehen, wenn sie z.B. bei der Wahl eines neuen Papstes im Vatikan zusammenkommen. Die Gläubigen der Propsteigemeinde St. Marien mussten nicht bis nach Rom reisen, um die Bekanntschaft mit Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga zu machen. Es reichte ein Besuch der Marienkirche in Schwelm.


In der Kreisstadt zelebrierte der Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras eine Heilige Messe in deutscher Sprache. Beim fast 90-minütigen anschließenden Beisammensein im Pfarrsaal erfuhren die Christen aus der Region nicht nur viel über die Situation der Kirche in Lateinamerika, sondern erlebten auch einen bürgernahen hohen katholischen Geistlichen zum „Anfassen“.

Bonn, Essen, Osnabrück, Hamburg und Schwelm: Das sind nur einige Städte, die der Kardinal im Rahmen der Eröffnung der Adveniat-Aktion 2010 bis zum Sonntag besucht, ehe er nach Genf und anschließend ins Elsass reist. Warum sich der Erzbischof ins beschauliche Schwelm „verirrt“, klärte Propst Heinz D. Janousek schnell: „Wir sind eine spendenfreudige Gemeinde. Über 32 000 Euro sind im letzten Jahr an Adveniat überwiesen worden, die Sonderkollekte für die Erdbebenopfer auf Haiti erbrachte noch einmal 15 000 Euro.“
Das Laientum in der kath. Kirche in Lateinamerika steht im Mittelpunkt der diesjährigen Adveniat-Aktion. Nicht nur Propst Janousek fand es „ganz spannend“, Weltkirche live durch den Kardinal zu erleben. Die gut 60 Personen, die Gemeinderatsvorsitzender Heinz-Georg Thier neben dem hohen Gast begrüßen konnte, empfanden das ähnlich.

Laientum in Honduras

Dem Laientum in Honduras kommt eine andere Bedeutung zu als hierzulande. 80 Prozent der 8 Mio. Honduraner sind katholisch. Für sie gibt es nur 8 Diözesen, 420 Priester, aber 17 000 Laien-Helfer. Geradezu paradiesisch hierzu die Vergleichszahlen fürs Bistum Essen: 430 Priester und 800 000 Gläubige. Nur zweimal im Jahr erhält eine honduranische Gemeinde Besuch vom Priester. „Überzeugen. Mit Wort und Tat.“ Der Leitspruch für Adveniat 2010 ist auch die Botschaft, die durch den Kardinal ankam.

„Kardinal der Lüfte“

Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga hat am Institut „Don Rua“ in El Salvador zum Doktor der Philosophie, an der Päpstlichen Universität der Salesianer zum Doktor der Theologie und an der Päpstlichen Lateran-Universität in Rom zum Doktor der Moraltheologie promoviert. Zusätzlich hat er an der Uni Innsbruck ein Diplom in Klinischer Psychologie und Psychotherapie gemacht.
Der Kardinal beherrscht neun Sprachen, darunter Deutsch.
Maradiaga wird in seiner Heimat „Der Kardinal der Lüfte” genannt, weil er eigentlich Pilot werden wollte und einen Pilotenschein besitzt. Ab und zu darf er die Flugzeuge der honduranischen Luftwaffe steuern.
In Tegucigalpa, Rom und Innsbruck studierte der Erzbischof Katholische Theologie, Klavier und Komposition, Physik, Mathematik, Chemie, Philosophie und Psychologie.

 

Großzügige Gemeinde: 2700 Euro für neue Messdiener-Gewänder
Schwelm, 16.11.2010, Der Westen

Messdiener sammelten Spenden für neue Gewänder in der Mariengemeinde.

2700 Euro haben die Messdiener der Propsteigemeinde St. Marien gemeinsam mit dem Förderverein an Spenden für die Anschaffung neuer Messdienergewänder gesammelt. „Die Kosten für die Neuanschaffung der Talare und Rochettes sind somit in voller Höhe durch Spendengelder gedeckt“, freut sich Propst Heinz. D. Janousek. „Dieses Ergebnis übertrifft bei weitem unsere Erwartungen und stellt einmal mehr die Großzügigkeit der Gemeindemitglieder unter Beweis.“ Damit sei sichergestellt, dass die Ministranten bei der Ausübung ihres Dienstes weiterhin würdig und ordentlich gekleidet sind. Der Dank der Messdiener und des Fördervereins St. Marien gilt allen Spendern.

 

Schola Cantorum : Mozarts Requiem
Starke Gefühle in Musik gekleidet
  
Schwelm, 08.11.2010, Matthias Nowakowski

Mozarts Requiem führte die Schola Cantorum in der Marienkirche auf.

Schwelm. Mozarts Requiem drückt nicht nur Tod und Trauer aus, sondern auch eine fast mystische und zuversichtliche Aura, in der jedes Segment selbst für die einzigartige Tiefe des Komponisten steht. Nach fast einjähriger Vorbereitung brachte die Schola Cantorum unter der Leitung von Ulrich Isfort Mozarts Opus Magnum in der katholischen Propsteigemeinde St. Marien zu Gehör, gemeinsam mit einem freien Ensemble aus Streichern, Bassethörnern, Fagotten, Naturhörnen und Posaunen sowie den Solisten Ja-Young Park (Sopran), Katharina Greiß (Alt), Marco Agostini (Tenor) und Jürgen Steinrücke (Bass).

In andächtiger Atmosphäre wurde das Publikum auf das weitere Konzert vorbereitet. Samuel Barbers Instrumentalstück „Adagio for Strings“ zeichnet sich einerseits durch die endlosen Phrasen aus, aber auch durch seinen reduzierten Gebrauch. In ständiger Wiederholung bereitete es die traurige Umgebung vor, in der schließlich das Requiem vollends wirken sollte.

Nach aufsteigenden Figuren, die sich langsam vom Fundament lösten und schließlich in einer unsicheren, aber außerweltlich anmutenden Erwartungshaltung stehen blieben, trat die Schola auf die Bühne, um mit dem schreitenden Introitus erst einmal wieder zum irdischen zurückzukehren.

Bei diesem Requiem handelt es sich nämlich um einen hybriden Mix aus verschiedenen kompositorischen Handschriften.

Als Auftragswerk für eine Totenmesse, erscheint es in der Rückschau als ein Requiem für Mozart selbst, der während der Arbeit am Werk verstarb. Übrig blieben Fragmente, die insbesondere vom Schüler Franz Xaver Süßmayr vervollständigt wurden. Ihm verdankt man die heutige Fassung, aber auch ein unsicheres Gefühl, das vielleicht den besonderen Charme des Werkes ausmacht. Wo sich die von Mozart komponierten Teile noch durch gedankliche Tiefe, Wut, aber auch jugendlichem Witz auszeichneten, wurde es spätestens ab dem Sanctus etwas glänzender, etwas seliger, aber dafür auch oberflächlicher.

Die Schola wurde während der Aufführung immer sicherer und konnte schon beim rasenden Dies Irae ihr volles Potenzial entfalten. Kantor Isfort setzte dabei immer auf deutlich kontrastierende Tempi.

Das Konzert der Schola Cantorum endete mit einer Trauerminute für die Verstorbenen, wonach zum ersten Mal Applaus die Kirche füllte, der durch die vorherige Stille umso länger andauerte.

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Abschied von Heilig Geist
Beim Abschied flossen Tränen
Schwelm, 02.11.2010, Jan Schulte

 

Mit einem Festhochamt verabschiedete sich die Gemeinde von der Kirche heilig Geist.

Schwelm. Es war eine besondere Versammlung, zu der die Propsteigemeinde St. Marien ihre Mitglieder in den Pfarrsaal eingeladen hatte. Und es war ein besonderes Festhochamt, das an Allerheiligen in der Kirche Heilig Geist gefeiert wurde. „Es gilt, von einem Stück Glaubens- und Lebensgeschichte Abschied zu nehmen“, wie es Prälat Heinz D.Janousek ausdrückte.

Gemeint war der den Finanzen geschulterte ­Ab­schied von dem an der Sedanstraße gelegenen Gotteshaus (wir berichteten). In die noch einmal voll besetzte Kirche zogen unter festlichen Klängen des Kirchenchors St. Cäcilia und eines Bläserensembles die Priester ein, begleitet von ca. 30 Messdienerinnen und Messdienern: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Heilig-Geist-Kirche als Messdienerin oder Messdiener tätig waren.

In seiner Predigt betonte Propst Janousek, dass „in dieser Stunde die Herzen vieler mit Trauer erfüllt“ seien, manche auch enttäuscht und verbittert seien. Damit sprach er vor allem diejenigen an, die sich für den Bau dieser Kirche in den 60er Jahren eingesetzt und über viele Jahre hier engagiert hatten. Wie nah der letzte Tag in Heilig Geist den Menschen ging, war am Ende des Gottesdienstes zu sehen. Am Ende der Eucharistiefeier, als das Ewige Licht und die Kerzen gelöscht und Lampen ausgeschaltet wurden und das Lied „Vertrau den neuen Wegen“erklang, standen vielen Gottesdienstbesuchern Tränen in den Augen.

Auch auf der Gemeindeversammlung spielten Gefühle bei den 50 Gekommenen eine Rolle. Es kamen zwar die Fakten auf den Tisch. Klar wurde aber auch, dass es eine Antwort auf die Kernfrage, wie es mit der Kirche und dem Gemeindezentrum weiter geht, erst im Frühjahr geben wird.

Im Verlauf von Janousek Ausführungen versteinerten sich die Mienen der Gemeindemitglieder. „Unsere evangelischen Mitchristen haben den Mietvertrag für das ökumenische Zentrum Heilig Geist gekündigt. Dadurch fehlen uns jährlich rund 18 000 Euro für den Unterhalt der Betriebskosten“, so der Prälat. Zudem stünden, sofern die Kirche weiter betrieben werden sollte, kurzfristig 16 000 Euro für Reparaturkosten der defekten Heizungsanlage ins Haus. „Ich bin sicher, dass wir dieses Geld durch eine Spendenaktion zusammen bekommen könnten“, sagte Pastor Janousek. Doch müsse man realistisch und ökonomisch denken. „Wie geht es danach weiter? Die Personalkosten der Kirchen steigen, die Zuschüsse nicht.“

Den Anwesenden wurde schnell klar, dass es ein Weiter wie bisher nicht geben wird. „Ich habe noch zwei Jahre vor mir. Glauben Sie mir, es fällt mir sehr schwer, dieses Haus zu schließen. Ich weiß, wie viele Leute mit ihren Herzen an der Heilig-Geist-Kirche hängen“, sagte Janousek. Ginge es nach ihm, werde die Kirche und das dazugehörende Gelände einem würdigen Nutzen zugeführt. Dafür müssten jedoch ein wirtschaftliches Konzept herbeigeführt und Gespräche mit möglichen Investoren geführt werden. „Man muss mit dem Geld rechnen, das man hat. Aber wir würden hier an unsere finanziellen Grenzen stoßen.“

Während sich zwei Gemeindemitglieder erkundigten, ob dort nicht etwa eine Kolumbarium (Bestattungshaus) oder auch ein Standort für betreutes Wohnen entstehen könne, sprach Norbert Geilen Klartext: „Ich kann verstehen, dass die hohen, risikoreichen Investitionen gescheut werden. Ich kenne das Gebäude sehr gut.“ Die Heilig-Geist-Kirche sei ein Sanierungsfall. Prälat Janousek versuchte die geknickten Gemeindemitglieder zu beruhigen: „Wir müssen eine Lösung finden, die der wirtschaftlichen Lage und dem Gelände gerecht wird.“

 

Allerheiligen letzter Gottesdienst
Ein Abschied auf Raten von Hl.-Geist-Kirche

 

Schwelm.
 Die Tage der Heilig-Geist-Kirche scheinen gezählt. Nach dem durch finanzielle Gründe bestimmten Rückzug der Evangelischen Kirchengemeinde aus dem Ökumenischen Gemeindezentrum an der Sedanstraße ist die künftige Nutzung des Gotteshauses ungewiss. Am Allerheiligentag, 1. November, wird die katholische Propsteigemeinde St. Marien um 9 Uhr in einem festlichen Gottesdienst Abschied von der Kirche nehmen. Der Gottesdienst wird vom Kirchenchor St. Cäcilia und Bläsern festlich gestaltet.

Investitionsstau von 200 000 Euro

„Als Propst und Pfarrer verstehe ich die Trauer, die Sorgen und Ängste derjenigen, denen die Hl.-Geist-Kirche immer ein Zuhause gewesen ist, die die Kirche mit aufgebaut haben, die dort getauft und gefirmt wurden, zur Erstkommunion gingen und geheiratet haben“, schreibt Prälat Heinz D. Janousek in der neuesten Ausgabe der Gemeindenachrichten. Doch die Zeiten hätten sich geändert. Aus finanziellen Gründen sei die Heilig-Geist-Kirche nicht weiter als Gotteshaus zu unterhalten. Durch den Wegfall des Beitrages der Ev. Gemeinde zum Unterhalt des Zentrums fehlen im Haushalt der Pfarrei jährlich ca. 18 000 Euro. Außerdem gibt es einen Sanierungsstau. Die Heizung ist kaputt (16 000 Euro), mittelfristig fordert die Instandhaltung weitere 160 000 bis 180 000 Euro

Prälat Janousek führt aber auch die gesunkene Zahl der Gläubigen ins Feld. Als 1968 die Hl.-Geist-Kirche geweiht wurde, gab es in Schwelm noch ca. 11 000 katholische Christen, von denen ca. 1400 den sonntäglichen Gottesdienst besuchten. Heute sind es noch ca. 6 000 katholische Christen, von denen ca. 800 den sonntäglichen Gottesdienst besuchen. Bereits vor sechs Jahren im Rahmen der Strukturreform im Bistum Essen stand das Schwelmer Gotteshaus auf der Liste der zu schließenden Kirchen.

Vorerst sollen alle Gottesdienste, die bisher in der Hl.-Geist-Kirche gefeiert wurden, auch in der Marienkirche gefeiert werden. An der Einrichtung eines Fahrdienstes wird gearbeitet.

Die Kirche wird zwar geschlossen, das Gemeindezentrum Heilig Geist bleibt aber weiter geöffnet, der Kindergarten Hl. Geist möchte sich in den unteren Räumen ausbreiten und die Gruppen, die Pfarrsaal und Konferenzraum benutzt haben, können das auch weiterhin tun. Das ehem. Pfarrhaus Hl. Geist ist weiter eine Dienststelle der Diakonie.

Entscheidung fällt im Frühjahr 2011

Vor eine schwere Aufgabe sieht sich der Kirchenvorstand gestellt. Gemeinsam mit dem Beauftragten für Immobiliennutzung im Bischöflichen Generalvikariat überlegen die Mitglieder, wie es in Zukunft mit dem Gemeindezentrum und der Hl.-Geist-Kirche weitergehen soll. Wenn ein schlüssiges Konzept vorliegt, will der Kirchenvorstand die notwendigen Beschlüsse fassen. Das wird zum Jahresende oder erst im Frühjahr 2011 sein.

 

Kinderbibelwoche
:Etwas anderer Einblick in die Religion
Schwelm, 18.10.2010, Sarah Bauer

Kinderbibelwoche in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Foto: Sarah Bauer
Schwelm.
 „Jonas Geschichte ist am Anfang echt mies und die Stadt ist auch böse. Ich will da nicht gelebt haben“, stellt Sophia (8) am Ende der Kinderbibelwoche in der Propstei St. Marien fest.
Thema der herbstlichen Bibelwoche, die zwei Mal im Jahr stattfindet, war nun „Jona – Gott findet mich“. Unter der Leitung von Gemeindereferentin Maria Rüther lernten die 18 Kinder über vier Tage hinweg vormittags spielerisch und in kreativer Weise etwas über biblische Inhalte.
„Uns gefällt es gut hier“, erklärt Jana (8), „wir singen ganz viel, wir basteln viel, wir spielen viel... und wir essen auch ganz viel.“ Die Kinder am Tisch lachen. Der gesamte Pfarrsaal ist voll von Buntstiften, Papier und dem Geruch nach selbst gebackenen Keksen.
„Eine Kinderbibelwoche kann viel mehr vermitteln als so manche Schulstunde“, weiß Gertraud Huchtmeier, die als frühere Gemeindereferentin schon 14 Kinderbibelwochen miterlebt hat. „Es gibt keine Bewertungen und keinen Druck, am Ende ein möglichst gutes Ergebnis haben zu müssen. So entsteht die Freude daran.“
Für die Kinder ist es einmal ein ganz anderer Einblick in die christliche Religion und ihre Figuren.
„Sie fangen an, sich Fragen zu stellen, wie sie etwa in der Rolle von Jesus oder König David gehandelt hätten“, meint Gertraud Huchtmeier. „So erfahren sie sich selbst und erkennen, dass die Meinung jedes Einzelnen etwas zählt. So etwas stärkt auch das Sozialverhalten.“
Im Schnitt besuchen etwa 20 bis 30 Kinder die Bibelwochen, die zu Ostern und im Herbst stattfinden.
„Am schönsten ist es, wenn noch nach Jahren Jugendliche und Erwachsene zu uns kommen, ein gebasteltes Objekt mitbringen und sagen: Das habe ich noch aus der Kinderbibelwoche“, freut Gertraud Huchtmeier sich.
Auch die jüngste Woche wird zumindest bei einigen Teilnehmern wieder in guter Erinnerung bleiben

 

03.10.2010 | 18:24 Uhr

Letzter Gottesdienst der Ev. Kirchengemeinde Schwelm im Ökum. Zentrum Hl. Geist.

Schwelm. Eines war Pfarrer Hans Schmitt und Prälat Heinz-Ditmar Janousek gleichermaßen wichtig: Das Ende der gemeinsamen Zeit der evangelischen Kirchengemeinde Schwelm und der katholischen Propstei St. Marien im Gemeindezentrum Heilig-Geist bedeutet keinesfalls das Ende der Ökumene in Schwelm. Das betonten beide Geistliche im letzten Gottesdienst, den die evangelische Gemeinde im Zentrum feierte

„Wir hatten ein sehr gutes Miteinander", so Schmitt weiter. Auch in Zukunft wolle man als Kirche kooperieren. Gemeinsame Gottesdienste wie am Buß- und Bettag oder gemeinsame Aktionen wie die „Nacht der offenen Kirche" werden auch weiterhin sein.

Die katholische Gemeinde St Marien verbleibt erst einmal in dem Gemeindehaus. Innerhalb weniger Monate musste die evangelische Kirche die Entscheidung treffen, ihren Standort im Osten der Stadt aufzugeben. Die Heizungsanlage des Heilig-Geist-Zentrums war defekt geworden, über eine Sanierung der Heizung hat die Propsteigemeinde noch nicht entschieden.

„ Damals in der Wüste konnte sich das Volk Gottes auf seine Begleitung verlassen, auch wir können auf Gottes Begleitung vertrauen", sagte Pfarrer Hans Schmitt in seiner Predigt im Gemeindezentrum. „ Es ist ein gemischtes Gefühl von Abschied und Neuanfang", fasst Schmitt die Stimmung in der Gemeinde zusammen.

Auch wenn es der letzte Gottesdienst sein sollte, im Mittelpunkt stand doch das Thema des Sonntags: Das Erntedankfest. Die Kinder des Kindergartens Regenbogen sangen Erntedanklieder und banden die erwachsenen Gläubigen in das Mitmachspiel der Manna-Geschichte aus dem Zweiten Buch Mose ein.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen läutete die Gemeinde den neuen Abschnitt in der Gemeindearbeit ein.

Die Kinder- und Jugendarbeit, die bislang im Heilig-Geist- Zentrum stattfand, wird eine neue Heimat im Paulus-Gemeindehaus am Oberloh finden, die Gruppen der Erwachsenen ziehen in das Petrus-Gemeindezentrum an der Christuskirche um. Die Betreuung der Pfarrbezirke bleibt bestehen. Auch an einen Fahrdienst für die Kirchenmitglieder, die nicht mobil sind, ist gedacht.

Erstmals wird die Kinderbibelwoche der ev. Kirchengemeinde für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren in der zweiten Woche der kommenden Herbstferien im Paulus-Gemeindehaus stattfinden. Es sind noch Plätze frei.

Bernd Richter

 

 

Eine prägende Zeit nähert sich ihrem Ende
Schwelm, 16.09.2010, Elke Strunk

Es war eine Zeit, die sie prägte und ihr viel bedeutete. Seit 1996 war Gertraud Huchtmeier Gemeindereferentin der Katholischen Probstgemeinde St. Marien. Am Sonntag wird sie nach 14 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet.

„Ich schaue sehr dankbar auf die Zeit zurück, die ich in der Gemeinde erleben durfte", berichtet die scheidende Gemeindereferentin. An ihrer Arbeit schätzte Gertraud Huchtmeier besonders den Kontakt zu den Menschen, allen voran die Nähe zu den Kindern der Gemeinde. Fest zu ihren Aufgaben gehörte die Kommunionsvorbereitung und der Religionsunterricht an verschiedenen Schwelmer Grundschulen. Engen Kontakt zum Nachwuchs suchte sie auch bei der Organisation und Durchführung der Kinderbibelwoche. „Viele Kinder habe ich über Jahre in der Gemeinde begleitet. Da fühman sich sehr verbunden."

Auch um die älteren Gemeindemitglieder hat sich Gertraud Huchtmeier gerne gekümmert. So hielt sie in den Seniorenresidenzen am Ochsenkamp und an der Augustas-traße einmal im Monat den Gottesdienst ab und kümmerte sich im Rahmen von Besuchen um die Älteren.

Vielfältige und stets interessante Position

Daneben widmete sich die Gemeindereferentin der Gottesdienstvorbereitung, der Katechetenbetreuung und der Tätigkeit als geistlicher Beistand der KFD-Frauen St. Marien. „Meine Position war sehr vielfältig und stets interessant", sagt sie heute.

Probst Heinz Janousek lobt die scheidende Gemeindereferentin als hervorragende Mitarbeiterin, die „mit viel persönlichem Einsatz den katholischen Glaubens weitergegeben hat, besonders an den GemeindenachwuchsIhrem Ruhestand blickt Gertraud Huchtmeier gelassen entgegen. „Ich habe mich schon länger darauf vorbereitet und noch alle ausstehenden Arbeiten des Sommers erledigen können, so dass es jetzt ein runder Abschluss ist." Vermissen werde sie vor allem den engen Kontakt mit den Kindern und den anderen Gemeindemitgliedern. „Dafür habe ich ab jetzt mehr Zeit, um mit den Menschen zu sprechen, die ich auf der Straße treffe."

Langweile wird in Zukunft auf keinen Fall aufkommen, da ist sich die Gertraud Huchtmeier sicher. Schon jetzt sind einige Anfragen an sie herangetragen worden, auch aus der Gemeinde. „Ich werde also erhalten bleiben, allerdings nicht in den Bereichen, die ich vorher betreut habe. Dafür habe ich in Maria Rüther eine gute Nachfolgerin. Ich hoffe, dass sie in der Gemeinde mit der selben Offenheit und Herzlichkeit empfangen wird, wie ich damals."

 

Bandbreite reicht von Gospel bis Requiem
Schwelm, 11.08.2010, Matthias Nowakowski

Schon seit einiger Zeit begleite ich im Rahmen dieser Serie Chöre und stelle immer wieder fest, dass Musik aus speziellen Lebensbereichen nicht herauszulösen ist. Musik um der Musik willen gibt es nicht, oder zumindest selten. Vielmehr spielt sie sich in speziellen sozialen Rahmen ab. Einer davon ist die Kirche, die, je mehr sie auf Musik setzt, auch junge Menschen ansprechen will.

      Heute besuche ich die Schola Cantorum im Gemeindezentrum der katholischen Kirche St. Marien. Hinter der Glasfassade verbirgt sich ein Chor, der irgendwie den Spagat geschafft hat zwischen dem festen Griff der ernsten Musik und der lockeren Gestik junger, frischer und intuitiver Chorlieder. Das Besondere dabei ist, dass der Chor keinesfalls auf Qualität verzichten will und durch intensive Übungsphasen gar nicht verzichten muss.

Mit Qualität und einem breiten Spektrum des Repertoires erreicht er ein weit gefächertes Publikum. Das spiegelt auch die Besetzung wider. Junge Mitglieder sind hier keine Ausnahme, sondern gehören genauso zur Regel, wie die älteren unter den Stimmen.

Zur Förderung der hohen Diversität, der vielen einzelnen Besonderheiten innerhalb des Chores, trägt nicht zuletzt Kantor Ulrich Isfort bei.

Lockerungslieder

Auf eine kurze Einsingphase, die der Chor schon aus dem Effeff zu beherrschen scheint, folgen einige Lockerungslieder mit solistischen Einlagen, die in sich selbst eher den Eindruck einer Aufwärmübung zu haben scheinen, auch wenn sie in Wirklichkeit für das reguläre Programm des nächsten Gottesdienstes geprobt werden.

Gospels an der Schwelle zum Pop, wie „Oh Happy Day“, oder Lieder im Bossa-Nova-Rhythmus vermitteln nicht nur mir nach einem harten Tag eine entspannende Atmosphäre. Ich betrachte sie als rhythmische und harmonische Übung für das, was noch auf den Chor zukommen wird.

„Es muss stehen, wie eine Wand. Gerade hinstellen den Klang“, ruft Isfort seinem Chor zu. Nicht nur, dass die Anweisungen direkt umgesetzt werden; man erkennt auch die Wichtigkeit der Präzision, die selbst im vermeintlich Dahingesungenen stecken muss.

Auf dem Programm steht, wie schon seit Januar, ein Werk, das den Bach’schen Oratorien in nichts nachsteht. Mozarts Requiem mag zwar vorhersehbar sein, doch verlangt es durch seine Komplexität dem Sänger alles ab. Hier kommt es auf jede Achtel an. Und wenn dann alles passt, darf man auch ruhig eine Gänsehaut bekommen. Stark, aber gnädig hallt das letzte Opus Magnum des Wiener Komponisten durch den Saal. Der Introitus erfreut sich heute besonders der Aufmerksamkeit. Spätestens jetzt ist der tote Punkt überwunden. Die Aufwärmstücke haben sich gelohnt. Nach kleinteiligen Wiederholungen steht auch der musikalische Apparativ für das Werk, das im November aufgeführt wird.

Der Kantor sollte beschäftigt werden

Auch wenn es manchmal rigide klingt, die große Komponente an Musiktheorie und Stimmbildung, macht viele Chormitglieder zu kleinen Profis und dazu gehören Notenlesen, die richtige Note singen können und einen Halbschluss erkennen. Es sei keine Voraussetzung, um ein gutes Mitglied zu sein, sagt Isfort, aber ich merke, dass diese Fähigkeiten die notwendige Konsequenz einer langjährigen Mitgliedschaft und regelmäßigen Sonderproben sind.

Höchstens 22 Jahre kann man in diesem Chor erst Mitglied sein. 1988 wurde er aus dem einfachen Grund heraus gegründet, dem Kantor mehr Beschäftigung zu verschaffen. Von möglicher Langeweile ist bei der Schola Cantorum allerdings nichts zu spüren. Mit vollem Elan widmet sie sich der jüngeren wie älteren Klangsprache, wobei Gospel und Pop erst mit dem neuen Kantor in den Chor Einzug gehalten haben.

Besonders schätzt man hier die professionelle Arbeit. „Manchmal kommt es auch vor, dass Uli in der Probe vor einem Gottesdienst zwei neue Stücke mitbringt. Diese klappen dann auch ohne großes Proben“, sagt ein Sänger und auch Isfort meint lobend: „Der Chor kann schnell etwas ­umsetzen.“

Nicht umsonst ist man in dieser Kirche als „Kulturtankstelle“ richtig, an die man gerne wiederkehrt, wie die vielen Ehemaligen, die projektweise aus dem Ausland zurückkehren. Viel Disziplin steckt hinter der Arbeit, doch als integraler Bestandteil des Gemeindelebens ist es diese Anstrengung wert.

 

 

Ökumenisches Zentrum wird geschlossen

Schwelm. Die Tage der Heilig-Geist-Kirche als Ökumenisches Zentrum sind gezählt. Zum Ende dieses Kirchenjahres am 1. Advent kündigt die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm nach fünf Jahren die Zusammenarbeit mit der Propsteigemeinde St. Marien auf.

Uwe Rahm, Vorsitzender des Presbyteriums, nennt finanzielle Gründe für den Ausstieg. Die evangelische Kirche vor Ort hat schon seit Jahren wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 2005 zählte die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm noch 14000 Gemeindeglieder, heute sind es rund 1000 Menschen weniger. In den zurückliegenden zehn Jahren musste deshalb schon das Martin-Luther-Haus an der Holthausstraße geschlossen werden. Dem Johannes-Gemeindehaus an der Kaiserstraße droht der Abriss (auf dem Gelände soll ein Penny-Markt entstehen). Und das Gemeindehaus Linderhausen betreibt ein Förderverein.

Auf einer Gemeindeversammlung im Anschluss an den gesamtgemeindlichen Gottesdienst am kommenden Sonntag um 10.30 Uhr in der Christuskirche will das Presbyterium „über anstehende Strukturveränderungen informieren“, so die offizielle Lesart. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm wegen der rückläufigen Kirchensteuermittel mittelfristig auf das Gemeindezentrum Stadtmitte mit Petrus-Gemeindehaus und Christuskirche konzentrieren wird.

Die Aufkündigung des Mietverhältnisses bringt auch die Katholischen Kirchengemeinde als Besitzerin des Gotteshauses in Bedrängnis. Die Propsteigemeinde hat gerade ihren Umbau in Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm gemeistert. Durch die ausbleibenden Mietzahlungen fehlen ihr nun plötzlich 20 000 Euro in der Kasse. Erschwerend kommt hinzu, dass eine neue Heizung für 16 000 Euro fällig ist und mittelfristig die Fassade saniert werden muss. „Nach den Ferien wird der Kirchenvorstand in Abstimmung mit dem Gemeinderat und dem Pfarrgemeinderat entscheiden, wie es weitergeht.“, so Propst Heinz Ditmar Janousek. Für die Gemeinde steht mehr, als nur um die Zukunft der Kirche Hl. Geist auf dem Spiel. Janousek: „Es muss ein Konzept für die gesamte Liegenschaft entwickelt werden.“

 

Vereine zeigten in Kirche Flagge

Schwelm. Ein hoher geistlicher Würdenträger weilte am Sonntag in der Marienkirche. Dr. Franz Overbeck, seines Zeichens Bischof von Essen, stattete der Propsteipfarrei St. Marien seinen Antrittsbesuch ab.

Overbeck, promovierter Theologe und mit 45 Jahren der jüngste katholische Bischof in Deutschland, wurde am 28. Oktober zum Ruhrbischof ernannt und am 20. Dezember in das Amt eingeführt. Für Oberbeck war es der zweite Aufenthalt als Ruhrbischof in Schwelm. Bereits am 31. Mai weilte er zu einem Arbeitsbesuch in der Kreisstadt, sprach mit allen hauptamtlichen Kräften.

Der Festgottesdienst in der Marienkirche wurde nicht nur mit der Gemeinde, sondern auch mit allen neun Pfarrern aus der Gemeinde, dem Diakon und mit Messdienern aus den Pfarreien Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm unter Einbeziehung der Italienischen Mission und der Kroatischen Gemeinde Ennepetal-Lüdenscheid gefeiert. Vertreter der kirchlichen Vereine und Verbände zeigten während des Gottesdienstes mit ihren Bannern und Fahnen Flagge. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Frauen und Männer der Schola Cantorum.

Bevor Bischof Overbeck sich mit den Mitgliedern der Pastoralkonferenz (alle hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter in der Gemeinde), dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand im Ökumenischen Zentrum Heilig Geist an der Sedanstraße zusammensetzte, konnte der Ruhrbischof nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz noch ein Bad in der Menge nehmen. Gegen 14 Uhr trat der Bischof wieder die Heimreise nach Essen an, staunend über die geografische Ausdehnung der Propsteigemeinde. So viel Landschaft wie hier in der Region hat das Ruhrbistum selten zu bieten

 

Fronleichnam

Schwelm. Das Fronleichnamsfest am Donnerstag, 3. Juni, feiert der Essener Weihbischof Franz Vorrath mit den Katholiken der Propsteipfarrei St. Marien in Schwelm. Das Pontifikalamt auf dem Bürgerplatz beginnt um 9.30 Uhr. Anschließend zieht die Fronleichnamsprozession von dort zur Marienkirche. Bei ungünstigem Wetter wird der festliche Gottesdienst in der Marienkirche gefeiert.

Die Polizei rechnet mit bis zu 1000 Teilnehmern. Nach dem Festgottesdienst, gegen 10.30 Uhr, führt die Fronleichnamsprozession zur Marienkirche über den Neumarkt, die Bismarckstraße und der Bahnhofstraße zu einem von den Pfadfindern geschmückten Segensaltar in der Parkanlage „Alter Friedhof“. Der Stationsgottesdienst wird von der Jugend der Gemeinde gestaltet. Auch der Eucharistische Segen wird dort erteilt. Jugendliche aus der PSG und der Messdienergemeinschaft sind ebenfalls aktiv. Sie legen einen Blumenteppich aus.

Anschließend verläuft die Prozession über die Döinghauser Straße, Viktoriastraße, Potthoffstraße, August-Bendler-Straße und Bahnhofstraße bis zur Marienkirche (Ende gegen 12.30 Uhr). Dort wird der feierliche Schluss-Segen erteilt.

Die Propsteigemeinde bittet die Anwohner des Prozessionsweges, ihre Häuser zu schmücken und „Flagge zu zeigen“. Anschließend ist ein Frühschoppen mit einem kleinem Imbiss hinter der Kirche geplant. Alle Gruppen und Verbände sind mit ihren Fahnen herzlich zur Prozession eingeladen. Außer dieser Messe ist an diesem Tag in beiden Kirchen keine weitere Eucharistiefeier.

Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer, den Streckenverlauf der Prozession weiträumig zu umfahren. Der fließende Verkehr wird von begleitenden Polizeibeamten umgeleitet.

 

Schwelm. Die Propsteigemeinde St. Marien zeigte sich von ihrer besten Seite:
Das Pfarrfest rund um die Kirche war ein Riesen-Erfolg.

    Band „6Pack“

Bis zu 900 Gäste, zu denen nicht nur Gemeindemitglieder gehörten, besuchten die Veranstaltung. Für beste Unterhaltung war gesorgt: Mit Musik aus „Andreas’ Plattenkiste“, Würstchen, Kuchen, Stockbrot und einer Hüpfburg für die Kleinen gelang ein gelungener Einstieg.

Ein buntes Programm sorgte mit Spiel- und Spaßangeboten für beste Stimmung. Ein Highlight des Tages war Spanferkel am Spieß. Innerhalb einer Stunde war es von den Besuchern komplett verzehrt. Nach der Vorabendmesse, die von den jugendlichen Gemeindemitgliedern gestaltet wurde, gab es was auf die Ohren: Die fetzige Rock’n’Roll Band „6Pack“, desser Mitglieder alle der Gemeinde angehören, ließ die Menge begeistert tanzen. Erst am späten Abend löste sich die Versammlung auf.

Nach der Familienmesse spielte zum Frühschoppen „Jazzmen“. Ab 11 Uhr konnten die Kinder in „Norberts Mitmachschmiede“ den Umgang mit dem Schmiedehammer und das Formen von Metall üben. Mittags belustigte Clown in „Pauline“ das begeisterte Publikum mit ihrem Programm „Pauline kann alles“, bevor sie ihren Mitmachzirkus anbot, bei dem die Kinder beispielsweise das Formen von Luftballonfiguren lernten.

Höhepunkt der Veranstaltung war die große Tombola: Hier konnten mit Losen für 50 Cent tolle Preise wie ein großer LCD-Fernseher gewonnen werden. Zum 30. Mal fand das Pfarrfest statt und erfreulicherweise „gab es zum auch 30. Mal keine Randale“, freut sich Propst Heinz Ditmar Janousek. Ein tolles Fest mit vielen Highlights, das trotz nicht immer perfektem Wetter neben wohl bekommenden Gaumenschmaus auch für bestes Amüsement und etliche Lacher sorgte.

 

Katholische Frauen wählten ein neues Vorsitzendenteam

Schwelm. Im Pfarrsaal der Marienkirche Schwelm traf sich die Katholische Frauenge­meinschaft zu ihrer Jahres­hauptversammlung. Von den rund 200 Mitgliedern der Ver­einigung, die seit über 130 Jahren besteht, waren gut 70 Anhänger anwesend.
Nach der Einstimmung der Besucher durch gemeinsames Sin­gen und muntere Unterhaltun­gen bei Kaffee und Kuchen wurde der Jahres- und Kassenbericht für 2009 vorgetragen.
Dann ging es ans Eingemachte: Für weitere vier Jahre musste der Vorstand gewählt werden. Diesen bilden drei Teams: Das Vorsitzendenteam bilden Doris Hens, Ursula Lüdorff und Angelika Piepenbrink. Erika Kramm, Petra Pabst und Rita Lahmer wurden für das Kassiererinnen­team gewählt,. Schriftführerin­nen wurden Margret Graw und Brigitte Mexner.
Die Frauengemeinschaft setzt sich aus sechs Gruppen zusammen: Aus der Ursula-Gruppe St. Marien, der Hilde­gard-Gruppe St. Marien, der Katharina-Kreis-Gruppe St. Marien, der Judith-Kreis-Gruppe St. Marien, der Ursula-Gruppe Heilig Geist  und aus der Mitarbeiterinnenrunde in der jeweils mindestens ein Mitglied der Gruppen vertreten ist.
Nach diesem Tagespunkt ging es an weniger ernste Angelegenheiten: das bunte Programm! Die Frauen unterhielten sich mit fröhlichem Gesang und dem Vortragen von Frühlingsgedichten. Sogar ein selbst erstellter Rap trug zum Amüsement bei, bevor sich die Versammlung am Nachmittag auflöste.

Im Bild :Der neu gewählte Vorstand der KFD (v.l.n.r.) 
Erika Kramm, Margret Graw, Brigitte Mexner, Doris Hens Petra
Pabst, Rita Lahmer, Ursula Lüdorff, Angelika Piepenbrink Foto: Florian Koch

 

20 Jahre Seniorenkreis St. Marien : Vorträge und Reisen beliebt

Schwelm, 03.05.2010, Der Westen

Schwelm. 20 Jahre Seniorenkreis St. Marien – dieses runde Jubiläum wurde am Montag mit einer gemütlichen Feier im Pfarrsaal der katholischen Propsteigemeinde begangen, frei nach dem Motto „...weißt du noch, damals?”.

„Wir legen besonderen Wert auf eine ökumenische Ausrichtung. Damit wollen wir unseren Teil dazu beitragen, Gemeinsamkeiten der Konfessionen herauszuarbeiten und Trennendes abzubauen”, so Klaus Peter Schmitz, der sich gemeinsam mit Margot Schnitker um Leitung und Organisation der Seniorentreffs kümmert, die jeweils am 1. und 3. Montag eines Monats stattfinden. Die pastorale Begleitung des Kreises liegt bei Pfarrer Reinhard Lauer.

Im April 1990 kam die Idee, einen Seniorenkreis zu gründen, aus dem Pfarrgemeinderat in Person von Heinz Georg Thier. Einen Monat später kamen 20 ältere Frauen und Männer zusammen, um erst einmal in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen zu plaudern. Begrüßt wurden sie von Ulrich Piepenbrink.

In der Folgezeit organisierte zunächst Marianne Reitze die Seniorentreffs. Den ersten offiziellen Vorsitz übernahm dann Willi Jennemann, der den Kreis neu ausrichtete: „Wandern und verreisen, dazu ein wenig Bildung, aber nie den Spaß an der Sache verlieren.” Im Jahr 2003 übergab er dann das Amt an Klaus Peter Schmitz.

Vorträge und Diskussionen zu verschiedensten Themenbereichen, gemütliches Beisammensein, Karneval oder adventliche Feiern standen im Mittelpunkt. Im Laufe der Jahre erfreuten sich auch immer mehr die Reisen größerer Beliebtheit, darunter kleinere Tagesausflüge und weitere Fahrten wie nach Berlin.

Die Zusammenkünfte haben aber stets auch Wegweiser, Lebensformen und begleitende Hilfen für die älter werdende Generation als Schwerpunkt gehabt. „Wichtig ist uns aber auch das herzhafte Lachen in gemeinsamer Runde”, so Klaus Peter Schmitz.

Die Themenvielfalt der Vorträge dient dazu, sich mit anderen Kulturen zu beschäftigen. Schmitz: „Es geht darum, Vorurteile abzubauen, aber auch den eigenen Standpunkt besser kennen zu lernen.”

Treff-Zeitung im Internet präsent

Der Seniorenkreis hat seinen festen Stamm an Besuchern im Alter ab 60 Jahren aufwärts.

Und inzwischen wirbt der Treff auch ganz modern um neue Interessenten: Im Internet über www.marien-schwelm.de erfährt man alle Einzelheiten über Termine und Themen sowie Geschichtliches. Und sogar die zweimal jährlich erscheinende Seniorentreff-Zeitung kann im weltweiten Netz Seite für Seite gelesen werden

 

100 Jahre - KAB braucht langen Atem

Schwelm, 02.05.2010, Bastian Haumann
Schwelm. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) feierte am Tag der Arbeit ihr 100-jähriges Bestehen.

Da Jubiläen aber nicht nur ein Anlass sind, zurückzuschauen, sonder auch ein Anlass, die Gegenwart in den Blick zu nehmen, sprach KAB-Diözesanvorsitzender Johann Stickerschmitt nach dem Pontifikalamt, das Weihbischof Ludger Schepers in der Kirche Heilig Geist hielt, auf dem anschließenden Empfang im Pfarrsaal an der Sedanstraße zum Thema „KAB – heute”.

Stickerschmitt begann mit einer Geschichte über den bekannten amerikanischen Richter Oliver Wendell Holmes, der im Zug sein Ticket nicht findet. Der Schaffner versucht, Holmes zu beruhigen. Doch Holmes hat weniger ein Problem damit, wohin sein Ticket verschwunden ist, sondern vielmehr, wohin die Reise geht.

„Ja, wohin geht die Reise für unsere KAB?”, stellt Stickerschmitt eine rhetorische Frage. Denn auch die KAB hat mit einem bekannten Problem zu kämpfen, unter dem viele kirchliche Verbände leiden: Die rückläufigen Mitgliederzahlen werden nicht durch den Nachwuchs aufgefangen.

„Finden wir also noch den Zugang zu den Menschen?”, fragt der KAB-Diözesanvorsitzende. „Finden unsere leitenden Gremien noch Gehör oder sind sie allenfalls nur noch Wählerpotential?” Stickerschmitt hält bei der Beantwortung seiner Fragen an den Grundsätzen der KAB fest. „Wirtschaft muss in allen Unternehmensformen für den Menschen da sein”, betont er. „Und nicht umgekehrt!” Wer daran festhalte, stoße irgendwann auf die KAB. Zurzeit müsse die KAB allerdings einen langen Atem unter Beweis stellen. Globalisierung, Rationalisierung, Automatisierung und die Auslagerung von Produktionsanlagen in Billiglohnländer lasse laut Johann Stickerschmitt die Soziale Marktwirtschaft auf der Strecke bleiben.

Ein neues Konzept schwappe aus Amerika zu uns herüber. „Shareholder value”, so der Name. „Hier werden Kapitalgeber auf Kosten der Sicherheit am Arbeitsplatz reicher gemacht”, erklärt Stickerschmitt. „Und der Mensch tritt in den Hintergrund.”

»Arbeit, Kultur und Gerechtigkeit! Hier, in Europa, weltweit«

Johann Stickerschmitt forderte in seiner Rede, dass sich die KAB-Mitglieder nicht aufgeben und stattdessen an der zeitlosen Gültigkeit ihrer Ideen festhalten. „Damit sind wir wieder bei den Frauen und Männern in Schwelm, die den 100. Geburtstag der KAB St. Engelbert feiern”, so der KAB-Diözesanvorsitzende. „Sie blicken auf eine Geschichte zurück, auf die sie zurecht stolz sein können und in der auch der Auftrag liegt, nicht aufzugeben.” Tradition sei schließlich nicht die Bewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.

Johann Stickerschmitt schloss seine Rede mit dem Motto des kommenden Diözesantages. „Arbeit, Kultur, Gerechtigkeit! – Hier, in Europa und weltweit.”

Abschließend folgten Grußworte verschiedener städtischer und kirchlicher Vertreter, bis der Empfang bei einem gemeinsamen Umtrunk langsam ausklang

 

Jubiläum
KAB vor 100 Jahren in Schwelm gegründet
Schwelm, 28.04.2010, Der Westen   (ber)

Schwelm. Vor 100 Jahren wurde die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Engelbert in der Kreisstadt gegründet.
Das runde Jubiläum feiert der Verein am kommenden Samstag, 1. Mai, um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt, das Weihbischof Ludger Schepers in der Kirche Heilig Geist halten wird. Auf dem anschließenden Empfang im Pfarrsaal an der Sedanstraße wird KAB-Diözesanvorsitzender Johann Stickerschmitt zum Thema „KAB – heute” sprechen.
Schriftführer Walter Braun hat sich aus Anlass der Gründungsfeierlichkeiten auf die Spurensuche begeben und die geschichtlichen Eckdaten zusammengetragen.
Die Gründung der KAB in der Kreisstadt geht auf Bestrebungen von Karl Meyer, von 1908 bis 1910 Pfarrer in Schwelm, zurück.
Doch erst sein Amtsnachfolger Pfarrer August Bendler (1910 bis 1922 Pfarrer in Schwelm), setzte das Vorhaben in seinem ersten Amtsjahr in die Tat um. Er berief im September 1910 die Gründungsversammlung ein, zu der ca 35 bis 40 junge Leute kamen. Zum ersten Vorsitzenden wurde damals August Prange gewählt, der dieses Amt jahrzehntelang innehatte. Am Ende des Gründungsjahres zählte der Verein bereits 173 Mitglieder. Auch damals schon waren Werbeprämien für Mitglieder nicht unüblich.

Für Werbung gab es eine gute Zigarre

„Der Präses belohnte die Werbung eines neuen Mitgliedes mit einer guten Zigarre”, schrieb die Schwelmer Zeitung in ihrer Ausgabe am 28. September 1960 aus Anlass der Berichterstattung zum 50-jährigen Vereinsjubiläum.
Zum Silberjubiläum 1935 sprach Joseph Joos, der frühere „Zentrums-Fraktions-Vorsitzende” im Reichstag in Schwelm. Zu Wort kam auch der Redakteur der „Ketteler Wacht”, Nikolaus Groß, der später von den Schergen Hitlers hingerichtet wurden.

Die Feierstunde zum 50. Gründungsjubiläum fand 1960 in der Aula des Märkischen Gymnasiums statt. Der damalige Präses hieß Pfarrer Tschirschwitz und Wilhelm Bülhoff führte als Vorsitzender die Geschicke des Vereins.

Die Bedeutung der KAB, und ihrer Mitglieder zeigt sich auch an den Namen Nikolaus Groß und August Bendler. Walter Braun: „Nikolaus Groß wurde selig gesprochen und nach August Bendler wurde in Schwelm zur Erinnerung an sein segensreiches zwölfjähriges Wirken ein Straße benannt. Die frühere Gasstraße heißt nun August-Bendler-Straße.”

Bundesweit sind heute über 23 000 Frauen und Männer in rund 250 KAB-Vereinen engagiert. Die KAB St. Engelbert zählt noch 56 Mitglieder. Wermutstropfen am Rande: Dem Verein droht die Überalterung, die jüngsten Mitglieder sind heutzutage auch bereits über 60 Jahre alt. 
Die KAB St. Engelbert trifft sich regelmäßig an jedem ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr im Pfarrsaal St. Marien. Gäste sind bei diesen Treffen jederzeit willkommen.

 
13 Damen und Herren feierten am vergangenem Sonntag in der katholischen Propsteigemeinde St. Marien das Fest der Goldkommunion
Die Sonne lachte beim Einzug der Jubilare

Schwelm, Dienstag den 20.April 2010
Ihr goldenes Kommunionsjubiläum feierten mit einem Festgottesdienst am vergangenen Sonntag 13 Da­men und Herren in der noch österlich geschmückten Mari­enkirche. Propst Heinz. D. Janousek erinnerte in seinem Grußwort die Jubilare an den Tag ihrer Ersten Kommunion vor 50 Jahren, freute sich gleichzeitig, sie zu diesem An-lass im Haus Gottes begrüßen zu können. Nach dem Festgottesdienst begleitete der Pfarrer die 13 Ju­bilare zum Imbiss in den Pfarrsaal, wo das Wiedersehen bei Klatsch und Tratsch vertieft werden konnte.

Heinrich Ostra, Michael Glisic, Monika Nölke, Elisabeth Bergmann, Brigitte Hundenborn, Ursula Kube, Gabriele Brinkmann, Willi Scheider, Herbert Piepenbrink, Gabriela Eisermann, Dorothea Steffens, Veronika Heyn und Hildegard Jenz er­freuten sich an der gemütli­chen Kaffeerunde
Foto: Florian Koch  -  Westf. Rundschau

 

 Palmprozession und Passionsspiel der Kinder

Nach der Marienmesse in St. Marien fand am Palmsonntag eine Palmprozession mit Propst Janousek und ein Passionsspiel der Kinder statt, musikalisch gestaltet vom Kinder und Spatzenchor.
Anschließend fand ein Fastenessen im Pfarrsaal St. Marien statt

(Bild: Westf. Rundschau  -  Christian Macarona)

 

Kinder-Jecken als Piraten und Clowns

Schwelm, 10.02.2010, Bastian Haumann

Schwelm. Ob nun Piraten, Cowboys oder Clowns – wenn die ganz kleinen Jecken Karneval feiern, wirkt ein Kostüm knuffiger als das andere.

Eine ganze Horde von ihnen war letztes Wochenende im Pfarrsaal St. Marien anzutreffen, in dem sie mit ihren Eltern den Gemeindefamilientag genossen, der ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit stand. Und neben den vielen Polonaisen, die nicht fehlen durften, stellten die

Kinder zusammen mit ihren Eltern ein buntes Programm auf die Beine.

Angefangen bei Tänzen über Sketche bin hin zu artistischen Einlagen. Bevor es in einzelnen Gruppen jedoch an die Vorbereitungen ging, gab es erst einmal einen Familiengottesdienst und einen ausgedehnten Brunch.

Erst dann feilten alle gemeinsam an dem abwechslungsreichen Karnevalsprogramm. Die fünfjährige Annika, die sich als Fee verkleidet hatte, half beispielsweise mit, den Squaredance vorzubereiten. „Das macht ganz viel Spaß hier”, sagte sie und verriet, dass sie sich auch abseits des Karnevals gern mal verkleidet. Das passende Gegenstück zu Annika war ihr Vater Rainer Bertram. „Vor allem die Gemeinschaft steht im Vordergrund und es macht viel Spaß, in der Gruppe etwas zu erarbeiten”, sagte er.

Auch die siebenjährige Johanna, die direkt passend als Cowgirl verkleidet war, half bei den Vorbereitungen des Tanzes mit. Sie war in Begleitung ihrer Oma Gertrud Schmitz unterwegs, der das Feiern gar nicht so ungelegen kam. „Ich bin schon ein wenig jeck”, gestand sie.

 

Basar im Gemeindesaal St. Marien
 
Kommunionsanzug mit Fliege oder Krawatte ?

Schwelm, 17.01.2010, Bastian Haumann

Fliege oder doch lieber mit Krawatte? Der mit Nadelstreifen oder schlicht schwarz? Oder doch ein Kleid?
„Das kannste selber tragen!”, schimpfte Alexander und stemmte die Arme in die Hüfte. Den richtigen     Kommunionsanzug zu finden ist doch schon schwer genug, und dann machte sein Vater auch noch Scherze.  

Denn wenn er dürfte, würde Alexander lieber mit Jeans und T-Shirt in die Kirche marschieren. Und auch für Janis ist der feine Zwirn doch eher ungewohnt. Die beiden Jungs stehen wenige Wochen vor ihrer Erstkommunion, und da ist eine der wichtigsten Fragen, was man anzieht. Zum Glück gab es am vergangenen Wochenende den Kommunionsbasar im Gemeindesaal St. Marien

Teil des Erlöses für wohltätigen Zweck

„Das Jugendheim war dieses Wochenende belegt, ansonsten hätten wir dort unseren Basar stattfinden lassen”, sagte Gemeindereferentin Gertraud Huchtmeier, die zusammen mit Martina Polder die jungen Damen und Herren der Schöpfung perfekt für ihre Erstkommunion einkleidet. Die Kleidung kommt aus zweiter Hand und ist in einem ausgezeichneten Zustand. Wen wundert's? Denn kaum hängt das Kleid oder der Anzug im Schrank und schon sind die kleinen Racker aus dem feinen Zwirn rausgewachsen. „Und warum sollte man auch die Sachen nicht mehrmals tragen”?, fragte Gertraud Huchtmeier. „Denn neu aus dem Laden sind sie nun mal mordsmäßig teuer.”

 

Christine Hartje nach 38 Jahren als Kindergartenleiterin verabschiedet
Denkmäler im Herzen geschaffen

15.01.2010, Bernhard Richter

Eigentlich hatte sich Christine Hartje einen Abschied in aller Stille gewünscht. Aber dann waren Kirche und auch Pfarrsaal fast bis auf den letzten Platz besetzt. Wertschätzung für eine Erzieherin, die nach 38 Jahren als Leiterin des Katholischen Kindergartens St. Marien in den Ruhestand geht.

„Einfach spitze, das Du da bis...”, sangen die Mädchen und Jungen zur Gitarrenbegleitung im Wortgottesdienst in der Marienkirche. „Heute trennen sich ein wenig unsere Wege. Aber Sie wird uns weiter mit Ihrer Liebe, Ihrer Fürsorge begleiten”, verkündete Propst Heinz Ditmar Janousek von der Kanzel. Unter das Thema „Gottes Liebe” hatte der Pfarrer im Abschiedsgottesdienst seine Predigt gestellt. „Liebe kann man nur erfahren, wenn man sie gezeigt bekommt. Das ist die frohe Botschaft, deswegen unterhalten wir die Kindergärten im Marienweg und in der Sedanstraße.” Und weiter: „Frau Hartje hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, Gott hat uns lieb”.

Christine Hartje hat ihre Ausbildung in Limburg absolviert, später in Paderborn ihre erste Stelle als Erzieherin angetreten und in Arnsberg als Kindergartenleiterin gearbeitet, ehe sich ihr 1971 die Möglichkeit bot, mit 23 Jahren die Leitung des Kindergartens im Marienweg in Schwelm zu übernehmen. „Die Hälfte dieser Jahre haben wir gemeinsam verbracht - auch als Nachbarn. Ich selbst bin auch schon 20 Jahre in Schwelm”, erinnerte Prälat Janousek in seiner Laudatio. Triebfeder ihres Handelns sei nie das Geld gewesen, Triebfeder ihres Handelns war stets die Liebe zu den Kindern. „Sie haben ihren Dienst an den Kindern immer auch als Gottesdienst erfahren.” Als Abschiedsgeschenk der Gemeinde überreichte Heinz D. Janousek der scheidenden Kindergartenleiterin eine Woche Urlaub im Schwarzwald: Beten und Wandern mit Pfarrer Janousek.

„Uns verlässt eine erfahrene und treue Mitarbeiterin”, würdigte Peter Wenzel, Geschäftsführer des Zweckverbands Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen, das jahrzehntelange Wirken von Christine Hartje in Schwelm. „Das, was Sie geschaffen haben, sind Denkmäler im Herzen. Sie leben weiter in den Gedanken, in den Herzen der Kinder.”

„Über 1000 Kinder sind in den letzten 38 Jahren durch meine Hände gegangen”, erinnerte sich Christine Hartje ein wenig wehmütig. Ihre Nachfolgerin in der Einrichtung am Marienweg ist mit Raphaela Reichmann auch schon gefunden worden. Die 31-jährige Essenerin hat am 4. Januar ihre Arbeit in Schwelm aufgenommen und wird auch nach ihrer Probezeit an ihren Dienstort ziehen

 

Kindergartenleiterin wird verabschiedet

Schwelm. 38 Jahre ist eine lange Zeit. So lange war Christine Hartje Leiterin der Kindertagesstätte St. Marien am Marienweg in Schwelm und dafür möchte sich die Propsteigemeinde mit einer kleinen Feierstunde am Freitag, 15. Januar, bei ihr bedanken und sich von ihr verabschieden.

Beginn ist um 11 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der Propsteikirche St. Marien.
Im Anschluss findet ein Empfang im Pfarrsaal statt.

 

Seelheim gute Seele der Gemeinde

Schwelm, 10.01.2010, Bastian Haumann

 

Mit einem guten Tropfen Burkheimer Wein, einem Schwelmer Pils und diversen Schnittchen waren die Gäste des Neujahrsempfangs der Propsteigemeinde St. Marien, der am Samstagabend im Pfarrsaal stattfand, bestens versorgt, um aufs neue Jahr anzustoßen.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Ehepaar Meisen und Carolina Witter. Die Begrüßung nahm der Vorsitzende des Gemeinderates vor, der Vertreter aus Kirche und Politik willkommen hieß. „Ich bin sehr froh, dass dieser Neujahrsempfang eine gute Tradition im Leben der Gemeinde ist”, sagte er, „bietet er doch gleich zu Beginn die Gelegenheit, wieder ein wenig zu feiern, einen Blick auf das alte Jahr zu werfen und dem neuen entgegen zu sehen.”

»Menschlich mehr zusammenrücken«

Im Zuge des Neujahrsempfangs ehrte die Gemeinde Männer und Frauen für ihr ehrenamtliches Engagement. Bürgermeister Jochen Stobbe griff dieses Thema in seinem Grußwort auf. „In diesen Zeiten müssen wir uns ehrenamtliches Engagement auf die Fahnen schreiben und auch menschlich mehr zusammenrücken”, sagte er.

Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt an diesem Abend Michael Seelheim. Heinz Ditmar Janousek bat in diesem besonderen Fall den Bischof von Essen darum, einen Mann der kleinen Taten zu ehren. Denn Seelheim war eher der gute Geist von St. Marien, als dass er mit seinen Taten prahlte. „Er ist seit seiner Jugend in der Gemeinde aktiv, versieht seit 40 Jahren den ehrenamtlichen Küsterdienst in der Heilig-Geist-Kirche, war jahrzehntelang Mitglied des Gemeinderates und ist immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird”, sagte Janousek in seiner Laudatio. Und Michael Seelheim mache sogar noch viel mehr. Dafür bekam er das Ehrenzeichen des Bistums Essen verliehen.

Ebenfalls wurde das Engagement derer geehrt, die sich in der Aktion Dreikönigssingen und der 24-Stundenaktion starkmachen. Im einzelnen sind dies Doris Hens, Karin Kamm, Michael und Petra Pabst, Martina Ramaekers, Marianne Jeschak und Martina Polder. Als Vertreter der Sozialaktion der Jugend wurden Jennifer und Michael Jennemann (DPSG), Tim Schroers und Christian Decker (Kolpingjugend), Thomas Wegner und Sara Gri (Messdiener) sowie Monika Pankewitz und Eva-Maria Hols (PSG) geehrt. Die Hauptverantwortung, Oberleitung und lange Vorausplanung lag bei dem Trio Jennifer und Michael Jennemann sowie bei Thomas Wegener. Jeder der Geehrten erhielt einen kleinen, bronzenen Schutzengel.

Bei so viel ehrenamtlichem Engagement fand der Vorsitzende des Gemeinderates die passenden und abschließenden Worte: „Ohne Menschen, die sich engagieren, die mitmachen, wäre unser Leben erheblich ärmer.”

 

Ballonmassenstart macht auf Sternsingeraktion aufmerksam

Schwelm, 06.01.2010, Bernhard Richter

Ein Massenballonstart bildete den Auftakt der diesjährigen Sternsingeraktion in der Propsteigemeinde St. Marien in Schwelm. Nach dem Aussendungsgottesdienst ließen die Sternsinger auf dem Kirchplatz einen Kartengruß in den Himmel steigen.

Eine Werbeaktion für das Anliegern der Sternsinger, Geld für Kinder in der Dritten Welt zu sammeln. Der erste, der einen Geldschein in die Sammelbüchse steckte, war Propst Heinz. D. Janousek. Vor ihrem Start zur Tour durch die Schwelmer Geschäftswelt versammelten sich nämlich die Kinder zum Warmsingen am Pfarrhaus. Auch Bürgermeister Jochen Stobbe empfing die Spendensammler im Rathaus. Insgesamt fanden sich am ersten Tag der Aktion 1350 Euro in den Sammeldosen wieder. Am Freitagabend wird eine Gruppe Jugendlicher mit der Sammeldose auch durch die Schwelmer Kneipen ziehen. Welcher Wirt einen Besuch besonders wünscht, sollte sich, wie übrigens auch Privatleute, im Pfarrbüro melden:  Telefon 02336/2171. Die Haushalte besuchen die Sternsinger Samstag ab 14 Uhr

 

Winterküche St. Marien : Warme Suppe für Bedürftige

Schwelm, 03.01.2010, Bernhard Richter

Wenn draußen Väterchen Frost regiert und Straßen und Wege spiegelglatt sind, dann tut eine heiße Suppe besonders gut. Und die gibt es ab sofort in der Winterküche der Elisabeth- und Vinzenzkonferenz St. Marien, die am Samstag zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Türen öffnete.

Bis Ende März kochen zwölf Ehrenamtliche im Jugendheim Marienweg für Bedürftige und Wohnungslose, die sich einmal pro Woche - immer Samstag zwischen 12 und 13 Uhr - auf eine warme Mahlzeit freuen können. „Das war wie immer sehr lecker”, meinte einer der Gäste nach dem Essen und legte zufrieden den Löffel zur Seite. „Die Winterküche ist auch ein Treffpunkt und wir freuen uns jedes Jahr aufs neue, hier vorbeikommen zu dürfen.”

Zum Auftakt der Winterküche servierten Anne Kräber und Gottfried „Friedel” Schmitz, die beiden Ehrenamtlichen, die diesmal für die Küche zuständig waren, Gulaschsuppe und Würstchen. Dazu gab es heißen Kaffee und Gebäck. „Wenn der Monat sich dem Ende entgegen neigt, wird es hier auch voller”, erklärte Schmitz. „Denn dann wird bei vielen das Geld sehr knapp.” Diesen Morgen bewirteten die beiden etwa sieben Gäste. Zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit half Martha Pantel nicht bei der Winterküche mit. „Dabei wollte sie so gerne dabei sein”, sagte Anne Kräber, „aber mittlerweile ist sie nun einmal stolze 92 Jahre alt.” Über eines waren sie die beiden Küchenchefs aber einig. „Sie hat das immer so toll gemacht.” haui